Die 10 außergewöhnlichsten Weihnachtsmärkte in Deutschland

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Auch wenn die Weihnachtszeit noch ein paar Wochen hin ist, sollte man für die vorweihnachtlichen Trips ein wenig vorausplanen. Während sich an den Glühwein-Ständen auf altbekannten Märkten lange Schlangen bilden, lässt sich die feierliche Stimmung auf kleineren, originellen Christkindlmärkten entspannt genießen. Der Städtereisen-Experte Ameropa hat deshalb die zehn bezauberndsten Weihnachtsmärkte deutscher Großstädte zusammengestellt, die kaum einer kennt.

Märchenbazar, München

Zwischen farbenfrohen Zirkuszelten, internationalen Schlemmereien und Live-Musik lässt sich die märchenhafte Zeit im Winter in der bayerischen Landeshauptstadt feiern. Die fabelhafte Welt der Artisten und Künstler findet inmitten von nostalgischen Jahrmarktsbauten sowie selbstgezimmerten Verkaufsbuden statt und lädt zum Flanieren und Staunen ein. Die meisten Zeltbetreiber und Verkäufer des Märchenbazars sind aus der Stadt und präsentieren ihr Handwerk oder köstliche Spezialitäten von Käsespätzle bis Falafel mit Hummus. Kinder können am kostenlosen Kinderprogramm mit Kasperletheater und Märchenstunden teilnehmen, basteln, singen und spielen.

(c) Fabian Christ

Historischer Weihnachtsmarkt, Berlin

In die mittelalterliche Welt von Rittern und Gauklern entführt der Historische Weihnachtsmarkt in Berlin seine Gäste. Auf dem 150 Jahre alten Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes (RAW) treffen sich Töpfer, Schmiede oder Holzschnitzer, um ihr jahrhundertealtes Handwerk zu zeigen. Während Gaukler mit Feuer jonglieren, können Besucher ihre Treffsicherheit beim Bogen- oder Armbrustschießen unter Beweis stellen. Kinder drehen derweil auf dem handbetriebenen Holzkarussell oder einem Riesenrad ihre Runden. Danach locken die zahlreichen Stände mit deftigen oder süßen Speisen sowie heißem Met oder Glühbier.

(c) Enrico Verworner

Fleetinsel, Hamburg

Weihnachtsstimmung auf Hamburger Art gibt es mit maritimem Flair zwischen Hafen und Alster im Norden Deutschlands. Der kleine Markt auf der Fleetinsel ist noch weitgehend unbekannt. Zum Glück, denn so lässt es sich in aller Ruhe zwischen den verschiedenen Verkaufsständen bummeln und das ganz eigene Flair der Hansestadt aufsaugen. Zwei Segel-Oldtimer kommen auch dieses Jahr wieder aus dem Museumshafen Oevelgönne angetuckert, um im Lichterglanz zu erstrahlen. Live-Musik, Singer-Songwriter und Sofa-Konzerte bieten musikalische Unterhaltung, damit Erwachsene ihren Punsch genießen können, während sich die Kleinsten auf dem Kinderkarussell tummeln.

(c) Wolfgang Köhler

Elbhangfest-Weihnachtsmarkt, Dresden

Was im Sommer ein beliebtes Kunst- und Kulturfestival ist, verwandelt sich im Winter in einen besinnlichen Adventsmarkt. Abseits vom Trubel der Dresdner Innenstadt präsentieren ausgewählte Kunsthandwerker auf dem Elbhangfest-Weihnachtsmarkt ihre Arbeiten aus Keramik, Holz oder Sandstein. Feinschmecker kommen bei einem Besuch des Markts im Stadtteil Loschwitz an den zahlreichen kulinarischen Ständen ebenfalls auf ihre Kosten. Ganz in der Nähe befindet sich übrigens das einstige Lustschloss Pillnitz, das mit seinen weitläufigen Gärten zu einem ausgedehnten Winterspaziergang einlädt.

(c) Michael Schmidt

Wouahou Winterdorf, Stuttgart

Zum dritten Mal findet dieses Jahr das Wouahou Winterdorf auf dem Stuttgarter Marienplatz statt. Sein Name leitet sich von einem Indianerstamm ab, der zu seinen Zeiten alternative Denkweisen etabliert haben soll – genauso wie die Veranstalter dieses besonderen Weihnachtsmarktes, der dem vorweihnachtlichen Innenstadttrubel entfliehen möchte. Gemütliche Tipis, handgemachte Weihnachtsgeschenke von jungen Designern und ein buntes Programm von Open-Air-Backen bis Stockbrotgrillen sind eine Hommage an das Volk der Indianer, die Nächstenliebe und multikulturelle Vielfalt in den Vordergrund stellten. Entstanden ist ein Winter-Festival mit dem Spirit von Weihnachten inklusive Live-Musik von Donnerstag bis Samstag.

