USA: "Die Hölle über den Wolken"

Dieses Thema im Forum "On The Road" wurde erstellt von miles-and-points, 19. Juni 2007.

  1. miles-and-points

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    Die Hölle über den Wolken

    SVZ
     
  2. Guest

    Guest Guest

    Schon ein "pittoresker" Artikel, das muss man sagen. Aber er beschreibt recht gut die Wirklichkeit auf vielen US-Flügen, der wir uns in Europa auch eifrig nähern.

    Es ist halt vieles schlechter geworden und das Fliegen stressiger, das kann man nicht anders sagen. Die Fliegerei ist jetzt in einem Stadium angekommen, in der sie annähernd "perfekt durchökonomisiert" ist, da kommen beim Vergleich mit vergangenen Jahrzehnten schon Tränen auf.. :cry:

    Der Wellensittich
     
  3. gougoul

    gougoul Bronze Member

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    Für mich sind es vor allem die Menschen die in den letzten Jahre (wieder)Schweine geworden sind.
    Man sieht es halt überall, nicht nur im Flieger. Der "Andere" stört egal was er auch tut. Ob er Rasen mäht, eine Kippe raucht, eben lahm beim einsteigen ist usw.
    Wir sind eben alle Individualisten gerworden..Da braucht man keine Aliens mehr um die Menscheit zu vernichten, da ja Kinder auch stören einfach einen Hund kaufen.
     
  4. trichter

    trichter Platinum Member

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    Also meine persönlichen Erfahrungen bestätigen den Artikel überhaupt nicht. Im Gegenteil, bei meinen letzten USA-Reisen hatte ich insgesamt fünf Inlandsflüge mit United bzw. der vielgescholtenen TED. Keiner war überbucht, unpünktlich oder ansonsten unregelmäßig. Das ist natürlich nicht repräsentativ aber Teufelszeug ist das Fliegen in den USA nicht per se.Es kommt vielleicht wie immer auch ein wenig auf die Erwartungshaltung an. Von solchen überspitzten Artikeln jedenfalls sollte sich keiner Bange machen lassen...
     
  5. bogart

    bogart Silver Member

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    Ich kann mich bisher auch nicht beklagen. Auf Inlandsflügen habe ich bisher immer mehr Platz gehabt als in der Eco über dem Atlantik. Und die Leute waren auch meist relativ entspannt.

    Wo die Hölle über den Wolken wirklich droht, ist hier :

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/91458
     
  6. Guest

    Guest Guest

    Klar ist, dass solche Zeitungsartikel immer etwas überspitzt sind..

    Jedoch versuchen sie, generelle Tendenzen aufzuzeigen, Entwicklungen über Jahre hinweg, und da ist schon eine gehörige Portion Wahrheit dabei, dass das Fliegen heute nicht mehr so entspannt und gemütlich ist wie etwa vor 20 Jahren..

    Der Wellensittich
     
  7. 08/15 PAX

    08/15 PAX Platinum Member

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    ... aber gleichzeitig auch rund 2 1/2 mal billiger als frueher, zumindest relativ gesehen zur generellen Preisentwicklung.

    Man kann wirklich nicht alles haben :roll:
     
  8. Guest

    Guest Guest

    Das gilt aber nur auf einigen ausgewählten Strecken!! En gros ist Fliegen heute genauso teuer oder teurer als vor 20 Jahren..

    Der Wellensittich
     
  9. NCC1701DATA

    NCC1701DATA Platinum Member

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    Dann sei froh. Es kann schon zu skurrilen Situationen kommen: Bei einem meiner letzten Inlandsflüge von ORD nach LAX (zum Glück in F) hat United in ein überbuchtes Flugzeug sogar zu viele Passagiere einsteigen lassen!!! Als dann alle Sitze besetzt waren und immer noch Leute umherirrten, wurden in der Maschine freiwillige zum Wiederaussteigen gesucht. Bis die mit leichter Gewalt gefunden waren und deren Gepäck wieder ausgeladen war hatte der Flieger dann gut 2 Stunden Verspätung....
     
