Zwischendurch Aussteigen

Dieses Thema im Forum "Reiserecht" wurde erstellt von hubu, 11. Januar 2012.

  1. hubu

    hubu Einsteiger

    Beiträge:
    2
    Likes:
    0
    Hallo,

    ich habe einen Flug in Europa von X über Y nach Z geebucht. Ich will aber in Y in Gepäck aussteigen.

    Da das Online-Checkin-System diesen Geschäftsporzess nicht kennt, muss das wohl am Checkin-Schlater geklärt werden. Wenn die nette Dame / böser Herr sagt "geht nicht, weil...", kann ich mich dann auf eine in dem Staat auch implementierte EU-Richtline stützen? Wenn Sie/Er dann trotzdem noch einen auf Stur macht, kann ich einfach nicht in die zweite Maschine einsteigen? Dadurch werden aber erhebliche Folgekosten durch das Suchen des Gepäcks in der bereits befüllten zweiten Maschine und die dadurch entstehende Verzögerung entstehen, für die ich rechtlich nicht verantwortlich sein will.

    Habe ich das Recht oder kann ich nur auf ein Entgegenkommen der Fluggesellschaft hoffen?
     
  2. dfw-sen

    dfw-sen Diamond Member

    Beiträge:
    6.667
    Likes:
    24
    Du kannst nur auf Engegenkommen der Airline hoffen und dass sie Dir nicht den eventuellen Mehrpreis fuer einen Flug der nur von X naxh Y geht nachbelasten.
    S
     
  3. wedding13347

    wedding13347 Co-Pilot

    Beiträge:
    29
    Likes:
    0
    Bin ich froh, nicht mehr am Flughafen zu arbeiten!
     
  4. Guest

    Guest Guest

    So würd ich's machen! Die 200 andren Paxe werden Dir auf Ewigkeit dankbar sein! :!:
     
  5. mazze7

    mazze7 Entdecker

    Beiträge:
    5
    Likes:
    0
    Genau dazu habe ich kürzlich eine ziemlich üble Erfahrung gemacht, die ich hier mal kurz berichten möchte mit der Bitte um Rückmeldung, ob diese Geschäftssitten mittlerweile so "üblich" sind (und meine Anspruchshaltung dann wohl offensichtlich etwas überzogen ist) bzw. wie andere Airlines das handhaben. Mich hat es jedenfalls ziemlich verärgert. :? :(

    Es handelte sich um einen Transatlantikflug mit jew. einen kurzen Zu- (bzw. auf dem Rückweg dann Weg-)bringerflug. Nicht bei einer Billigairline, sondern Standardairline. Während meines Auslandsaufenthaltes ergab es sich, daß ich durch einen Termin den "Wegbringerflug" nicht mehr nutzen wollte (Hinflug war planmäßig). Da das der letzte Flugbestandteil war, dachte ich naiverweise, daß das ja kein Problem sein sollte.
    Ich habe das dann gleich beim ersten Einchecken für den Rückflug offen angesprochen. Antwort war, daß es aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist den Koffer nur für den ersten Flug einzuchecken, daß ich aber auf dem Stopover Flughafen in Europa dann selbstverständlich meinen Koffer wieder herausziehen lassen kann. Alles ok, dachte ich...

    Tja, und nachdem ich dann dort angekommen war und mich erstmal bei einigen uninformierten Stewardessen und Bodenpersonal bis zum Transit-Schalter durchgefragt hatte, war es dann doch ein riesen Problem: Als ich meinen Wunsch vortrug, hatte ich fast den Eindruck, ich hätte jetzt gerade eine Bombendrohung ausgesprochen. Jedenfalls war die Reaktion so. Herausziehen des bereits durchgecheckten Gepäcks nur gegen 275 EUR Strafzahlung bar auf die Theke im voraus und wehe ich würde meinen Flug "verpassen" ohne zu Zahlen, dann würde ich mein Gepäck sowieso erst nach Bezahlung wiedersehen. Und diese Auskunft kam auch nur marginal formell höflicher rüber als ich es jetzt hier wiedergebe. Wow, und das nach 36h nicht geschlafen wg. dem blöden Übernachtflug.
    Ich habe dann noch versucht, ob sich mit freundlich weiterfragen oder vielleicht mit einem anderen Mitarbeiter sprechen was machen läßt, aber da hätte ich auch genauso gut gegen eine Wand sprechen können.

    Und ich frage mich jetzt natürlich, ob das mittlerweile zu den üblichen Geschäftssitten gehört. Mich hat es nämlich ziemlich entsetzt. Man stelle sich nur mal vor, nach einem langen Übernachtflug verschläft man seinen Weiterflug, es gibt keinen anderen mehr und dann soll man noch 275 EUR zahlen nur um sein Gepäck wieder zu sehen und mit dem Zug oder sonstwie weiterzureisen? Oder war ich einfach nur zu nett und ehrlich, indem ich das frühzeitig und offen angesprochen habe?
     
  6. wedding13347

    wedding13347 Co-Pilot

    Beiträge:
    29
    Likes:
    0
    Tja, was soll man dazu sagen, ohne in den gleichen Ton zu verfallen, den Du am Flughafen gehört hast?

    Deine Aktivitäten haben weniger etwas mit "ehrlich" zu tun, noch ist es "Geschäftspraktik" der Fluggesellschaften. Du hast einen Beförderungsvertrag mit der Fluggesellschaft abgeschlossen. Wenn Du diesen Vertrag brechen willst, indem Du ein Stück des ursprünglichen Routing nicht fliegst, kannst Du dafür doch nicht die Fluggesellschaft oder das Handlingpersonal verantwortlich machen! Stell Dir mal vor, was Du im umgekehrten Falle sagen würdest, wenn die Fluggesellschaft Dir plötzlich mitteilt, ihre Pläne hätten sich geändert, und das Gepäck würde jetzt nicht umgeladen, sondern erst in 4 Tagen...

    Abgesehen von allen Sicherheitsapekten müßte in Deinem Fall nämlich jetzt ein Mitglied der Gepäckabfertigung durch den Flughafen laufen, nur um Deinen automatisch umgeladenen Koffer vom Band oder aus dem Container zu fischen! Das ist ein exklusiver Service für Dich - und da sind 275 Euro noch viel zu wenig.

    Und dann darfst Du Dir in Deiner "Anspruchshaltung" auch noch mal überlegen, falls passiert, wenn nur 1 einziger Passagier pro Flug auf die gleiche Idee kommt wie Du... da sausen dann im Keller des Flughafens Hunderte von Mitarbeitern nur für die Extrawünsche der Passagiere rum - vollkommen unproduktiv natürlich.

    :eek:
     
  7. dfw-sen

    dfw-sen Diamond Member

    Beiträge:
    6.667
    Likes:
    24
    Mmmmh klar. Was soll das denn für ein Transatlantikflug gewesen sein, der dazu geführt hat, dass Du 36 Stunden nicht geschlafen hast... Sehr glaubwuerdig.
    S
     

Diese Seite empfehlen