Gepäckverlust und mehr bei 1. M&M-Awardflug in Business

Dieses Thema im Forum "ARCHIV Globale Allianzen" wurde erstellt von telefoni2, 22. Februar 2010.

  1. telefoni2

    telefoni2 Co-Pilot

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    Hallo,

    im Januar habe ich einen Awardflug in der BusinessClass von DUS nach LAS gebucht. Zubringer nach/von FRA mit LH, Fernstrecke in der DE-Comfort-Class. Von Sonntag bis Donnerstag.

    Dies war mein erster Awardflug bei M&M.

    Meine Erlebnisse in der Kurzform:

    - Gepäck wurde in DUS nach LAS durchgelabelt
    - Ich erhielt jedoch nur ein Tix bis FRA
    - Mitreisende mit Eco-Award wurden direkt nach LAS durchgecheckt.
    - In FRA: Aussenposition, Bus setzt Paxe im öffentlichen Bereich ab - nix Transit
    - In letzter Minute zum Condor-Schalter und Ticket holen
    - Keine Lounge, da wirklich "letzte Minute", dafür aber 20 EUR für Bordverkauf
    - Sicherheitskontrolle: 3 Fummellinien für ca. 700-800 wartende Paxe
    - Keine Fast-Security für C-Gäste
    - Sicherheits- und Airportpersonal waren trotz dringendem Aufruf nicht für schnellere Abfertigung ansprechbar
    - Es blieb also nur vordrängeln übrig ("wenn Blicke töten könnten")
    - Flieger dennoch erreicht, Service an Bord der Condor ok
    - Sonderessen "Asiatisch vegetarisch" optisch Hundefraß, geschmacklich auch. Sorry, das ging gar nicht.
    - Krönung war der "Salatteller": Trockener Blöattsalat mit Paprika, Gurke und Tomate - jedoch völlig ohne Dressing. Rohkosttage?
    - Ankunft in LAS: Mein Gepäck fehlte (ist in FRA geblieben)
    - DIN A4-Zettel bekommen ("Besorgen Sie sich das nötigste"), keine Telefonnummer von Condor, keine Hilfe. Toll!
    - Meine Frau versucht von Deutschland aus Hilfe zu erhalten: Condor: Da können wir Ihnen nicht helfen, sorry. Fraport: "Das kommt, wenn man keine Linie fliegt."

    - Am nächsten Tag Dialog mit der Condor-Hotline:
    - Frau: Mein Mann hat sein Gepäck nicht erhalten
    - Hotline: Das ist noch in FRA, senden wir automatisch mit dem nächsten Flieger am Donnerstag nach LAS.
    - Frau: Das ist der Flieger, der meinen Mann wieder abholt.
    - Hotline: Das ist unser Prozedere, daran können wir auch nix ändern.
    --> Erst nach mehrmaligen Anrufen war man bereit den Koffer in FRA zu lassen.

    - Rückflug: In FRA zuerst zum Zoll und Koffer abholen.
    - Einchecken und ab zum Gate, später Boarding für Zubringer nach DUS abgeschlossen. (Aussenposition)
    - Chef meldete sich von vorne, dass noch Arbeiten am Flügel zu erledigen wären
    - 5 Min. später war Flügel kaputt - > Flugzeugwechsel!
    - Bus angefordert, alle Paxe raus, Paxe zum neuen Flieger gefahren, hier ca. 30 Minuten warten auf die Crew.
    - Verspätung nur 1 Stunde, aber immerhin. Es war ein langer Tag.

    Ich habe mich -sowohl wegen des Gepäckverlustes, als auch wegen der entstandenen Unannehmlichkeiten, sowohl an Condor, als auch an LH (als Betreiber von M&M) gewandt. Von Condor möchte ich gerne meine Ersatzkäufe in LAS erstattet bekommen, von LH erwarte ich eine Teilrückerstattung der eingelösten Meilen. Immerhin habe ich für diesen Chaostrip volle 90.000 Meilen eingelöst, dann erwarte ich auch 100% Gegenleistung.

    Ergebnis:

    Condor antwortet bislang gar nicht, LH schickt nur einen völlig neben dem Sachverhalt liegenden Brief, dass man für die Verspätung von FRA nach DUS nichts könne - Ende, Basta. Kein Wort über Gepäckverlust, keine Meilenerstattung u.s.w.. Man überliest also einfach so das Wesentliche Anliegen eines Kunden, der jahrelang Meilen sammelt, um sich dann endlich mal einen Award zu gönnen.

    Wenn das, was ich erlebt habe, tägliche Routine bei LH, Condor und Konsorten ist, dann beneide ich die hier anwesenden Vielflieger keineswegs.

    Was soll man davon halten?