(c) Fotonoid

Sternchenmarkt, Düsseldorf

Auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt gilt es dieses Jahr einmal genau hinzusehen. Denn unter den insgesamt mehr als 200 Ständen versteckt sich ein funkelndes Highlight, das sich kein Besucher entgehen lassen sollte. Der idyllisch am Stadtbrückchen gelegene Sternchenmarkt glitzert in tausenden Lichtern und entführt in die Magie von Kristallen und Sternen, die das Weihnachtsfest in den Augen von Jung und Alt blitzen lässt. Die traumhafte Winterwunderlandschaft befindet sich im Innenhof des Wilhelm-Marx-Hauses und bietet seit 2007 neben seiner unnachahmlichen Atmosphäre auch Kunsthandwerk, Keramik und Christbaumschmuck, damit die Vorfreude, aber auch die Vorbereitung auf den 24. Dezember perfekt ist.

(c) Düsseldorf Tourismus

Der Kleinste Weihnachtsmarkt der Stadt, Köln

Eine bezaubernde Adventszeit gibt es auch an der Lutherkirche in Köln zu erleben. Unter dem Motto „Wir glühen für eine bessere Welt“ fing 2014 alles mit einem einzigen, kleinen Ständchen an. In beschaulichem Rahmen wurde Glühwein für den guten Zweck verkauft, doch die grandiose Idee fand schnell Anklang. Der Kleinste Weihnachtsmarkt der Stadt vereint daher heute wechselnde Händler und Foodstände, die mit ihrem vielseitigen Angebot immer wieder etwas Neues entdecken lassen. Auf der zugehörigen Bühne sorgen zusätzlich Kölner Bands für eine moderne musikalische Begleitung – ganz ohne Gage, denn dieser Weihnachtsmarkt dient nach wie vor vollkommen sozialen Projekten. Per Tuk-Tuk-Shuttle geht es in den geschmückten Innenhof, um zu feiern und etwas zurückzugeben.

Schlachte-Zauber an der Weser, Bremen

Wärmender, fruchtig-süßer Wein, Gaukler und brutzelnde Würstchen – willkommen im Weihnachten des Mittelalters. An Bremens Flussufer kann beim Schlendern an der schönen Weserpromenade vielerlei bestaunt werden. Der Name „Schlachte“ stammt dabei vom norddeutschen Einschlagen der Uferpfähle, die auch die maritime Kulisse des Schlachte-Zaubers formen. In kleinen Holzhütten und festlichen Schiffen werden selbstgeflochtene oder getöpferte Werke, Elchbratwürste und Met angeboten. Wenn dann die Sonne langsam untergeht, wird die Schlachte in blaues Licht getaucht – gekrönt von einem fulminanten Feuerwerk über dem Wasser, einer musikalischen Show oder einem spektakulären, mittelalterlichen Freilichtschauspiel.

(c) M3B GmbH Harald Schwörer

Finnisches Weihnachtsdorf, Leipzig

In eine Weihnachtserlebniswelt aus dem hohen Norden tauchen Besucher des Finnischen Weihnachtsdorfs auf dem Leipziger Augustenplatz ein. Stände mit finnischem Kunsthandwerk und außergewöhnlichen Handarbeiten liefern perfekte Geschenkideen für Freunde und Familie. Traditionelle Köstlichkeiten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Neben dem Flammlachs, der stundenlang am offenen Feuer gegart wird, gibt es den klassischen BeerenglühweinGlögi oder den Whisky-Glögi. In drei Lappenzelten, auch „Kota“ genannt, werden kalte Finger an einem Lagerfeuer aufgewärmt. Und der Weihnachtsmann hat dieses Jahr seine Geschenkewerkstatt in einem echten finnischen Blockhaus eingerichtet und bereitet mit der Hilfe kleiner Wichtel die Gaben vor.

(c) Akke Virtanen

Rosa Weihnachtsmarkt, Frankfurt

Rosa Christbäume, rosa Glühwein und rosa Weihnachtshütten: Das Prinzip ist schnell klar, doch was in nur einem maßgeblichen Farbton daherkommt, entpuppt sich auf dem Rosa Weihnachtsmarkt in Frankfurt schnell zu einer bunten Community in familiärer Atmosphäre. Nirgendwo sonst im Rhein-Main-Gebiet wird wohl in solch einem stimmigen Konzept aus Illustrationen und Illuminationen gefeiert, dessen Anziehungskraft man sich nicht entziehen kann. Zwischen unterschiedlichsten Buden können die Besucher am Friedrich-Stoltze-Platz aus allerhand Leckereien wählen und nach Herzenslust schlemmen. Hier trifft man sich, um sich auszutauschen, zu feiern und das adventliche Zusammensein wertzuschätzen – und, um gleichzeitig die beste Feuerzangenbowle der Stadt zu genießen.

(c) Holger Ullmann

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