Quantas mit Notlandung

Dieses Thema im Forum "Weitere Aussereuropäische Airlines" wurde erstellt von Guest, 25. Juli 2008.

  1. Guest

    Guest Guest

    25. Juli 2008, 11:36 UhrHÖLLENTRIP
    Flugzeug landet mit 8-Quadratmeter-Loch im Rumpf
    Ein lauter Knall - und plötzlich klaffte im Rumpf ein großes Loch: Auf 12.000 Metern Höhe wurde ein australischer Jet beschädigt, das Flugzeug rauschte in die Tiefe - und landete sicher.

    Mitten im Flug krachte es gewaltig, dann rauschte die Boeing 747 der Qantas Airways binnen kürzester Zeit von knapp 12.000 Metern auf rund 8000 Meter hinab - zum Entsetzen der rund 350 Menschen an Bord.

    Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Im Rumpf der Maschine klaffte ein großes Loch. Trotzdem gelang den Piloten die sichere Notlandung auf den Philippinen.


    Einige Passagiere mussten sich übergeben, vielen war schwindelig geworden. Nach Angaben der Behörden wurde jedoch niemand verletzt. "Es war eine erstaunliche Erfahrung, aber keine gute", sagte ein Fluggast nach der sicheren Landung auf dem Flughafen der philippinischen Hauptstadt Manila.

    Ein Flughafensprecher sagte, es sei ein Loch mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 Metern entstanden, das derzeit von Experten untersucht werde. Im Anschluss an die Explosion habe der Boden der Maschine nachgegeben, und ein Teil des darunter gelagerten Frachtguts sei zu sehen gewesen. Auch ein Teil der Decke sei eingestürzt.

    Die Ursache des Schadens war zunächst unklar. Instrumente im Cockpit hatten dem Piloten kurz nach dem Start in Hongkong Druckprobleme signalisiert. Das Flugzeug war auf dem Weg in die australische Stadt Melbourne.

    reh/dpa/AP/Reuters
     
  2. octopus07

    octopus07 Gold Member

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    hört sich nicht gut an - qantas hatte zum glück noch nie einen fatal event
     
  3. Guest

    Guest Guest

    Vermutlich werden sie deshalb auch diese Kiste wieder irgendwie reparieren.
     
  4. DUS

    DUS Gold Member

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  5. Guest

    Guest Guest

    25. Juli 2008, 14:58 UhrLOCH IM RUMPF
    "Ich sah Schrott am Fenster vorbeifliegen"
    Ein Knall, ein Windstoß - dann fielen die Sauerstoffmasken aus der Decke des Qantas-Jumbos: Die meisten Passagiere blieben cool, als die Piloten die Notlandung einleiteten - obwohl im Bauch der Maschine ein riesiges Loch klaffte.

    Vielen war einfach nur übel, sie klammerten sich an ihren Sitz. Andere knipsten Fotos von der Kabine, drehten sogar Videos: Es war eine Mischung zwischen Gelassenheit und Todesangst, die an Bord der Boeing 747 herrschte. "Direkt hinter meinem Sitz hörte ich einen lauten Knall", sagte Thamarow Ranish im philippinischen Fernsehen. "Ich sah Schrott an meinen Fenster vorbeifliegen und merkte, wie die Maschine absackte."


    Aus bisher ungeklärter Ursache wurde auf rund 12.000 Metern Höhe ein Loch in den Rumpf gerissen. Der Pilot leitete eine Notlandung ein und setzte den Flieger sicher am Flughafen in Manila auf den Philippinen auf. Das Flugzeug hatte zuvor auf dem Weg von London nach Melbourne in Hongkong aufgetankt, als während des Fluges der Knall zu hören war.

    "Ich dachte, wir wären mit irgendetwas zusammengestoßen", berichtete Brendan McClements der BBC über seine Erlebnisse an Bord. "Es fühlte sich nicht an wie eine Explosion." Panik sei nicht ausgebrochen. Die Passagiere spürten einen heftigen Windstoß, der durch das Flugzeug ging. Dann fielen auch schon die Sauerstoffmasken aus der Halterung.