  10. Tirreg

    Tirreg Diamond Member

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    Nenn mir doch mal Strecken, wo es nicht so ist. In den 80er Jahren kostete eine Economy-Ticket zum Sondertarif in die USA meist über 1.500 DM. Heute findet man solche Tarife unter 750 EUR. Business Specials gab es auch keine. Da gab es nur den Normaltarif. Verglichen mit der absoluten Lohnsteigerung zahlt man folglich weniger pro Flug in % von einem durchschnittlichen Nettogehalt.

    Wie sonst erklärst Du Dir, dass immer mehr Leute reisen können? Besonders Fernreisen sind inzwischen für fast alle Schichten möglich, wohingegen es in den 80ern eher die Ausnahme war, dass man seinen Familienurlaub in Thailand, der DomRep, USA oder sonstwo machte. Da ging es brav mit der HappagLloyd nach Spanien ;)

    Auch fliegen innerhalb Europas war deutlich teurer. Mal übers Wochenende nach London, Paris, Mailand mit dem Flugzeug (Linie!!!) war eher einer kleinen Gruppe vorbehalten.
     
  11. Guest

    Guest Guest

    Nun, der Flugticketmarkt ist heute halt wesentlich besser ökonomisiert und ausgereizt, das Angebot ist wesentlich breiter und flexibler geworden, keine Frage.

    Dadurch sind Billigflieger auf den Markt gekommen, es werden Last-Minute-Tickets rausgehauen, es gibt discounted Biz-Tickets usw...

    Auf der anderen Seite sind diese oft an erhebliche Restriktionen gebunden, die nicht jeder Fluggast einhalten kann und dann doch wieder zum teurern Fullfare greifen muss, und da wird dann gnadenlos zugeschlagen. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass in den 80ern bei LH ein C-Ticket 12.000 Mark gekostet hätte...

    Der Wellensittich
     
  12. 08/15 PAX

    08/15 PAX Platinum Member

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    Stimmt, aber damals waren 12´000 DM auch wohl erheblich mehr wert als heute :idea:
     
  13. Guest

    Guest Guest

    Da hast du Recht! Der Euro hatte ein Sprunginflation zur Folge..

    Der Wellensittich
     
  14. NCC1701DATA

    NCC1701DATA Platinum Member

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    Innerhalb Europas ist das Fliegen durch die "Billigflieger" schon günstiger geworden. Und was die Langstrecke angeht, kann ich zwar aus den 80ern nichts berichten, allerdings habe ich Ende der 90er/Anfang 2000 (eigentlich bis zum 11. September) für "meine" Rennstrecke nach New York - damals noch in Eco - nie mehr als DM 600,00 bezahlt, oft sogar hart an die DM 500,00 (Air France, British Airways). Heute freut man sich doch schon, wenn man mal für € 350,00 rüberkommt...
     
  15. Guest

    Guest Guest

    Kurz vor 9/11 kostete MUC-LAX-MUC nonstop mit LH in der W-Klasse im Sommer ca. DM 750 inkl. sämtlicher Gebühren und Steuern. Dafür gab es volle Meilen, Upgrades waren möglich und kosteten mich 20.000 Meilen pro Strecke. Die Freigepäckgrenzen waren größer als heute. Als SEN durfte man mit einem kostenlosen Courtesy-Upgrade rechnen, wenn man am Check-in freundlich danach fragte. Flüssigkeiten waren erlaubt, es gab nur ein einziges, völlig problemloses Security-Screening, das VISA für Amiland kam nach dem Ausfüllen eines simplen Formulares mit der Post.

