Eurowings-Piloten votieren für Streik

Dieses Thema im Forum "Lufthansa" wurde erstellt von milamona, 18. März 2010.

  1. milamona

    milamona Gold Member

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  2. hobby91

    hobby91 Gold Member

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    Dank das Streiks ist es dann ja ganz einfach herauszufinden wer gehen muß. Wer nicht arbeiten will, der soll aus dem Unternehmen entfernt werden. Piloten die arbeiten wollen gibt es genug, welche die lieber streiken HINAUSWERFEN und hoffendlich ohne Sozialplan.
     
  3. bartel

    bartel Silver Member

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    ist das ironie?
    ich hoffe doch, ansonsten empfehle ich dir nen zwei wöchigen aufenthalt im niger. oder im kongo.
     
  4. hobby91

    hobby91 Gold Member

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    Es ist mein Ernst!

    Streik ist unerlaubtes fernbleiben bei der Arbeit -> Kündigung! Leider ist dies aufgrund von Gesetzen nicht ganz so einfach möglich aber es gibt Wege wie es geht.
     
  5. Guest

    Guest Guest

    Und jetzt überleg mal, warum.
     
  6. Martin85

    Martin85 Co-Pilot

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    @hobby91

    Arbeiten sie schon oder noch Schüler? Sie machen es sich "etwas" zu einfach. Wenn ein Gewerkschaftsmitglied NACH einer Urabstimmung zusammen mit anderen in einen Streik eintritt, dann ist das KEIN unerlaubtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz und somit kein Kündigunsgrund. Genau dafür gibt es ja das Streikrecht!
    Wenn sie einfach mal eben beschließen zu streiken und dann nicht zu arbeiten, ist das etwas ganz anderes!

    Außerdem haben die Eurowingsleute weit eher mein Verständnid als die Piloten der LH Passage, denn die kämpfen im Moment ums Überleben und nicht um noch mehr
    Privilegien.

    Ich kann ihnen nur wünschen, dass sie selbstständig sind, aus einer wohlhabenden Familie stammen oder schon längst Vorstandsmitglied, denn sonst werden ihnen beim Eintritt ins Arbeitsleben noch die Augen übergehen ob der abartigen Zustände vielerorts! Und dann werden sie froh sein mit dem Streikrecht überhaupt noch ein Mittel zu haben mit dem sie sich wehren können. Gucken sie sich die Zustände in Ländern an, in denen es keine Möglichkeit zu streiken gibt und wo die Gewerkschaften verteufelt werden: Dagegen herrscht in Deutschland ein Luxusleben sondergleichen. Wer es nicht glauben will, soll ruhig auswandern. Dei meisten kommen leider ganz schnell wieder
    angekrochen!

    just my 2 cents
     
  7. Guest

    Guest Guest

    Die kann man durchaus so unterschreiben.
     
  8. hobby91

    hobby91 Gold Member

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    Mir ist schon klar, dass streiken legal ist aber wenn Leute entlassen werden müssen, dann kann man ganz legal auf solche zurückgreifen.

    Unt vor bevorstehenden Kündugungen zu streiken ist der größte Blödsinn. Gerade dann muß höchster Einsatz gezeigt werden und nicht streicken.


    Und zum LH Streick. Bei unserer Firama wurden unmittelbar nach Bekanntgabe des Steiks viele Flüge (Reservierungen) gestrichen. Wert der Flüge ca. 150.000€. SK, KL und NH haben somit schöne zusätzliche Umsätze gemacht mit uns. Leider konnte nicht ganz auf das LH Kartel (OS, LX, SN,....) verzichtet werden.
     
  9. vbeck1

    vbeck1 Gold Member

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    Klar hat LH durch den Streik Umsatz verloren, und dieses in einer für LH schwierigen Zeit.

    Aber eine junge Richterin ist es gelungen, den Streik nach 1 Tag erstmal abzubrechen, obwohl die Auswirkungen
    dann noch ca 3 Tage bei LH zu merken war.

