NON-EU: Flug gestrichen, Ersatzflug >12h Verspätung.

Dieses Thema im Forum "Reiserecht" wurde erstellt von chrisx, 5. August 2014.

  1. chrisx

    chrisx Newbie

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    Hallo allerseits,

    folgende Situation:
    Urlaubsflug ins schöne Indonesien/Bali, mit Etihad, also AirBerlin nach Abu Dhabi, Etihad nach Kuala Lumpur, Malaysian nach Denpasar.
    Zwei Tage vor Abflug informiert mich das Reisebüro, dass die letzte Teilstrecke des Hinfluges (KUL -> DPS) gestrichen wurde.
    Fluggesellschaft hat kurioserweise Ersatzflug eingestellt, der erheblich vor Ankunft in KUL abginge.

    Nach vielerlei Telefonaten wurde ein Ersatzflug gefunden, der statt Ankunft 2:30 morgens erst um 15:30 in DPS landete, >12h später.

    Ein Grund für die Streichung wurde nicht angegeben (es schien nicht jedoch nicht nur diesen Tag zu betreffen, sondern eventuell generell diesen Nachtflug, Vermutung).

    Nach erheblichem Hin und Her hat Etihad die Übernachtung im Flughafenhotel KUL bezahlt, auch nach Hinweis, dass wir ein Kind dabei hatten.


    Wie sehr ihr die Lage, natürlich insbesondere zu Schadensersatz hinsichtlich Verspätung, emotionaler Belastung, aufwändiger Telefoniererei zu Ersatzoptionen, etc etc...

    Hat jemand Erfahrung mit solchen Fällen?

    Besten Dank im Voraus
    Chris
     
  2. PinkPanda

    PinkPanda Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Wenn du ein Vielfliegerkonto hast, könntest du vielleicht noch ein paar Kulanzmeilen erbetteln,
    das war es dann aber auch - Chancen auf mehr liegen bei ca, null

    Sei froh das es einen Ersatzflug gibt und du das Hotel bekommst, das ist nämlich auch nicht selbstverständlich
     
  3. chrisx

    chrisx Newbie

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    Kulanzmeilen? Was soll ich denn damit?
    Froh sein, dass es Ersatzflug und Hotel gab? Wohl kaum.

    Ich habe einen Flug gebucht, zu einem Preis. Ich hätte den nie unter den geänderten Bedingungen gebucht.
    Die Fluggesellschaft hat 2 Tage vorher Bescheid gegeben. Und damit meine Urlaubsvorbereitungen erheblich gestört.

    Das ist doch alles eine ziemliche Sauerei.
    Will ich mir nicht gefallen lassen.

    Aber: Vielen Dank für Deine schnelle Antwort!
     
  4. PinkPanda

    PinkPanda Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Tja, außerhalb der EU ist das halt alles ein bischen 'anders'

    Was hättest du denn gemacht wenn MH die Flüge nach DPS komplett eingestellt hätte ?
     
  5. Jet1

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    Wenn das, was der User Schlesinger zu einem anderen Fall geschrieben hat, richtig ist (kann ich nicht beurteilen), dann kannst Du ja Schadensersatz in Höhe der tatsächlichen Mehrkosten geltend machen.
     
  6. PinkPanda

    PinkPanda Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Viel Spaß beim durchsetzen der eventuellen Ansprüche am Gerichtsstand KUL :roll:
     
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  7. Lappenspender

    Lappenspender Bronze Member

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    Das wird bei emotionaler Belastung und aufwändiger Telefoniererei bei ca. Null sein!
    Ich sehe die Chancen mehr als Umbuchung und Hotel zu bekommen auch sehr sehr gering.
    Es ist den Ärger und die Aufregung nicht wert.
     
  8. chrisx

    chrisx Newbie

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    Na aber das kann es doch wohl nicht sein.

    Fluggesellschaft kann willkürklich und ohne Angabe von Gründen den von mir bezahlten und von ihnen bestätigten Flug streichen, mich erheblich verspätet transportieren und dafür soll ich eurer Meinung nach auch noch dankbar sein? Weil ja immerhin die Verbindung nicht komplett gestrichen wurde??

