Urteil: Vulkanaschewolke ist höhere Gewalt

Dieses Thema im Forum "Reiserecht" wurde erstellt von upNaway, 21. August 2012.

  1. upNaway

    upNaway Silver Member

    Beiträge:
    270
    Likes:
    4
    Ein Reisender kann von seinem Reiseveranstalter keinen Schadensersatz wegen zusätzlicher Unterbringungskosten und Verdienstausfalls verlangen, wenn sein Flug wegen einer Vulkanaschewolke abgesagt wurde und er erst eine Woche später als ursprünglich gebucht nach Hause fliegen kann. Das hat das Amtsgericht München in einem Urteil entschieden, das jetzt rechtskräftig geworden ist (AZ 222 C 10835/11).
    Flugausfälle wegen einer Vulkanaschewolke seien höherer Gewalt, für die der Veranstalter nicht verantwortlich gemacht werden könne, so das Gericht.

    http://www.justiz.bayern.de/gericht/ag/ ... /index.php
     
  2. teddybaxter

    teddybaxter Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
    (User ist permanent gesperrt)

    Beiträge:
    272
    Likes:
    0
    ach was?
     
  3. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
    (User ist permanent gesperrt)

    Beiträge:
    48.788
    Likes:
    0
    Urteil: Vulkanasche

    Wie gut, daß die Gerichte so langsam mahlen - sonst hätten wir damals wohl unseren
    einwöchigen 5*-Gratis-Urlaub nicht von unserer netten Airline "gesponsort" bekommen.
     
  4. Jet1

    Jet1 Platinum Member

    Beiträge:
    2.288
    Likes:
    85
    Re: Urteil: Vulkanasche

    In dem vom Amtsgericht München entschiedenen Fall ging es darum, ob ein Teilnehmer an einer Pauschalreise wegen der durch die Aschewolke verursachten Mehrkosten für Unterbringung und Verdienstausfall nach BGB Anspruch auf Schadenersatz gegenüber dem Reiseveranstalter hat.

    Das hat mit möglichen Ansprüchen gegenüber der Fluggesellschaft auf Betreuungsleistungen nach der EU-Verordnung über Fluggastrechte in einem solchen Fall nicht das Geringste zu tun. Hätte der Pauschalreisende nicht den Reiseveranstalter, sondern die Airline verklagt (wenn die sich geweigert haben sollte, für Übernachtungen auf ihre Kosten zu sorgen), hätte es gut sein können, dass zumindest wegen der zusätzlichen Übernachtungskosten ein ganz anderes Urteil gefällt worden wäre.
     

Diese Seite empfehlen