Notlandung

Dieses Thema im Forum "Alle Alles" wurde erstellt von sushi2601, 28. Mai 2009.

  1. sushi2601

    sushi2601 Silver Member

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    weiss nicht genau wo dieses Thema reinstellen soll, probiere es mal hier.

    Bin letzlich im Flieger in eine Diskussion verwickelt worden, ob es denn wirklich sinnvoll sei, diese ganzen Sicherheitshinweise so zu distributieren. Wenn tatsaechlich mal ein Notfall eintritt, wird sowieso Panik vorherschen und keiner wird wohl die Sicherheitswesten so in Ruhe anziehen koennen, sich anschallen oder die Sauerstoffmasken so ruhig ueberziehen.

    Daher mal die Frage: hat jemand schon einmal einen ,,echten,, Notfall erlebt oder eine ueberstandene Notlandung ?
    Wie ist es denn nun wirklich an Board wenn ,,das,, eintritt ?
    Ich persoenlich habe zwar mal ,,Luftloecher,, und Startabbruch erlebt, aber das sind ja keine ,,echten,, Notfaelle.
    Also, die Uberlebenskuenstler sind nun gefragt :mrgreen: lasst mal hoeren
     
  2. MarcelL

    MarcelL Gold Member

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    Fuel Dump über Nordsee und zurück nach FRA, mit EXIT-Beleuchtung landen, war eigentlich auch kein echter Notfall.
    Die Landebahn war frei, die Feuerwehr stand bereit... und es war mucksmäuschen still im Flieger. :lol:
     
  3. peter42

    peter42 Diamond Member

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    Return to FRA, nach Meldung Rauch im Cockpit.
     
  4. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    Notlandung in Chiang Mai wegen Singha alle
     
  5. Wendy

    Wendy Bronze Member

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    Hallo

    es gibt gerade ein sehr interessantes Buch über "Katastrophenverhalten" und erstaunlicherweise bricht eher selten Panik aus. Im Gegenteil - Menschen neigen in Katastrophenfällen wohl eher dazu, anderen zu helfen, um in der Gruppe "zu überleben". Der Schock setzt erst später ein.

    Man sollte sich ganz im Gegenteil vergewissern und diese Notfallhinweise merken - Fachleute zählen auch gerne die Sitzreihen bis zum nächsten Notausgang, um im Falle von Rauchentwicklung möglichst sicher die richtige Richtung und richtige Entfernung abzuschätzen.

    Zudem ist beispielsweise die Überlebensquote bei Flugzeugabstürzen (und wir reden da nicht von durchstarten) immerhin bei höher als 50 % - da kann das Wissen über Rettungsweg und Sauerstoffmaske durchaus den Unterschied machen zwischen Überleben und an Rauchvergiftung sterben.

    Bei einer Evakuierung ist auch zügiges Vorgehen wichtig.

    Da ich beruflich leider einmal die schreckliche Erfahrung hatte, daß eine Kundin bei einem Hotelbrand ums Leben kam, weil sie den Rettungsweg nicht fand, bin ich da durchaus sensibilisiert - ich gucke im Hotel auch immer mal auf den Rettungswegplan und denk kurz durch, wie Plan und Realität genau sind.

    WEndy
     
  6. sushi2601

    sushi2601 Silver Member

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    :lol: :lol: da war wohl wirklich not am mann :mrgreen:
     
  7. MarcelL

    MarcelL Gold Member

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    Ich habe in dem Zhg mal im TV "erfahren", man sollte nicht mehr als 7 Reihen von einem EXIT entfernt sitzen.
     
  8. Hopper

    Hopper Silver Member

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    Mein Bruder ist Kapitän bei SWISS: bei Sturm Kyrill Januar 2007 haben die Wetterfrösche den Wind nicht richtig geschätzt, im Landeanflug um hundert Meter runtergerissen worden durch Orkanböe, da kein Ausweichflughafen möglich war (überall gleiches Wetter) mußte die Crew eine Bruchlandung riskieren und ist - um stabil zu bleiben und sofort Bodenkontakt zu haben - mit höherer Geschwindigkeit und wohl recht steil angeflogen. Ist aber alles glatt gegangen.
     