    Schadensersatz? Ja! Materielle Schäden im Falle des Hotels bereits beglichen, aber immaterielle Schäden (emotionale Belastung, mühsame Organisation um die Flugveränderung herum, entgangene Urlaubszeit)

    Wenn ich euch so interpretiere, kann die Fluggesellschaft eigentlich machen, was sie will. Zudem sie auch noch im fernen Kuala Lumpur sitzt.

    Etihad als der Tiketausteller hat wohl hier nix zu tun, oder? Die sind doch meine Vertragspartner. (was geht mich deren Codesharing an...)

    EU-Rechtsprechung sieht das anders, auch wenn sie nur wegen des Sitzes der Fluggesellschaft und der Lager der Verbindung hier nicht direkt anwendbar ist.

    Das kann es doch alles wirklich nicht sein.
     
  9. Schlesinger

    Schlesinger Silver Member

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    Gem. VO (EG) 261/2004 spielt der Ticketaussteller keine Rolle. In der Verantwortung ist immer das 'ausführende Luftfahrtunternehmen'.

    Sie ist nicht nur 'nicht direkt' anwendbar sondern in diesem Fall 'absolut nicht anwendbar'.
     
  10. chrisx

    chrisx Newbie

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    Bitte konstruktiv bleiben. Wortklauberei nützt mir nix.

    Was in einem Falle recht ist, kann und sollte auch im anderen Falle richtig sein. Das meine ich mit "nicht direkt anwendbar".
     
  11. Jet1

    Jet1 Platinum Member

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    Ich kann Deine Verärgerung gut verstehen. Allerdings sind die Aussichten, eine Ausgleichszahlung nach der EU-Verordnung über Fluggastrechte zu erhalten, gleich Null (siehe hier: http://www.vielfliegerforum.de/reis...-master-thread-380557/index3.html#post2712575.

    Mit einer anderweitigen Entschädigung für „entgangene Urlaubsfreude“ oder sonstige immaterielle Beeinträchtigungen wirst Du wohl auch nicht rechnen können, denn die dazu ergangenen Gerichtsentscheidungen betreffen nur Reisemängel bei Pauschalreisen, für die der jeweilige Reiseveranstalter zu haften hat. Du hast jedoch keine Pauschalreise gebucht, sondern allein Flüge bei einer Fluggesellschaft, auf die alle diese Entscheidungen nicht anwendbar sind.

    Die einzige Chance, die ich sehe, ist, dass sich die Fluggesellschaft aus Kulanz zu einer Art „Wiedergutmachung“ durchringt, sei es ein Gutschein oder eine Meilengutschrift. Anspruch auf so etwas hast Du jedoch nicht.
     
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  12. Schlesinger

    Schlesinger Silver Member

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    Konstruktiver Gedanke: Wenn die Flüge im Rahmen einer Pauschalreise gebucht worden sein sollten, dann -und nur dann- hätte man noch einen MInderungsanspruch gegenüber dem Reiseveranstalter. Sollte es sich um eine Nur-Flugbuchuchung handeln hat man diesen Minderungsanspruch gem. § 651d BGB natürlich nicht!
    In anderen gleichgelagerten Fällen (Flüge mit Start und Landung außerhalb Europas) findet die VO (EG) 261/2004 ebenfalls keine Anwendung. - Auf den Verspätungs-Schadeneersatz gem. dem Montrelaer Abkommen wurde hier im Thread schon hingewiesen.
    'Entgangene Urlaubsfreuden' (und entsprechenden Schadenersatz dafür) kennt das Bürgerliche Recht nicht (mit Ausnahme des Pauschalreiserechts).
     
  13. helge610

    helge610 Gold Member

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    Emotionale Belastung....
     
  14. SEN Wolfgang

    SEN Wolfgang Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Dein Unmut und Deine Verärgerung sind 100% berechtigt und nachvollziehbar. Aber aufgrund eines persönlich empfundenen Unrechtsgefühls gibt es nun mal keine Kohle.
    Warum findest Du Dich nicht damit ab, dass Deine Chancen auf Entschädigung nahe Null liegen? Du kannst hier noch 100 Mal Deinen Unmut äußern, an der Situation ändert dies letztendlich nichts. Sei froh, dass Du das Hotel bekommst und der Rest: shit happens! Ist leider so.
     
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