    Marina Scaffidi aus Melbourne schildert die Situation etwas anders: "Eine Stunde nach Beginn des Fluges gab es eine Explosion, und das Flugzeug sackte ab. Dann wurde es windig in der Maschine." Das Flugzeug habe sich über dem Südchinesischen Meer befunden, als die Besatzung die Passagiere über die Notlandung informiert habe. Trotz des Schrecks sei "niemand sehr hysterisch" geworden.

    "Wir haben uns alle fester angeschnallt"

    Die BBC zeigte das Video eines Passagiers aus der Kabine: Reisende mit Sauerstoffmasken auf dem Gesicht sind zu sehen, ein Baby weint, ansonsten ist es still. Zwei Stewardessen gehen durch die Gänge und sprechen beruhigend auf Passagiere ein. Nach der Landung bricht an Bord spontaner Beifall aus.

    "Als die Maschine absackte, das war schrecklich", sagte Passagierin Olivia Lucas der BBC. Gegenstände seien durch die Kabine geflogen. "Es gab einen schrecklichen Knall, Holz- und Trümmerstücke flogen in die erste Klasse", erzählte June Kane und weiter: "Es war furchtbar, aber ich muss sagen, die Leute sind sehr ruhig geblieben." McClements griff zum Satellitentelefon in der Rückenlehne seines Vordersitzes und rief seine Frau an. "Sie war etwas nervös", sagte er. Er selbst habe nicht an einer sicheren Landung gezweifelt. "Wir haben uns alle fester angeschnallt."

    Erleichterung, aber auch Dankbarkeit, klang aus den Worten der Passagiere: "Ich muss dem Piloten für die sichere Landung ein Kompliment aussprechen", sagte ein Fluggast. Ein Schafzüchter aus Tasmanien nahm den Zwischenfall eher gelassen: "Das war keine große Sache." Phil Rescall sagte, der Schock sei bei vielen erst eingetreten, als sie nach der Notlandung ausstiegen und das Loch sahen. Einige Passagiere seien in Tränen ausgebrochen. "Du siehst das Loch und dir wird klar, dass du großes Glück gehabt hast," sagte Rescall.

    Experten suchen nach der Ursache

    Die Fluggesellschaft Qantas erklärte inzwischen, was im Cockpit vor sich ging: "In etwa 8000 Metern Höhe war die Crew gezwungen, eine Notlandung einzuleiten, nachdem ein Teil des Rumpfes abbrach und der Druck in der Kabine rapide absackte", teilte die Airline mit. Vier Qantas-Experten sind auf dem Weg nach Manila, um den philippinischen Beamten bei der Ermittlung der Unglücksursache zu helfen.

    Qantas gilt als eine der sichersten Fluggesellschaften der Welt. Die Boeing 747-400, die in Manila notlandete, war nach BBC-Informationen 17 Jahre alt.

    In den vergangenen zehn Jahren gab es nur zwei spektakuläre Vorfälle mit Qantas-Maschinen, verletzt wurde dabei niemand. So schoss im September 1999 eine Boeing 747-400 bei starkem Regen in Bangkok über die Landebahn hinaus und wurde erheblich beschädigt. Die Passagiere mussten den Jumbo-Jet über die Rutschen verlassen. Im April 2000 kippte in Rom ein Qantas-Jumbo auf dem Weg zur Startbahn plötzlich zur Seite. Ursache war ein defektes Fahrgestell.

    reh/dpa/AP/Reuters
     
  6. kasi

    kasi Diamond Member

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  7. Peruaner

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    Gott sei Dank ist ja nichts passiert.
     
  8. Zartbitter

    Zartbitter Gold Member

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    Die Fotos sehen heftig aus. Bin gestern 747 geflogen...

    Gut, dass es so ausgegangen ist.
     
  9. Peruaner

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    Das da nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder.

    Wenn man sich das Loch anschaut :?
     
  10. raustral

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    Klasse, dass der Pilot die Landung geschafft hat, Qantas ist eine sehr sichere Fluglinie mit sehr gutem Personal. Bin mal gespannt auf die Ursache.
     