    Hat hier schon einmal jemand den Flugpreis wegen nicht angekommenen Gepäcks gemindert, sei es nun in EUR oder Meilen? Würde mich interssieren, wie LH hier letztendlich reagiert hat.

    Danke und Gruß

    telefoni2
     
  2. Guest

    Guest Guest

    Mit welcher Begründung? Ich hoffe doch, du hast direkt noch am Schalter nachgefragt.

    Im öffentlichen Bereich? Das wage ich schwer zu bezweifeln - wie hätten denn die Passagiere ihr Gepäck (Baggage Reclaim ist airside) bekommen?

    Versprich dir da mal nicht zu viel. Im Übrigen bitte nicht Lufthansa mit Miles & More gleichsetzen.

    Ist es nicht.

    Wie stellst du dir vor, soll das funktionieren? Ist im Übrigen nicht angebracht, für verschwundenes Gepäck gibt es anderweitige Ausgleichsgrundlagen (Schadensersatz wenn es gar nicht mehr auftaucht + die obligatorische Notversorgung).
     
  3. Guest

    Guest Guest

    Das ist alles sehr ärgerlich!
    Aber DE hat mit M&M nur die Partnerschaft gemeinsam und mit LH noch weniger. Beschweren kannste Dich also nur bei DE. Die werden max. Deine Ausgaben in LAS erstatten. Mit etwas Glück bekommst Du noch ein Weinpräsent, weil man Dich als "guten Kunden" schätzt! :roll:
     
  4. telefoni2

    telefoni2 Co-Pilot

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    --> Nun ja, ich habe nachgefragt. Es hieß einfach nur lapidar, dass das nicht gehen würde. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nich nicht, dass meine Bekannte bereits durchgecheckt wurden. Diese haben jedoch einen Vorabend-Check-In in DUS gemacht, da der Zubringer um kurz nach 6 Uhr morgens rausgehen sollte.

    --> Berechtigter Einwand. Ich muss zugeben, dass ich das erste mal in FRA war (fliege sonst nur direkt ab DUS und auch nicht LH). Ich kann mich jedoch nicht erinnern, eine Schleuse o.ä. passiert zu haben, aber die Gepäckfrage leuchtet ein. Hier liegt ein Fehler meinerseits nahe.

    --> Sicher? In den Teilnahmebedingungen von M&M heißt es "Betreiber und Herausgeber von Miles & More ist die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft ("Lufthansa")." Also, warum soll ich mich bei einer aus meiner Sicht mangelhaft erbrachten Leistung nicht an die Lufthansa wenden. Aber sei es drumm, im Zweifelsfall sollte dann eben Condor mein Ansprechpartner für eine Meilenerstattung sein. Denn eigentlich möchte ich mich mit der reinen Erstattung meiner Unkosten in LAS nicht zufrieden geben.

    --> Da bin ich mir nicht ganz sicher. Zwar liegt hier keine Pauschalreise vor, aber eben dort wird der Reisepreis auch regelmässig gemindert. Es scheitn also doch eine Anspruchsgrundlage zu geben. Einfach ausgedrückt: Wenn ich 3000 Euro oder 90.000 Meilen für die Beförderung einer Person und des dazugehörigen Gepäcks ausgebe, dann soll bitte schön genau diese Leistung erbracht werden - nicht mehr und erst recht nicht weniger. Wenn LH/DE ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen, dann sollte es schon etwas Kompensation geben. Und ich bin kein Weintrinker... :)

    Condor hat ja kürzlich erst ein Verfahren vor dem BGH verloren, offensichtlich sind die auf Urteile scharf. Ich stelle mich da gerne zur Verfügung. Habe leider keine Urteile zu dem Thema Gepäckverspätung und Rückerstattung gefunden, wenn es eben nicht um eine Pauschalreise geht. Andererseits: Warum sollte jemand, der einen Flug zusammen mit einem Hotel gebucht hat, nur durch die Hotelbuchung bessergestellt sein, als jemand, der beide Buchungen getrennt voneinander vornimmt. Das schreit ja förmlich nach dem EUGH. ;-)

    Naja, ich gebe dem Verein noch 2 Wochen Zeit für eine Antwort, danach erfolgt Fristsetzung und ggf. Übergabe an meinen Anwalt. Die RA-Kosten müssen die bei Verzug wohl zusätzlich ersetzen, darüber bin ich schon fündig geworden.

