EU Verordnung - nach Easy Art

Dieses Thema im Forum "Low Cost Carrier" wurde erstellt von berlinerjunge, 21. Januar 2013.

  1. berlinerjunge

    berlinerjunge Platinum Member

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    Quelle: http://de.nachrichten.yahoo.com/%C3%BCb ... 04815.html

    Überladener Ferienflieger: Easyjet-Passagiere sammeln Geld für freiwilligen Flugverzicht

    Ärger am Flughafen: Eine Maschine der Billig-Airline Easyjet konnte nicht starten - weil sie 300 Kilo zu schwer war. Freiwillig den Flieger verlassen und so das Gewicht reduzieren wollte aber keiner der Gäste. Wie britische Medien berichten, kamen einige Passagiere offenbar auf eine ungewöhnliche Idee: Sie sammelten Geld, um den Wechsel auf einen späteren Flieger für ihre Mitreisenden schmackhaft zu machen.

    Peinliche Panne: Ein Easyjet-Flieger konnte wegen 300 Kilo Übergewicht nicht starten. Dann handelten die Passagiere. …Nachdem die Airline erfolglos versuchte hatte, Reisende zu finden, die freiwillig umbuchten, nahmen die Passagiere die Sache selbst in die Hand - das berichtet zumindest Simon Lay, einer der Fluggäste an Bord. "Easyjet bot 120 Euro und einen Flug am Freitag, aber das wollte niemand", erzählte Lay der britischen Zeitung "Daily Mail". Lay wollte mit Freunden am frühen Donnerstagmorgen von Liverpool in den Skiurlaub fliegen. "Eine Gruppe im vorderen Teil des Flugzeugs erhöhte schnell auf 240 Euro pro Person", erinnerte sich Lay. Daraufhin sei eine Klingelbüchse durch den ganzen Flieger gegangen. "Ich habe zwei Pfund (etwa 2,40 Euro) gegeben. Andere haben fünf Pfund (etwa 6 Euro) reingeworfen", erzählte Lay.

    Lay zufolge war das schwerwiegende Problem erst nach eineinhalb Stunden geklärt. Vier Freiwillige waren gefunden und wurden nach Birmingham gefahren, um dort einen anderen Flieger nach Genf zu besteigen. "Das ist lächerlich und peinlich für Easyjet", findet Lay. "Wir haben extra mehr für den frühen Flug bezahlt, um länger Skifahren zu können", ärgerte er sich.

    Die Verspätung begründete die Airline in einer offiziellen Erklärung mit Übergewicht wegen einem "außergewöhnlich hohen Anteil an männlichen Passagieren und mehr Handgepäck als sonst". Damit die Maschine leichter werde, biete man in solchen Fällen Freiwilligen 120 Euro und einen Flug zu einem anderen Zeitpunkt an. "Es konnten vier Freiwillige gefunden werden und der Flug startete nur kurze Zeit später", teilte Easyjet mit. Von einer Geldsammlung unter den Passagieren hat das Flugunternehmen laut einem Unternehmenssprecher nichts mitbekommen. Ein derartiges Eingeständnis wäre ja auch noch peinlicher gewesen.
     
  2. halk

    halk Platinum Member

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  3. berlinerjunge

    berlinerjunge Platinum Member

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    was mich beim Nachrechnen ernsthaft wundert:

    durch "4 Männer von Bord" wurde das Gewicht um ca. 800lbs reduziert.
    Die Strecke von Genf nach Liverpool sind ca. 730nm
    Die max Reichweite eines A319-100 beträgt m.W. ca 2.000nm

    Hat der Tankwart einfach vergessen abzuschalten?
     
  4. berlinerjunge

    berlinerjunge Platinum Member

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    Das Netz vergisst nichts: http://www.20min.ch/panorama/news/story/23147192

    Unglaublich. Wie dumm muss man sein, um 2x den gleichen Fehler zu machen? und das in der Luftfahrt

    Treibstoff ablassen - unter Aviatik-Fans besser bekannt als «Fuel Dumping» - ist eine Methode, das Gewicht eines Flugzeugs in Notfällen zu verringern. Auf einem Flug am 26. Dezember 2010 von Birmingham nach Genf wandte Billigflieger easyJet diese Methode in leicht abgeänderter Form an, wie die BBC berichtete.

    Bei der Betankung war offenbar etwas schiefgegangen, am Schluss hatte der Airbus A319-100 10 Tonnen Kerosin zu viel geladen. Zu schwer, entschied der Captain und bat um 36 Freiwillige, die das Flugzeug wieder verlassen würden. Einer der Passagiere schrieb später auf dem Forum Flightmole.com, dass easyJet ihnen zunächst 100 britische Pfund, Unterkunft und einen Platz auf dem nächsten Flug versprochen habe. Als dieses Angebot auf 250 Euro aufgestockte wurde, erklärten sich sechs Passagiere bereit, das Flugzeug zu verlassen.

    Daraufhin entschied easyJet, dass zusätzlich jene dreissig Passagiere, die zuletzt eingestiegen waren, das Flugzeug verlassen mussten - und drohte, das Ganze müsse schnell gehen, da Genf Cointrin bald schliesse und dann gar niemand mehr fliegen würde. Als die betroffenen Passagiere sich weigerten, fuhr easyJet grosses Geschütz auf. Am Terminal würde bereits die Polizei warten, um sie zu verhaften, liess die Airline die Unwilligen wissen. Daraufhin verliessen die dreissig Pechvögel das Flugzeug, das schliesslich mit drei Stunden Verspätung abhob.

    Gepäck blieb zurück

    Den verbliebenen Passagieren wurden auf dem knapp zweistündigen Flug nach Genf zur Wiedergutmachung gratis Snacks und Getränke serviert. Was sie nicht wussten: Um das Gewicht des Flugzeugs weiter zu verringern, war ihr Gepäck wieder ausgeladen und in Birmingham zurückgelassen worden. Einige mussten fünf Tage auf ihr Gepäck warten, wofür ihnen easyJet 25 Pfund pro Tag als Entschädigung anbot. Viele verpassten in Genf zudem ihre Anschlüsse.

    Eine Sprecherin von easyJet entschuldigte sich bei allen Passagieren und erklärte, es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, unter anderem im Zusammenhang mit der Anschuldigung, easyJet habe Passagieren mit Verhaftung gedroht.
     
  5. meilenheini

    meilenheini Bronze Member

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    ich denke der Kapitän entscheidet die Tankmenge ? und bei dem kurzen Flug nach Genf sollte wohl ausreichend Gewichtsreserve bestehen. Es stinkt hier gewaltig nach Verarsche !
     
  6. Konfuzius

    Konfuzius Bronze Member

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    Man kann es aber auch keinem recht machen :evil:
    Letztens mussten Flieger MayDay funken, weil eben nur die geforderte Menge an Sprit getankt wurde.
    In dem genannten Fall hat der Captain mal großzügig "Reserve" an Board genommen, auch wieder nicht gut....
    MfG
    Dirk
     

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