AKW-Laufzeitverlängerung

Dieses Thema im Forum "Alle Alles" wurde erstellt von Sukkot, 28. September 2010.

  1. Sukkot

    Sukkot Diamond Member

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    Die Bundesregierung will heute (Dienstag) ihr Energiekonzept und damit auch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke beschließen.
    Mit einer Novelle des Atomgesetzes soll der Betrieb von Atomkraftwerken um durchschnittlich weitere zwölf Jahre genehmigt werden.
    Das letzte Akw soll um das Jahr 2036 vom Netz gehen.

    Meinungen hierzu?
     
  2. Alligator

    Alligator Diamond Member

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    Die Meinung des Krokodils: ganz oder gar nicht. Entweder strengt sich Deutschland an, führend in der Technik und der Sicherheit von AKWs zu werden (durch Forschung) und die Probleme der Endlagerung zu minimieren oder wie auch immer zu eliminieren (was nach derzeitigem Sachstand unmöglich scheint) - das bedeutet: Bau von neuen AKWs, Export von Know How und Technik mit Auswirkung auf verschiedene Industrien, was übrigens der Forschung rund um die sog. erneuerbaren Energien nicht schadet.

    Oder wir schalten die alten Dinger ab und lernen, wie man Strom spart.

    Schaltet bitte jetzt alle Eure Rechner aus.
     
  3. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    Mir ist dieses ganze Atomtheater völlig gleichgültig
     
  4. Alligator

    Alligator Diamond Member

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    klar, denn der Strom kommt aus der...
     
  5. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    Wo der herkommt ist mir noch gleichgültiger
     
  6. djlack

    djlack Bronze Member

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    Ich finde die Laufzeitverlängerung ok, wenn die AKW-Betreiber die dadurch entstehenden Milliardengewinne in die Entwicklung und den Ausbau erneuerbarer Energien stecken.

    Ein Neubau von AKWs ist schon allein aus wirtschaftlichen Gründen fraglich. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten dauert es ewig, bis man mit so einem Ding Geld verdient. Und dann sind große Kraftwerke nur dann wirtschaftlich, wenn man sie sehr gleichmäßig laufen lässt - heute und in der Vergangenheit so praktiziert weil notwendig, um die Grundlast abzudecken. Für die Zukunft wird jedoch prognostiziert, dass die Grundlast immer mehr von EE abgedeckt werden kann (laut einer Fraunhofer Studie zu 47% in 2020). Damit wird der Strom aus den unflexiblen Großkraftwerken (Atom- und Kohle) überflüssig. Gefragt sind dann eher flexiblere Kraftwerke (z.B. Gas), die schnell hochgefahren werden können, um die Residuallast abzudecken, wenn es mal nicht windig ist oder die Sonne nicht scheint.

    Wir pflastern uns in den nächsten Jahren also die Nordsee zu mit Off-Shore Windparks und bauen Solarkraftwerke in der Sahara. Um den Strom möglichst verlustfrei über große Distanzen transportieren zu können, müssen Stromautobahnen (HVDC) gebaut werden. Technisch machbar, aber nicht ganz billig. Um das alles zu finanzieren, könnten obige Gewinne verwendet werden.

    Letzteres ist gar nicht nötig. Man könnte z.B. mit der Sanierung von Altbauten anfangen und so jede Menge Wärmeenergie einsparen (40% des Energieverbrauchs der privaten Haushalte geht fürs Heizen drauf - und davon verpufft ein Großteil). Ich meine Altbau gut und schön, aber wenn ich daran denke, wie es in meiner Studentenbude gezogen hat... :shock:

    Alternativ könnte man natürlich auch iranischen Atomstrom nach Deutschland umleiten - Stuxnet machts möglich :mrgreen:
     

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