    Gruß
    telefoni2
     
  5. tristarfreak

    tristarfreak Gold Member

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    Gepäckbereich ist in FRA T1, wie die meisten hier wissen, nicht airside sondern über Treppen aus dem öffentlichen Bereich zu erreichen. Deshalb kommt es zur Zeit ab und an wirklich vor, dass man zwischen A und B im öffentlichen Bereich abgeladen wird. Eigentlich sollte man, wenn man in B landet, z.B. durch den Tunnel nach A ohne Kontrolle wechseln können, was aber je nach Bausituation nicht immer möglich ist
     
  6. UriG

    UriG Bronze Member

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    Lieber Vorumsbruder telefoni2,

    es mag zwar das, was du erlebt hast sehr ärgerlich sein und deine Forderungen auch verständlich. ABER du kannst außer Rückerstattung der Ausgaben für das Notwendigste Nichts fordern, das aber auch nur bis zu einem gewissen Betrag.
    DE hat zwar beim BGH erst kürzlich einen Prozess verloren, aber da ging es um 6 Stunden Verspätung, 1 Stunde ist da zuwenig.
    Bezüglich deines Gepäckverlustes werden die dir sagen, dass du es nicht mehr haben wolltest.
    Eine Flugreise ist keine Pauschalreise, also kann DE nicht für deine entgangene Urlaubsfreude haftbar gemacht werden.
    Ein Anwalt ist hier vertanes Geld und Zeit.
     
  7. Guest

    Guest Guest

    Somit nun schon der 2te (nebst mir), der die Aussage von fenrir bestätigt!
    Evtl. glaubst Du ihm nun und sparst Dir wirklich das Geld bzw. den Aufwand für den Anwalt!
    Die Sache ist ärgerlich. Das kann ich nachvollziehen. Aber Du hast wirklich nur Anspruch auf die Ausgaben in LAS!
    Auch wenn Du kein Weintrinker bist: freu Dich über das Weinpräsent, falls es denn kommt. Mehr wirst Du (leider) nicht bekommen! :shock:
     
  8. Sukkot

    Sukkot Diamond Member

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    Da ist ja einiges bei Deiner Reise schiefgelaufen! Der wichtigste Punkt dürfte aber das fehlende Reisegepäck gewesen sein.

    Du hast - aus Unkenntnis vermute ich mal - einen (oder mehrere) Fehler bei dem Versuch, das Gepäck zu bekommen, gemacht. Du hättest Dich nicht mit dem Angebot der DE zufrieden geben sollen, man könne das Gepäck nur einige Tage später, mit dem Flieger mit dem Du wieder zurückfliegst, nachliefern. Du hättest auf einen schnellstmöglichen, das heißt mit der nächstmöglichen Maschine, Transport bestehen sollen. Beispielsweise mit dem nächsterreichbaren Flug von LH, UA, AF, BA via SFO, LAX oder was auch immer.

    Ansprechpartner für diesen Wunsch wäre nicht nur DE gewesen, sondern auch LH.

    Hier und in anderen Foren wird zwar immer wieder erzählt, dass bei mehreren Airlines immer die letzte Gesellschaft der Ansprechpartner sei, dies ist bei der Abwicklung auch so richtig, jedoch nicht zwingend (das wissen die meisten MA bei der Gepäckermittlung übrigens auch nicht). Bei aufeinanderfolgenden Luftfrachtführern haften alle Luftfrachtführer gesamtschuldnerisch. Damit kann sich der Passagier auch diejenige Fluggesellschaft heraussuchen, die ihm am vorteilhaftesten oder am bequemsten erscheint. Dies dürfte hier die LH gewesen sein, die vermutlich auch das Ticket ausgestellt hat (schau Dir mal die Ticketnummer an, beginnt diese mit 220 ...?).

    Vor Ort hättest Du Dich mit allen notwendigen Dingen versorgen können. Angemessene Kleidung (bis hin zu einem Smoking, wenn Du entsprechende Veranstaltungen besuchen mußtest), Schuhe und Kosmetika. Die Kosten für diese Dinge solltest Du, wahlweise, von DE oder LH gegen Kaufbelege erstattet bekommen. Gegebenenfalls macht die Airline einen Abzug, da Du die Dinge ja noch weiterbenutzen kannst. In so einem Fall würde ich die gekauften Sachen, der Airline zur Verfügung stellen und auf Zahlung des vollen Preises bestehen. Selbstverständlich hast Du auch Anspruch auf Erstattung von etwaigen Telefon-, Fax- oder Emailkosten.

    Ansprüche wegen "schlechten Essens" (es sei denn, es war verdorben) oder wegen "vertaner Urlaubszeit" stehen Dir nicht zu.
     
  9. Guest

    Guest Guest

    Die Deutsche Lufthansa AG ist der Dachkonzern, nicht direkt die Fluggesellschaft - das ist Lufthansa Passage Airlines als "Unterabteilung" (genau wie M&M eine ist). Deshalb kannst du das nicht gleichsetzen.

    Bingo. Da dies bei der nicht der Fall ist, hast du nicht die selbe Anspruchsgrundlage - da besteht rechtlich ein Unterschied.
     

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