  11. Peruaner

    Peruaner Diamond Member

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    Auf NTV und N24 haben sie wieder spekuliert.
     
  12. raustral

    raustral Platinum Member

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    Und welche Thesen haben sie aufgestellt?
     
  13. Peruaner

    Peruaner Diamond Member

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    Materialermüdung,

    Risse in der Wand.
     
  14. aacckd

    aacckd Pilot

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    vor ein paar Tagen gab es doch für QF12 in LAX eine Bombendrohung - damals ein Hoax...




    Das hört sich jedoch eher nach Peruaners NTV-Spekulation an; es wäre ja auch nicht die erste 747 mit Materialermüdungserscheinungen... :roll:
     
  15. Guest

    Guest Guest

    Naja 17 Jahre war das Ding alt. Eigentlich kein Alter für ein Flugzeug, das gut gewartet wird. Und davon würde ich eigentlich bei Quantas ausgehen.
     
  16. aacckd

    aacckd Pilot

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    Naja, ob die Australier wirklich noch so gut ihre Flieger in Schuss haben...

    Es ist sicherlich ein Unterschied, ob eine 30 Jahre alte Frachmaschine beim Start auseinander bricht, eine 22 Jahre alte 747 während des Fluges (CI622), oder aus einer 17 Jahre alten Passagiermaschine ein 2x2 Meter großes Stück herausbricht. Trotzdem ist es eben auffällig...

    Und eigentlich wäre Qantas gut beraten, wenn sie es als Bombe verkaufen würden, und die Schuld den bösen Chinesen in HKG in Schuhe schieben, die das böse Gepäck nicht von dem guten Gepäck trennen können...
     
  17. Guest

    Guest Guest

    Qantas-Notlandung
    Sauerstoffflaschen im Visier
    Ein Terroranschlag ist so gut wie ausgeschlossen. Wahrscheinlich hat ein defekter Sauerststoff-Zylinder das Loch ins Heck des Jumbojets gerissen. Er explodierte im Lagerraum.

    Das riesige Loch im Heck ist vermutlich Folge einer ExplosionDas riesige Loch in der auf den Philippinen notgelandeten Maschine der australischen Airline Qantas ist nach Ansicht der Experten durch eine Explosion im Lagerraum verursacht worden. In der Boeing 747 fehle einer der Sauerstoff-Zylinder für die Notversorgung, sagte Nevill Blyth von der australischen Verkehrssicherheitsbehörde am Sonntag vor Journalisten in Manila. Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob die Explosion wirklich durch die Sauerstoff-Flasche verursacht wurde. Die Untersuchung werde zwei bis drei Tage dauern, ein vollständiger Bericht werde in zwei bis drei Monaten veröffentlicht.

    Für einen Terroranschlag gebe es nach den bisherigen Untersuchungen keine Belege, sagte Blyth. Philippinische Spürhunde hätten das Gepäck untersucht, dabei seien keine verdächtigen Materialien gefunden worden. Die Qantas-Maschine war am Freitag auf dem Flug von London nach Melbourne in Manila notgelandet, nachdem in rund 9000 Metern Höhe plötzlich ein drei Meter großes Loch im Rumpf geklafft hatte. Die 365 Menschen an Bord überstanden den dramatischen Zwischenfall unversehrt und sind inzwischen nach Australien zurückgekehrt.

    Qantas soll nun sämtliche Sauerstoff-Flaschen an Bord ihrer 747-Flotte überprüfen. Die australische Airline gilt als eine der sichersten der Welt und hat noch nie ein Flugzeug durch ein Unglück verloren.
     
  18. Guest

    Guest Guest

    Weia, jetzt gibt's auch noch ein riesiges Loch im Heck, neben dem riesigen Loch vorne im Rumpf. Wie Schweizer Käse. :roll:
     
  19. Guest

    Guest Guest

    scheint ein anderer Flug gewesen zu sein. Den das FLog auch nur in 9000 meter höhe, anstatt in 12.000 meter :roll:
     
  20. Guest

    Guest Guest

    Das größte Loch ist freilich das zwischen den Ohren von Redakteuren, die über Luftfahrtthemen berichten.
     

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