  9. sushi2601

    sushi2601 Silver Member

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    nach und nach kommen ja nun doch meldungen von ,,uberlebenden,, aber mich interessiert wie die reaktionen im flieger waren ? panik ? alles ruhig und besonnen ? was ging wirklich ab ?
     
  10. Zartbitter

    Zartbitter Gold Member

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    Keine Notlandung, nur eine unter Druck...

    KL | MEX-AMS | 747 voll besetzt | über 15 Jahre her | Bombendrohung zehn Minuten nach dem Start | Sofortige Umkehr und "zügige Landung" | Flughafen gesperrt für uns | Deboarding über Treppenwagen lief ohne Panik, sehr geordnet und kein Gedränge, sehr gute Ansagen (Englisch, Spanisch, Holländisch, Deutsch) und gutes Handling der Crew | Handling Ground Security war eher aufgeregt... | Beim zügigen Weglaufen ist ein Mann gestürzt und hatte sich den Fuss verstaucht, war die einzige Verletzung | Danach wurden wir in eine technische Halle gebracht, zum (Mexiko??) Warten | Ich kam mit 28 Stunden Verspätung nach Hause. Mein Gepäck kam erst zwei Tage danach. Mein Handgepäck bekam ich sofort wieder.
     
  11. Wendy

    Wendy Bronze Member

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    Hallo

    ein gar nicht so lange zurückliegendes Beispiel ist doch die Notwasserung auf dem Hudson River. Die Leute haben sich doch völlig ruhig verhalten - sich gegenseitig unterstützt. Zum Ausbalancieren sind sogar Leute wieder durchs Flugzeug durch und auf die andere Tragfläche.

    Sicher - Rettung war absehbar. Aber bei einer panischen Reaktion hätte das für alle fatale Folgen haben können und es wären möglicherweise nicht alle gerettet worden.

    Es gab wohl in den Twin Towers eine Sicherheitsbeauftragten, der darauf bestanden hat, regelmäßig Sicherheitsübungen zu machen und alle gezwungen hat, daran teilzunehmen, während anderweitig die Leute gerne mit „nur Probealarm“ bei sowas weitergearbeitet haben.

    Die Übungen fanden wirklich monatlich oder so statt.

    Als dann die Flugzeuge in die Twin Towers flogen, warteten viele ab, was für Durchsagen kommen.

    In der Firma jedoch kannten tatsächlich alle die Rettungswege und es konnten fast alle gerettet werden. Dieser Sicherheitsbeauftragte starb, als sie noch einmal in die Türme gingen, um nach weiteren Hilflosen zu suchen.

    Ich müßte jetzt nach dem Namen und der Firma googlen. Wenn ich das richtig aus dem Bericht in erinnerung habe, war der vorher bei der Army und drillte die Leute wirklich...

    Aber Beispiel aus Deutschland – beim ICE-Unglück Eschede halfen auch leichter verletzte Passagiere – es blieben welche im zerstörten Zug sitzen, um Schwerstverletzten Mut zuzusprechen.

    Panik bricht eher bei anderen Gelegenheiten aus – unklare Situation (wie Fußball-Großveranstaltungen, keine „Ansagen“).

    Wenn jemand bei einer Katastrophe klare Ansagen macht, neigen die Leute dazu, ihm zu folgen – auch wenn sie unter Umständen sogar anderer Ansicht sind über da richtige Vorgehen. Aber weil die Gruppe eine bessere Überlebens-Chance hat, bleibt man zusammen. Da gibts inzwischen wohl umfangreiche Forschungen dazu.

    Die Mähr von der panischen Menge stimmt selten. Wahr ist eher das Gegenteil.

    Wendy
     
  12. sushi2601

    sushi2601 Silver Member

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    kann ich bestaetigen, hatte in den 90igern dort im 34 Stock fuer ca. 6 Monate bei einer firma gearbeitet und es wurden regelmaessig solche Uebungen gemacht.
     

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