    Heute bekommt man diesen Flug im Sommer in der W-Klasse (wenn überhaupt) für ca. EUR 750. Die erflogenen Status und Prämienmeilen wurden halbiert, die Upgrades um 250% verteuert, auf W-Klasse gibt es aber überhaupt keine Upgrades mehr. Courtesy-Upgrades wurden verboten, das Freigepäck deutlich reduziert, die Sicherhetschecks verdoppelt, Wasserflaschen sind nun gefährliche Bomben, fürs VISA muss man extra zur Botschaft bzw. zum Konsulat fahren und dort einen fröhlichen Tag ohne Handy, Gepäck usw. verbringen.

    Ja, Fliegen wurde in den letzten Jahren wirklich sehr viel billiger, und vor allem das Preisleistungsverhältnis hat sich doch enorm verbessert. Man zahlt einfach das doppelte und bekommt dafür die Hälfte.
     
  16. Tirreg

    Tirreg Diamond Member

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    Der Wellensittich hat geschrieben, dass das Fliegen deutlich teurer geworden ist in den letzten 20 Jahren.

    Ich habe das versucht zu wiederlegen, in dem ich sagte, dass es vor 20 Jahren deutlich teurer war zu fliegen.

    Jetzt kommen hier lauter Bsp. von vor 9/11. Das war aber vor 7 Jahren. Zudem wird nicht die Flugleistung bewertet, sondern die Upgrade-Möglichkeit, die Zahl der kostenlosen Upgrades etc.

    Es ist sicherlich so, dass zur Jahrtausendwende das Fliegen deutlich angenehmer und auch preiswerter war als heute. Damit auch preiswerter als vor 20 Jahren. Aber dennoch ist es auch heute noch günstiger als vor 20 Jahren.

    Es ist mir auch ziemlich egal, ob man damals bessere Upgradechancen hatte, mehr Meilen bekam, man mehr Freigepäck mitnehmen durfte, die Flugbegleiterinnen hübscher waren, das Essen besser, die Sitze bequemer und was-weiss-ich-alles. Das leben ist halt kein Ponyhof.
     
  17. vegaslars

    vegaslars Gold Member

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    Ja, sehr schade mit dem Ponyhof. Teile auch die Erfahrungen mit Flysurfer. Bin zu DM-Zeiten, sagen wir mal Mitte bis Ende der 90-er für ca 800 DM in den Westen der USA geflogen, wenn auch mit so komischen Airlines wie Sabena. Heute sind es ca. 800 Euro. Aber beim normalen Einkauf ist es ja auch so 1 DM = 1 Euro. Vielleicht wurden wir einfach bei der Währungsumstellung verarscht ?
     
  18. vegaslars

    vegaslars Gold Member

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    Marlene Dietrich, die vorzugsweise mit dem Schiff den Atlantik überquerte, sagte: "In einem Flugzeug reist man nicht, man wird verschickt wie ein Paket."

    Marlene kannte die neuen Business und First - Klassen der Singapore Airlines nicht.
     
  19. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Gibt's da (wieder) Frischluft? Oder auch nur "umgewälzte" (womit wir wieder - zzzzzsch - beim Ausgangs-Artikel und dem Thema wären)?
     
  20. Guest

    Guest Guest

    Wenn dir das alles egal ist, solltest du deine Reisen komplett auf Reiherair und Co. umstellen.

    Oder auf einen Ponyhof umziehen.

    Mir, und dem großen Rest dieses Forums, sind diese Punkte keineswegs egal. Wir sind zudem auch in der Lage, das Produkt in seiner Gesamtheit (Upgradechancen, Meilen, Freigepäck, Flugbegleiter/Service, Essen, Sitze und was-weiss-ich-alles) zu betrachten und zu BEWERTEN, sprich ein Preisleistungsverhältnis (engl. "value") zu ermitteln und dieses dann über die Jahre zu vergleichen. Diese Fähigkeit bringt uns übrigens auch in anderen Bereichen des Lebens weiter.

    Und einige hier sind außerdem allergisch gegen Pferde.
     

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