    Es ist ja nun die Frage, ob die "neue Streikkultur" kleiner Berufsgruppen( Lokführer, Piloten, Cabin Crews usw)
    richtig für unser Land ist ( jawohl, unser, obwohl ich seit vielen vielen Jahren auf Teneriffa lebe)

    Ich selbst kenne aus denrMitte 70 + 80 Jahren radikale Gewerkschaften hier in Spanien, die sind auch Mitschuld an der Situation in diesem Lande, wo mittlerweile trotz geringener Produktion die Arbeitskosten nun über denen von
    z.B. Deutschland liegen- ein Beispiel: Wie man in Deutschland sagt kostet uns eine "Raumpflegerin" insgesammt
    ca 2.200 € monatlich hier, abgesehen von den ev. horrenden Abfindungen am Ende des Arbeitsverhältnisses,
    dieses ist ja auch einer der Gründe, dass der Tourismus hier durch die hohen Löhne zurückgegangen ist bzw in
    "preiswertere" Länder abgewandert ist. Dieses sind u.a. die Probleme der PIIGS Staaten.

    Hoffentlich schafft es Europa, dieses alles zu ändern.

    Grüsse aus Teneriffa - Volker ( Im Norden: wolkenlos + 24 Grad Celsius)
     
  10. Guest

    Guest Guest

    Was schlägst du stattdessen vor? Kleinen Berufsgruppen das Recht auf Interessenvertretung abzusprechen? Das kann es ja nicht sein.

    Naja.

    Das ist so - in mehrerlei Hinsicht - nicht korrekt.

    Du solltest dich nochmal darüber informieren, warum genau gestreikt werden soll.
     
  11. vbeck1

    vbeck1 Gold Member

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    Naja, früher war es so, nur dass die grossen Gewerkschaften wohl die kleinen Interessengemeinschaften
    wohl zu wenig beachtet haben, auf Kosten der "Mehrheit" wohl.

    Es kann aber auch nicht sein, dass kleine Interessengemeischaften durch die Macht, die sie haben
    (ein paar streiken und alles bricht zusammen) extreme Foderungen stellen, wie z.B. bei der LH,
    wo sie ihren Tarifvertrag auch in andere Länder exportieren wollten, was ja durch die junge Amtsrichterin
    zum Glück erstmal verschoben wurde.

    Klar, es muss halt ein Ausgleich gefunden werden, es geht nun mal nicht dass extreme Minderheiten mit Macht
    der Mehrheit einen Streik z.B. aufbürdet und ev. viele eigene und andere Arbeitsplätze gefährdet.

