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Vergangenes Jahr eröffnete in Luxembourg das neue Marriott Hotel Alfa. Dabei handelt es sich nicht nur neben dem ebenfalls neuen Moxy Luxembourg Airport um das einzige Marriott Hotel des Landes, sondern auch um ein Stück Geschichte.
Kürzlich hatten wir die Gelegenheit eines der neuesten Marriott Hotels in Zentraleuropa kennenzulernen. Und wir können spoilern: Es lohnt sich.
Zentrale Lage als perfekter Ausgangspunkt
Die Lage ist, ganz objektiv betrachtet, ein Volltreffer – vor allem, wenn man Luxemburg als Reiseziel erleben möchte oder mit der Bahn anreist. Das Hotel liegt direkt gegenüber dem Hauptbahnhof Luxembourg Gare.
Wer am Flughafen landet, ist dank Busverbindung in etwas über 20 Minuten am Ziel. Da in Luxemburg alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei sind, fühlt sich die Anreise fast zu einfach an. In die Altstadt gelangt man entweder zu Fuß oder mit der Tram in nur zwei Haltestellen.
Schon von außen ist klar: Dies ist kein vergleichsweise austauschbarer Neubau. Das Luxembourg Marriott Hotel Alfa befindet sich in einem historisches Gebäude, das 1932 eröffnet wurde. Es wurde von Léon Bouvart entworfen und von Alfred Lefèvre gebaut. Seit 1991 ist es als Nationaldenkmal ausgewiesen.

Das Hotel galt schon früh als gesellschaftlicher Treffpunkt und war für sein markantes Design, Konzerte und elegante Zusammenkünfte bekannt.
Selbst in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs taucht das Haus auf. Während der Ardennenoffensive im Jahr 1944 soll es Gastgeber eines hochrangigen Weihnachtsdinners gewesen sein. Nach dem Krieg blieb das Alfa ein Ort von Prestige für Veranstaltungen aller Art – von Feiern bis hin zu Mode-Events. Wenn man heute durch das Hotel geht, spürt man seine reiche Geschichte.
Der Check-In erfolgt sehr freundlich und effizient. Sobald man die Lobby betritt merkt man, dass man sich nicht in einem großen Business-Hotel befindet. Im Gegenteil: Das Luxembourg Marriott Hotel Alfa wirkt eher wie ein Boutique-Hotel, unter anderem durch eine vergleichsweise übersichtliche Lobby mit zwei Rezeptions-Tresen.
Zimmer & Design im Luxembourg Marriott Hotel Alfa
Besonders gut gelungen ist die Umsetzung des Designkonzepts, das die Art-déco-Wurzeln aufgreift, ohne ins Theatralische abzudriften. Dafür verantwortlich ist Iria Degen Interiors, die sich deutlich an den Originalelementen orientiert hat: Ornamentik, Licht, Glas, lokale Kunst, alles wirkt kuratiert statt dekoriert.

Zigzag-Motive, die sich bereits in der Fassade finden, tauchen im Inneren wieder auf, etwa auf Böden, Tapeten oder Stoffen. Hinzu kommen für Art Déco typische Formen wie weiche Rundungen, Kreise und elegante Abtrennungen.
Spannend ist, dass nicht einfach alles neu gemacht wurde, sondern dass originale Elemente bewusst erhalten blieben. Palisanderholz, Marmorelemente und Vintage-Leuchten. Historische Gemälde wurden neu platziert und mit zeitgenössischer, lokaler Kunst ergänzt. Der Gesamteindruck ist sehr hochwertig und stimmig.
Das Hotel verfügt über 153 Zimmer, darunter 31 Suiten. Wir sind in einer Junior Suite untergebracht und haben hier genau das, was man an einem Wochenendaufenthalt schätzt: Raum, Komfort und ein durchdachtes Design.


Das bequeme Marriott Bett ist das Zentrum der Suite. Zudem bietet sie eine Chaiselongue, einen zusätzlichen Sessel und natürlich einen Schreibtisch, falls man doch kurz etwas erledigen muss.
Besonders positiv ist, dass sich das Zimmer trotz des historischen Rahmens nicht wie ein Kompromiss anfühlt. Es wurde klar modernisiert, ohne dabei die Seele des Gebäudes zu glätten.

Das Badezimmer setzt den Designfaden fort – bei uns mit grünen Marmorelementen und einer Regendusche. Auch bei den Details merkt man, dass hier nicht einfach „renoviert“, sondern restauriert und neu komponiert wurde.
M Club Lounge
Die M Club Lounge befindet sich auf der ersten Etage. Man sollte hier keine riesige Executive Lounge erwarten, wie man sie aus großen Flughafen- oder Tagungshotels kennt. Sie ist ein gemütlicher Rückzugsort.
Die Lounge ist rund um die Uhr geöffnet und bietet durchgehend Softdrinks und Kaffee. Gerade bei einem City-Trip ist das praktisch: Man kann sich schnell mit Wasser versorgen, vor dem Spaziergang einen Kaffee trinken oder sich am Nachmittag eine Auszeit gönnen.

Der eigentliche Höhepunkt ist die Happy Hour von 17:30 bis 19:30 Uhr, bei der es verschiedene kalte Snacks gibt, darunter eine hochwertige Charcuterie-Platte und eine gute Käseauswahl.
Zusätzlich werden kleine warme Gerichte am Platz serviert, die täglich wechseln. Wir haben Kostproben erhalten, die sich auch auf der Restaurantkarte wiederfinden, darunter die Alfa Sausage mit brauner Senfsauce, Kartoffelpüree und saisonalem Gemüse.

Die alkoholische Auswahl ist ebenfalls angenehm: Bier, Wein und Crémant de Luxembourg stehen von 17:30 bis 21:30 Uhr zur Verfügung.
Für Gäste mit Club Lounge Zugang ist zudem wissenswert, dass das Frühstück nicht in der Lounge serviert wird. Dieses kann täglich in der Brasserie Alfa eingenommen werden. Wer eher kein Frühstücker ist, findet in der Lounge dennoch Muffins oder Croissants als süße Leckerrei zum Kaffee.
Kulinarik im Luxembourg Marriott Hotel Alfa
Die Brasserie Alfa und die Alfa Bar bilden das kulinarische Zentrum des Hotels und sind zugleich Orte, an denen die Geschichte des Hauses besonders spürbar wird. Das Ambiente ist elegant, aber nicht steif. Man sitzt nicht in irgendeinem Hotelrestaurant, sondern in einem Raum mit Charakter, der auch ganz selbstverständlich als Treffpunkt für Luxemburger dienen könnte.


Unter der Woche gibt es Frühstück bis 10:30 Uhr, am Wochenende bis 11:00 Uhr. Das Buffet bietet eine gute Auswahl an warmen und kalten Speisen. Besonders gelungen ist die Kombination aus Buffet und à-la-carte-Eierspeisen, die frisch zubereitet und am Platz serviert werden. Die Karte wird von den Mitarbeitern gebracht, ein kleines Detail, das das Frühstück spürbar aufwertet.
Abends besuchen wir die Brasserie Alfa ebenfalls und genießen ein Drei-Gang-Menü. Das klare Highlight ist das Beef Wellington mit Zitronenrisotto – ein Gericht, das zeigt, dass hier mehr als nur „solide Hotelküche“ geboten wird, nämlich eine Brasserie mit Anspruch.

Begleitet wird dies von einer umfangreichen Getränkekarte, welche unter anderem verschiedene Optionen aus Luxembourg bereithält. Eine lokale Komponente, die wir immer begrüßen.
Fotos: Marriott International & InsideFlyer





