LH: Klimaschutz-Tickets

Dieses Thema im Forum "Lufthansa" wurde erstellt von miles-and-points, 25. Februar 2007.

  1. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
    (User ist permanent gesperrt)

    Beiträge:
    48.788
    Likes:
    0
  2. carlo

    carlo Gold Member

    Beiträge:
    749
    Likes:
    0
  3. Guest

    Guest Guest

    Na klar, jetzt zahlen wir freiwillig gerne mehr![​IMG]!

    Wo ist der Vorteil für den Fluggast?
     
  4. Guest

    Guest Guest

    Mehr Gäste als man denkt werden diesen freiwilligen Obulus entrichten.

    Man baut da auf Begriffe wie soziale Verantwortung und wird seitens der LH schon gewisse "kleine Druckmittel" verwenden, um den Gast zur Zahlung zu überzeugen. Das gute Gewissen ist dann der Vorteil der Paxe.

    Und gerade wohlhabende Fluggäste oder solche mit sehr ausgeprägtem Ökologieverhalten werden zahlen...

    Der Wellensittich
     
  5. Selenum

    Selenum Gold Member

    Beiträge:
    935
    Likes:
    0
    Ich finde es eine gute Idee :)
     
  6. lhsen

    lhsen Silver Member

    Beiträge:
    280
    Likes:
    2
    Ich glaube, dass auch ich zahlen werde. Denn die Verschmutzung fällt ja an. Irgendwann werden wir es alle sowieso mit dem Ticket bezahlen müssen. :idea:
     
  7. Schwabe

    Schwabe Silver Member

    Beiträge:
    302
    Likes:
    0
    Hier ist ein interessanter Bericht von LH-Chef Mayrhuber bezüglich Emissionen. Hier ein kurzer Ausschnitt:

    "Aber wenn wir heute in ganz Europa den Luftverkehr stilllegen würden, dann, sagen uns die Experten, macht das 0,5 Prozent der Emissionen in der Welt aus." Und unterstelle man, dass in der ganzen Welt der Luftverkehr eingestellt würde, dann käme man im höchsten Fall auf rund 3 Prozent des weltweiten Emissionsvolumens. Selbst wenn man eine Verdoppelung des internationalen Luftverkehrs unterstelle, dann erreichte die Branche allenfalls 6 Prozent des Emissionsvolumens."

    Bericht:
    faz.net


    cleaner: link repariert
     
  8. Selenum

    Selenum Gold Member

    Beiträge:
    935
    Likes:
    0
    Was am Ende keine zielführende Diskussion ist. Es trägt zwar jeder nur einen kleinen Teil bei, in der Summe sind es aber eben dann doch 100%. Deswegen kann und muss jeder, egal wie klein sein Anteil ist, seinen Betrag zur Verringerung der Emissionen beitragen.
    Und daher finde ich es eine gute Idee, wenn LH in den Klimaschutz investiert.
    Viele Grüße
    Selenum
     
  9. Guest

    Guest Guest

    Richtig, selenum. Dieses ständige "wir tragen aber nur soundsoviel Prozent zur Luftverschmutzung bei, also betrifft uns das nicht" (und das aus allen Branchen wie Luftverkehr, Automobile, LKWs, Industrie etc.) ist wirklich sinnlos. Frei nach dem Motto: "Heiliger St. Florian, verschon unser Haus, zünd andere an". Ob der freiwillige Obulus der richtige Weg ist, möchte ich in Frage stellen. Besser wäre es, wenn sich alle Fluggesellschaften weltweit bereit erklärten, einen einprozentigen Aufschlag auf den Ticketpreis zu nehmen und dieses Geld in internationale Klimaschutzprojekte zu stecken. Aber eine solche Einigung ist wohl unrealistisch.
     
  10. Schwabe

    Schwabe Silver Member

    Beiträge:
    302
    Likes:
    0
    @mahlwerk und selenum:

    Klar, das stimmt schon was ihr sagt und ist auch richtig so! Ich denke, dass Mayrhuber mit dem Artikel nur sagen wollte, dass die Aufmerksamheit mehr auf andere Bereiche gerichtet werden sollte. Denn in die Bereiche, die mehr verschmutzen, muss man weniger Energie/Aufwand reinstecken, um mehr Nutzen davon zu haben.

    Gruß,

    Schwabe
     
  11. Thozi

    Thozi Co-Pilot

    Beiträge:
    38
    Likes:
    0
    Das ist schon Scheiße: einerseits fliege ich gerne und will die Welt sehen, andererseits trage ich damit eindeutig dazu bei die Welt in unvorhersehbare Weise zu verändern oder gar zu zerstören.
    Insofern wäre so eine "Klimaschutzabgabe" interessant. Man zahlt dafür, dass das CO2, dass man anteilig in die Athmosphäre abgibt an einem anderen Ort auf irgendeine Weise (Bäume pflanzen, Bau von Solaranlagen etc.) gebunden wird.
    Nur, wie bindet man langfristig CO2... da streiten sich die Experten gewaltig. Einfach so Bäume pflanzen ist auf jeden Fall zu wenig.
    Dazu kommen noch die ganzen schwarzen Schafe von Firmen, die in dem lukrativen Markt der CO2-Neutralisierung mitmischen...
    Auf gut Deutsch: ich bin ratlos.
     
  12. htb

    htb Platinum Member

    Beiträge:
    1.664
    Likes:
    2
    Also ich finde es erschreckend, wenn eine einzelne Branche unter vielen bereits 1/33 (oder bei Verdoppelung 1/16) des gesamten CO2-Ausstoßes verursacht. Oder was wollte uns Mayrhuber damit mitteilen? 8)

    HTB.
     