    Grüsse aus Teneriffa - Volker
     
  12. ftlsenhon

    ftlsenhon Guest

    Ich gebe @hobby91 im Prinzip recht. Streik ist in Deutschland (leider) legal und wird in letzter Zeit zunehmend von kleinen Interessenverbänden (Cockpit, UFO, Lokführer) zur Erpressung ganzer Unternehmensbereiche und der Gesamtbevölkerung benutzt. Gott sei dank schränken immer mehr Arbeitsrichter dieses als unverhältnismäßig ein.
    Es hat schon seinen Grund, warum Streik in anderen Ländern verboten oder verteufelt ist. Es kann nicht angehen, dass einige wenige Leute große Teile des Staates immer und immer wieder stilllegen und die Volkswirtschaft maßgeblich schädigen. Niemandem ist heute sein Arbeitsplatz sicher; z.B. ein Handwerker hat bloß keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren, wenn aus wirtschaftlichen Gründen (Bauflaute) der Betrieb verkleinert werden muss. Insofern ist schon allein die Möglich- oder Unmöglichkeit zu streiken (Großunternehmen, Kleinbetriebe, Angestellte, Beamte) eine grobe Ungleichheit zwischen den einzelnen Berufsgruppen. Entweder alle oder keiner.
    Niemand zwingt jemanden bei Eurowings zu arbeiten, die stark expandierende LAN sucht z.B. nach deren Auskunft vor einiger Zeit händeringend nach Piloten und kann viele gewünschte Routen wegen diesem Mangel nicht anbieten. Aber nein, der gute Durchschnittsdeutsche braucht natürlich Arbeitsplatzsicherheit, jährliche Einkommenserhöhungen und möglichst noch Mitspracherecht bei Unternehmensentscheidungen, zeigt sich aber selber unflexibel, wenn es z.B. nur darum geht, seinen Geburtsort und sein Freundesumfeld zwecks Arbeit zu verlassen. Da streikt man lieber ein Unternehmen oder gleich einen ganzen Staat kaputt und/oder bezieht Sozialleistungen. Bezahlen müssen es andere und GDL, VC, UFO (u. Griechen) sollten sich mal fragen, wie und von wem ihre Forderungen nach Sicherheit eigentlich finanziert werden sollen. Ich persönlich habe keine Lust, noch mehr Geld für ein LH-Cityline Ticket zu bezahlen, weil es einem Unternehmen verwehrt bleibt, seine Kapazität dahingehend umzugestalten, mit einem Drittel weniger Maschinen und dafür zwei Drittel größeren und energetisch günstigeren Regionallinern die gleiche Anzahl Pax zu befördern. Die gleichen Leute in den Gewerkschaften krähen dann noch nach mehr Klimaschutz.
    Und wie schon mein Vorgänger gesagt hat: die Schädigung der Volkswirtschaft durch das Erstreiken und Erpressen seiner eigenen Arbeitsplatzsicherheit geht auf Kosten der Sicherheit anderer Arbeitsplätze. Insofern sind gerade die Forderungen und Handlungen der angeblich so sozial eingestellten Kleingewerkschaften an Egoismus nicht mehr zu überbieten.
    Freue mich schon wieder auf meinen nächsten EW-Flug nächste Woche und habe das Lotteriespiel der VC langsam satt.
     
  13. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    Soll dann die " Mutter " die ja offenbar überflüssigen Teile der " Flotte " nur deswegen weiter bezuschussen weil die Piloten Angst davor haben , sich dem Arbeitsmarkt widmen zu müssen ? Diese Angehörigen einer privilegierten Erpresserelite sollten meines Erachtens zwangsweise dem Tarifvertrag des Gebäudereinigungsgewerbe für 12 Monate angehören müssen damit die merken was sich im richtigen Leben alles abspielen kann . Dies gilt in noch wesentlich höherem Maße für die VC - Berufserpresser bei der LH .
     
  14. Sukkot

    Sukkot Diamond Member

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    Die hier versammelten Experten mit ihren tumben Stammtischparolen machen mir Angst. Und auch drüben sind sie alle schon. :shock:
     
  15. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    Wovor hast du Angst ?
     
  16. Martin85

    Martin85 Co-Pilot

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    Eine Sache fällt hier völlig unter den Tisch:

    Wie kommt es eigentlich zu den Streiks? Bevor die Piloten streiken, wurde doch teils JAHRE verhandelt. Und nur weil nach langen Verhandlungen noch immer
    kein tragfähiges Ergebnis erzielt werden konnte, kommt die Ultima Ratio - der Steik - zum Einsatz. ABER es gehören immer ZWEI Seiten dazu. Es liegt nicht nur an den Arbeitnehmern (hier den Piloten), sondern auch an der Geschäftsführung, wenn Verhandlungen scheitern. Hier allein dem vermeintlichen Pöbel die Schuld in die Schuhe zu schieben, halte ich für äußerst fragwürdig. Leider wird auch in den Medien immer alles auf die Arbeitnehmerseite abgewälzt.

