Im Ausland in Schwierigkeiten...

Dieses Thema im Forum "Trip Reports" wurde erstellt von UncleSamDavid, 4. Oktober 2007.

  1. UncleSamDavid

    UncleSamDavid Diamond Member

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    Angler Donald Klein, Bauingenieur Rudolf B., Tourist Marco Weiss - die Liste liesse sich lange fortsetzen.

    Irgendwie gewinnt man den Eindruck, wenn man als Deutscher im Ausland in Schwierigkeiten gerät, ist man verraten und verkauft. Von besonderen Anstrengungen oder gar politischer Einflussnahme zugunsten der Landsleute ist wenig bis gar nichts zu sehen.

    Wie sind eure Erfahrungen? Seid ihr schon einmal im Ausland in Schwierigkeiten geraten und musstet Hilfe von deutschen Behörden / Botschaften in Anspruch nehmen? War die Hilfe effizient? Oder habt ihr euch aus eigener Kraft aus dem "Schlamassel" ziehen können?

    Bin auf Erfahrungsberichte gespannt...
     
  2. Guest

    Guest Guest

    Nö, bisher zum Glück nie Schwierigkeiten im Ausland.
    Wenn überhaupt, dann im Inland, und da ist man dann auf jeden Fall verraten und verkauft. ;)
     
  3. Kalttaucher

    Kalttaucher Diamond Member

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    Ich habe mit der Renate und Werner Wallert einen Urlaub auf den Malediven verbracht.
    Somit hatten wir über 10 Tage zeit uns ausführlich über die Vorkomnisse damals zu unterhalten.

    Ich bin letztendlich zu der Erkentniss gekommen das es wohl besser ist nicht in irgendwelche fänge der Behörden zu geraten.

    Sie mussten übrigens damals die Kosten der Bemühungen inkl. Rückflug erstatten.

    Und der Hammer war das manche Pakete mit der Anschrift Fam. Wallert im Dschungel abgeschickt haben und sie tatsächlich zum grossteil auch ankamen.

    Leider wohl auch Briefe mit der Aufforderung doch Maden zu Essen da man ja selber Schuld sei in so gefährliche Länder zu reisen.

    Auch war die Bindung an die Entführer bis zu dem Zeitpunkt recht gross da sie mehr als einmal mehr beschützt als bewacht wurden,das Militär hätte die sache damals lieber schnell beendet egal mit welchem Ausgang.
     
  4. thestig

    thestig Bronze Member

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    Als Hurricane Katrina die Region um New Orleans verwüstet hatte, hat das deutsche
    Konsulat in der Gegend auf eigene Faust eine Art Suchtrupp, ausgerüstet mit Satellitentelefon
    und 100 Gallonen Sprit, dorhin geschickt um die vermissten Deutschen zu suchen.
    Die Region war ja vom Militär komplett abgeriegelt.
    Es ging wohl um ca. 70 Personen (vor allem Kinder eines Schüleraustauschs), von denen
    man nicht den genauen Standort kannte bzw. die sich nicht mehr daheim gemeldet hatten.
    Jedenfalls wurden sie wohl alle gefunden und konnten dann mal daheim anrufen
    und sagen, dass es ihnen gut geht. Ich finde, dass war eine gute Sache.

    Ich denke auch sonst kümmern sich die zuständigen Konsulate um einen, wenn man vor
    Ort in Probleme mit dem Gesetz etc. kommt. Dafür beschäftigen sie auch Juristen. Wenn
    man allerdings allzu fahrlässig in eine mißliche Lage gekommen ist, können die sich wohl auch
    mal bockig anstellen :wink:

    Gruß thestig
     
  5. highflyer

    highflyer Platinum Member

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    Und wie die sich kümmern - ein Freund arbeitet im Generalkonsulat in Sao Paulo, und ihr könnt Euch nicht vorstellen, was für einen Sch*** die teilweise mitmachen, weil irgendwelche deutsche Deppen sich in Gegende wagen, die sichtbar Off-Limits sind. Und in solchen Situationen steht natürlich ein Mitarbeiter 24h am Tag über Bereitschaftstelefon zur Verfügung, es werden Notpässe innerhalb von wenigen Stunden ausgestellt, Bargeld vorgeschossen, Medizinische Hilfe von deutsch-sprechenden Ärzte vermittelt, und und und. Und in den meisten Fällen ist es kostenfrei.

    Apropos Bockig: Es gibt ja die Reisewarnungen des AA. Wer diese Missachtet und Probleme kriegt und dann gerettet werden muss, darf zahlen. Das sehe ich vollkommen ein. Ich bin als Steuerzahler nicht bereit für Hans Günters Befreiung zu zahlen, nur weil er meint, er müsse bspw. in Zimbabwe oder Kongo oder Afghanistan eine Dschungeltour machen, um dann verhaftet/verschleppt/etc. zu werden. Das hat nichts mit bockig zu tun - machst Du Schwachsinn, erwarte nicht, dass immer ein Sicherheitsnetz unter die hängt, und dann kann ein Fall wehtun.
     
  6. Guest

    Guest Guest

    Highflyer,
    Kompliment, kann mich dem nur anschließen
     
  7. schreiberhsch

    schreiberhsch Silver Member

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    Klasse gesagt - alles riskieren, jeden Spass mitnehmen und sich hinterher wundern, wenn das AA seine Kosten berechnet.