  13. schreiberhsch

    schreiberhsch Silver Member

    Beiträge:
    317
    Likes:
    0
    An Alle:
    Was ist denn mit dem sinnlosen Fliegen der HON Run Forum Mitglieder,
    die nur des Status wegen in der Welt rumjagen?

    Die sollten sich alle mal fragen, ob sie nicht besonders gefordert sind, hier einen Umweltbeitrag zu entrichten?

    Auf die Antworten bin ich gespannt!
    Gruss Toby
     
  14. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
    (User ist permanent gesperrt)

    Beiträge:
    48.788
    Likes:
    0
  15. Guest

    Guest Guest

    Nun, der Ökonom spricht in diesem Zusammenhang von der sog. Pigou-Steuer, die gewöhnlicherweise von einem Staat auf Schadstoffemissionen erhoben wird, um genau diese zu senken.

    Mich beschleicht aber zumindest der Zweifel, ob eine von einem privaten Unternehmen freiwillig erhobene Pigou-Steuer wirklich zu 100% weitergeleitet wird oder nicht gar eine neue Einnahmequelle darstellt.
    Ferner ist eben auch zu bedenken, welchen Nutzen die von LH gewählten Klimaschutzprojekte wirklich stiften...

    Der Wellensittich
     
  16. Guest

    Guest Guest

    Ich denke das das eine gute Sache ist, ich fliege wenn ich muss, nicht weil ich mich langweile. Meiner Meinung nach könnten die Flugtickets das doppelte oder dreifache Kosten wenn die Airlines dann entsprechend wiel Geld in ökologische Projekte stecken würden.
     
  17. marek

    marek Bronze Member

    Beiträge:
    133
    Likes:
    0
    Naja,ich bin der Meinung das es halt nicht schadet wenn die Lufthansa so etwas anbietet.Ich persönlich würde diesen Obolus zwar nicht entrichten,aber derjenige der damit sein Gewissen beruhigt,der soll es halt tun. Natürlich ist es nicht unbedingt ne saubere Sache mit dem Flieger zu verreisen,andererseits komm ich halt auch nicht überall mit dem Fahrrad hin. Und wenn man den Pro-Kopf Verbrauch eines Flugzeugs nimmt(hab ich mal so gelesen),so ist der Verbrauch nicht höher als beim PKW. Und wenn man mal im morgentlichen Stau steckt und sieht,das fast jeder PKW nur mit einer Person besetzt ist,so glaube ich nicht ein schlechtes Gewissen haben zu müssen wenn ich in einen Flieger steige. Und wenn jemand Gewiisensbisse hat,so soll er auch bitte den teuren Ökostrom beziehen,denn unsere Kohlekraftwerke sind ja wohl die größten Drecksschleudern und die sind von der Politik nun mal voll akzeptiert. Es gibt zu diesem Thema tausende Beispiele,wie und was man besser machen könnte. Aber di,die es vorleben sollten,nämlich unsere Politiker,die tun es am allerwenigsten. Und da braucht man auch das "grüne" Gelumpe nicht ausklammern.

    Wie geschrieben,es soll halt jeder selbst entscheiden! Aber ich würde es nicht bezahlen!!!
     
  18. Guest

    Guest Guest

    @Marek

    Jeder wird dafür bezahlen, so oder so.
     
  19. Rostow

    Rostow Silver Member

    Beiträge:
    364
    Likes:
    0
    Ich bin deiner Meinung, daß eine solche freiwillige Lösung der falsche Weg ist. Dieses Thema ist jetzt in die pol. Debatte eingebracht und die EU wird sich der Sache annehmen-mit den entsprechenden direkten/indirekten Auswirkungen (nicht nur für die Mitgliedsstaaten). Daß eine Zwangsregelung kommen wird ist m.E. keine Frage, die Frage ist allein, wann dies der Fall sein wird.

    Geht man jetzt schon "mit einem guten Beispiel voran" ist dies m.E. der denkbar schlechteste Weg, da von der jeweiligen Autorität (öffentliche Hand, Behörden, Politiker, etc.) solche freiwilligen Leistungen nicht honoriert werden. Genau das ist aber das Ziel, das LH an dieser Stelle verfolgt: Sie möchten jetzt etwas machen um sich damit dem steigenden Regulierungsdruck zu entziehen bzw. diesen abzumildern.

    Nach den in anderen Bereichen gemachten Erfahrungen reguliert die zuständige Autorität aber auch die freiwilligen Lösungen nicht weniger stark, als das in anderen Fällen geschieht. Ein vermeintliches Vermeiden einer Regulierung führt also letztlich dazu, daß derselbe Regulierungseingriff lediglich von einem anderen Level erfolgt (Argumentation: Wenn die das schon freiwillig machen, dann ist da noch mehr drin...etc.). Man stellt dann irgendwann fest, daß man an dieser Stelle ohne Not Verhandlungsmasse aus der Hand gegeben hat.

    Nochmal: Es geht hier nicht darum, ob eine solche Regelung moralisch/nachhaltig oder sonstwie sinnvoll erscheinen mag, sondern allein um die Ziele von LH. Und LH macht so etwas ja nicht, weil sie so nett sind, sondern weil sie sich etwas davon erhoffen. Dieses erstrebte Ziel werden sie auf diesem Wege aber nicht erreichen. Ökotickets sind daher bloßer Aktionismus.

    R.
     
  20. Guest

    Guest Guest

    Rostow, dein Gedanke ist interessant. Eine Regulierung wird in der Frage aber eher über kurz als über lang kommen. Dann werden wir sehen wie LH da steht.
     

Diese Seite empfehlen