Mehr als nur eine Alternative: Warum Flying Blue 2026 für Vielreisende immer spannender wird

Air France Lounge Frankfurt

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Neue Lounge in Frankfurt, überarbeitete Langstreckenkabinen und schon bald kostenloses WLAN auch auf der Langstrecke: Air France und KLM investieren derzeit spürbar in ihr Produkt. Mit diesen Neuerungen wird Flying Blue für Vielflieger und Vielreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend zur spannenden Alternative.

Dabei war Flying Blue für viele Vielflieger aus dem deutschsprachigen Raum eigentlich schon immer eine naheliegende Option – nicht zuletzt wegen des Streckennetzes von Air France und KLM in der Region.

Über die beiden Drehkreuze Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol erreichst du von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München oder Düsseldorf aus mehr als 1.000 Ziele weltweit und das Netz reicht bis in kleinere Städte hinein: Auch ab Bremen etwa geht es mehrfach täglich direkt zu einem der beiden Hubs.

Auf diesem Fundament bauen jetzt eine Reihe konkreter Produktneuerungen auf, die Flying Blue mit den dazugehörigen Fluggesellschaften zusätzlich attraktiver machen.

Die Produktneuerungen im Überblick

Seit dem 1. September gibt es im neuen Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine eigene Air-France-Lounge direkt vor Ort – rund 120 Sitzplätze mit Blick aufs Rollfeld, ein eigener Restaurantbereich und ein ruhiger Arbeitsbereich mit Telefonkabine. Zugang haben Business-Class-Gäste, Vielflieger ab dem Flying Blue Gold Status sowie berechtigte SkyTeam Kunden. Als Flying Blue Ultimate Statusmitglied wartet in der Lounge sogar ein kleiner separater Bereich.

Wer sich den Luxus eines La-Première-Tickets leistet, bekommt in Paris-CDG noch mehr geboten: Air France hat seiner „La Première”-Lounge gerade eine neue, besonders private Ausstattung spendiert, mit Gastronomie von Alain Ducasse, einem Sisley-Spa und angeschlossenen Suiten für Gäste zwischen zwei Flügen.

(c) Air France

Beim Thema WLAN legt KLM gerade noch einmal deutlich nach: Nach der Einführung von kostenlosem Highspeed-WLAN auf der Europaflotte Anfang des Jahres bringt die Airline den Service ab Mitte 2027 schrittweise auch auf die komplette Interkontinentalflotte – in allen Reiseklassen, ohne Zusatzkosten.

Möglich macht das eine Partnerschaft mit Starlink, die schnelles, latenzarmes Internet selbst über Ozeanen und auf abgelegenen Routen liefert. Flying-Blue-Mitglieder müssen sich für den kostenlosen Zugang lediglich mit ihrem Konto einloggen; wer noch nicht Mitglied ist, kann sich direkt über das Bordportal anmelden. KLM positioniert sich damit als eine der ersten europäischen Airlines mit kostenlosem WLAN sowohl auf Kurz- als auch auf Langstrecke. Auch bei Air France ist ein Großteil der Flotte bereits mit dem neuen, für Flying Blue-Mitglieder kostenlosen Highspeed-WLAN ausgestattet und wird kontinuierlich ausgebaut.

An Bord hat sich ebenfalls einiges getan. Air France hat seine komplette Boeing 777-300ER-Langstreckenflotte mit neuen Kabinen ausgestattet: In der Business Class sorgt jetzt eine Schiebetür an jedem Sitz für echte Privatsphäre, dazu ein fast zwei Meter langes Flachbett und direkter Gangzugang für alle Passagiere. KLM zieht mit eigenen, breiteren World-Business-Class-Sitzen nach, ebenfalls mit Schiebetür und einer sanften Massagefunktion.

KLM neue Business Class
(c) KLM

5 Gründe, warum sich ein Blick auf Flying Blue lohnt

Jenseits der aktuellen Produktoffensive bringt Flying Blue noch einige Eigenschaften mit, die das Programm auch unabhängig davon interessant machen:

1. Punkte-Transfer ganz ohne Flug

American Express Membership Rewards und Marriott Bonvoy Punkte lassen sich direkt in Flying Blue Meilen umwandeln. Wer ohnehin eine dieser Karten oder ein Marriott-Konto nutzt, füllt sein Meilenkonto so auch zwischen den Reisen. Zudem lassen sich Revolut RevPoints im 1:1 Tauschverhältnis übertragen.

2. Gut erreichbarer Vielfliegerstatus mit attraktiven Vorteilen

Schon 100 XP reichen für Silver, 180 XP für Gold – beide Stufen lassen sich vergleichsweise unkompliziert erreichen und jährlich verlängern. Ab Gold profitierst du automatisch von den SkyTeam Elite Plus-Vorteilen: Priority Check-in, Boarding und Gepäck sowie Lounge-Zugang – weltweit bei allen 18 SkyTeam-Airlines, nicht nur bei Air France und KLM.

(c) KLM

Wer den Flying Blue Platinum- oder gar Ultimate-Status erreicht, kann mit den neuen Choice Benefits außerdem bei 450, 600 und 750 (U)XP jeweils eine Belohnung nach Wahl freischalten – etwa Extra-Meilen, zusätzliche (U)XP oder einen Meilen-Überziehungsrahmen, gültig für jeweils zwölf Monate.

3. Flying Blue Family

Bis zu zwei Erwachsene und sechs Kinder können ihre Meilen in einem gemeinsamen Familienkonto bündeln – größere Prämien rücken damit für die ganze Familie deutlich näher.

4. Einlösung mit attraktiven Einstiegstarifen

Flying Blue arbeitet seit 2018 mit dynamischer Preisgestaltung statt starrer Tabellen, hat aber weiterhin günstige Saver-Tarife im Programm: Economy Europa–Nordamerika gibt es ab 20.000 Meilen, über monatliche Promo Rewards liegen Business-Class-Flüge teils unter 40.000 Meilen.

Auch ein Blick zu Partner Delta lohnt sich – dort locken Prämienflüge mit vergleichsweise niedrigen Steuern & Gebühren, etwa Dublin–New York in der Economy für 22.500 Meilen plus 9 Euro.

5. Flying Blue Extra

Seit Dezember 2025 gibt es mit „Essential” (379 Euro/Jahr) und „Extended” (699 Euro/Jahr) ein neues Abo-Modell: Bonusmeilen (5 beziehungsweise 10 Meilen pro 10 Euro Flugausgaben), Lounge-Gutscheine für Paris und Amsterdam, Rabatt auf Cash & Miles-Buchungen sowie bei Extended zusätzlich 20 Prozent mehr XP auf Air-France- und KLM-Flügen. Besonders interessant für alle, die gezielt auf Gold oder Platinum hinarbeiten.

Hier könnt ihr Euch für Flying Blue registrieren.

Unsere Einschätzung

Zwei Drehkreuze mit Anbindung bis in kleinere deutsche Städte, ein wachsendes Komfort-Angebot vom Frankfurter Flughafen bis zur hochwertigen Business Class in der Luft und ein Sammel- und Einlösesystem von Meilen mit mehreren Wegen zu attraktiven Prämien – Flying Blue hat gute Argumente für Vielflieger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sodass sich für das Jahr 2027 durchaus ein Blick über den Tellerrand lohnt.

Titelbild: (c) Wings Architects