    Gewinne mitnehmen - Verluste sozialisieren!
    Tolle Gesellschaft heutzutage!
    Gruss Toby
     
  8. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
    (User ist permanent gesperrt)

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    Erzählen sie das tatsächlich immer noch? Stimmt aber nicht. Einen (kleinen) Teil hat man von ihnen eingefordert.
     
  9. NCC1701DATA

    NCC1701DATA Platinum Member

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    Das ist ja wohl das mindeste, was man erwarten darf. Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Dafür sind die beiden doch billig weggekommen...


    So ein dümmliches Gesülze kann jeder Psychologe wohl ganz gut erklären...
     
  10. AntonBauer

    AntonBauer Diamond Member

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    Yep. Hat auch einen schönen Namen: http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom
     
  11. Guest

    Guest Guest

    So siehst du das hoffentlich auch, wenn du mal (natürlich ganz billig) ein paar Monate lang in der Hand von Entführern bist. :roll:
     
  12. highflyer

    highflyer Platinum Member

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    "As in Stockholm, Finland" (Aus welchem Film stammt diese falsche Aussage?)
     
  13. UncleSamDavid

    UncleSamDavid Diamond Member

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    Soweit ich weiss, gab es im Jahr 2000 weder für die Philippinen noch für Malaysia eine Reisewarnung des AA. Familie Wallert hat sich auch nicht bewusst in Gefahr begeben, sondern war ganz normal auf Tauchurlaub in einem Hotel, wie dies Millionen anderer Touristen weltweit ebenfalls tun. Insoweit finde ich Deinen Kommentar ziemlich zynisch.

    Zu den anderen Kommentaren: Wer sich wirklich unvernünftig verhält oder sich bewusst über Reisewarnungen oder lokale Verbote hinwegsetzt, für den habe ich ebenfalls kein Verständnis und ich stimme voll zu, das diese Personen dann natürlich für alle entstehenden Kosten aufkommen müssen.

    Was aber, wie im Fall des Anglers Klein, wenn man unverschuldet in eine Notlage gerät? Angeltouren vor Dubai sind völlig normale touristische Angebote, die wohl nicht als "Risiko" zu werten sind. Ohne eigenes Verschulden wurde Klein, der nur Passagier war, vor Gericht gestellt und wegen "illegalem Grenzübertritt" zu 18 Monaten Haft verurteilt. Erst 3 Monate vor Ablauf der regulären Haftzeit wurde Klein frei gelassen. In diesem Fall hat unsere Diplomatie doch wohl ziemlich versagt.

    Übrigens: Der französische Kapitän, der den vom Iran unterstellten Navigationsfehler begangen hatte, kam sechs Monate früher frei. Warum nur?
     
  14. Eagle_Eye

    Eagle_Eye Platinum Member

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    vielleicht weil frankreich geschäfte mit dem iran macht (z.b. renault-fabrik dort)?
     
  15. Kalttaucher

    Kalttaucher Diamond Member

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    Da dem so war, es gab keine Reisewarnung.
    Befremden mich Eure Antworten ein wenig.

    Es war so das es Intern Warnungen gab die aber von der Regierung nicht weiter geleitet wurden da die sich nur auf Amerikaner bezogen hat.
    Ich war über Äusserungen dann frist doch Käfer entsetzt,aber es gibt offensichtlich recht viel unwissende. :roll:
     
  16. UncleSamDavid

    UncleSamDavid Diamond Member

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    Sehr wahrscheinlich.

    Man könnte auch sagen: Frankreich hat richtig Druck gemacht, Deutschland eben (wieder mal) nicht. Das meine ich mit "verraten und verkauft" im ersten Post.

    Siemens ist übrigens auch dick im Iran-Geschäft. Genutzt hat's nix.
     
  17. Guest

    Guest Guest

    Naja, woher weißt Du, ob der da wirklich geangelt hat?
    Kein Agent wird ein Poloshirt tragen mit der Aufschrift "Geheimdienst" o.ä. 8)

    Insgesamt bekommt man wenig mit, dass etwas passiert ist. Ich möchte auch nicht als Drogenschmuggler in der dritten Welt verhaftet werden (dann schon lieber in D) und würde mich freuen, wenn man Unterstützung bekäme.
    Die Sachen die man so hört sind manchmal schon komisch, wo man sich fragt, wer lügt jetzt.
    Ich denke da z.B. an Adventure Touren in Afghanistan usw. Hat man da Anspruch auf Hilfe?

    Was aber bei den sonstigen Meinungen auch zum Ausdruck kommt, dass Deutschland (z.B. im Vergleich zu Frankreich) immer nur sehr vorsichtig wahrgenommen wird bemängele ich auch. Eine Selbstbewusstere Politik auch Industriepolitik würde uns schon besser zu Gesicht stehen. Wobei mir ein Sitz im UN-Sicherheitsrat wiederum gar nicht wichtig ist.
     
  18. UncleSamDavid

    UncleSamDavid Diamond Member

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    Sowas gibt es? :shock:
    Manche Leute kommen schon auf abstruse Ideen.
     
  19. Guest

    Guest Guest

    Mir ging es schon um die speziellen Freunde, die bereits auf dem Hinflug einen Kampfanzug anhaben.

    Aber in der letzten LH Zeitschrift, wurden solche Touren ja auch beworben. Wers mag...
    Sind eben doch alles keine Terroristen, wer da in den Bergen rumkraucht.
     
  20. highflyer

    highflyer Platinum Member

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    Sag' das mal der Tieffliegenden F-15 die auf die "Bergsteigertruppe" zugeflogen kommt.
     

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