    Auch interessant ist doch, dass es der LH vergleichsweise gut geht. Im größten Krisenjahr aller Zeiten noch einen operativen Gewinn zu erwirtschaften und das in einer so labilen Branche wie der Luftfahrt, ist eine beachtliche Leistung! Auf der einen Seite wird massiv zugekauft, auf der anderen gefeuert. wir reden hier auch nicht über Zahlen, sondern über Familenväter, die ihrer Existenzgrundlage beraubt werden und den ganzen negativen sozialen Folgen, die da mit eine Rolle spielen.
    Wenn das Unternehmen kurz vor dem Bankrott stünde, dann würde ich mich wundern, aber in der jetzigen Situation für den Erhalt der Arbeitslätze zu kämpfen, halte ich für ABSOLUT legitim.

    Der Vegleich mit den Gebäudereinigern hinkt: Ein Gebäudereiniger steht nämlich finanziell deutlich besser da als ein junger Pilot bei Eurowings. Wir reden hier nicht von der Passage, da sind das ganz andere Regionen. Aber bei den Regionalen wird äußerst schlecht bezahlt. Lest doch mal das Buch vom Hudson-Held Sullenberger.
    Nachdem ich das gelesen habe, bin ich mit dem Fliegen in den USA äußerst vorsichtig. Schonmal was von "pay to fly" gehört???? Immer mehr junge Piloten verdienen kein Geld, sie ZAHLEN dafür, das sie arbeiten Dürfen, um so an Flugstunden zu kommen, die sie für die lukrativeren Positionen brauchen!

    Hallo?? wollen sie da einsteigen? Ich nicht. Wollen sie solche Zustände hier in D. Ich nicht! Ich bin froh, wenn auf meiner LH - Rennstrecke TX-FRA-TXL ordentlich bezahlte Piloten arbeiten. Müssen keine 300.000 K im Jahr sein, keine Frage. Aber für einen um ein paar Kröten "günstigeres" Ticket, solche Zustände?
    Southwest macht es in den USA vor. Trotz sehr guter Löhne fürs fliegende Personal, sind sie äußerst profitabel!

    Klar kan ich verstehen, das jemand der vom Steik betroffen ist, erstmal sauer ist. Aber ohne sich mal genauer über die Hintergründe zu informieren einfach loszumaulen
    finde ich schon "etwas" daneben!

    Es geht doch hier um uns alle - es sei denn hier sind nur Vorstandmitglieder und Unternehmer vertreten? Jeder Arbeitnehmer kann froh sein, dass er hier in D überhaupt noch Rechte hat. Sonst enden wir ALLE als Neuzeitsklaven. Das kann doch niemand ernsthaft wollen. Klar klingt es toll, wenn man hier das Gelabere aus den Interviews sog. Wirtschaftsweisen oder "Analysten" unreflektiert wiedekäut - dass man damit aber am eigenen Ast sägt, scheinen viele nicht verstehen zu können oder wollen?

    Zum Schluss nennt mir doch mal Beispiele, wo die bösen Arbeitnehmerschmarotzer ein Unternehmen tatsächlich "kaputtgestreikt" haben! Mir ist merkwürdigerweise
    keins bekannt!
     
  17. yummi

    yummi Silver Member

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    Wenn ich so lese, wie einige den Unternehmer schon quasi als Gott ansehen, verstehe ich langsam, was mein Prof früher während des Studiums immer mit dem Ausdruck "verrohte Gesellschaft" meinte, wenn es um das Thema Arbeitsrecht/Arbeitnehmerrechte ging.

    Sind wir wirklich an so einem Punkt angekommen, wenn Leuten ihr Recht auf Arbeitskampf abgesprochen werden soll. Traurig, was in diesem Volk der "Ja-Sager" mittlerweile vorgeht. :cry:
     
  18. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    @martin85

    Main Vroind , bevor du hier die Tiefen deines Seelenlebens offenbarst solltest du dir klar machen , daß es bei dem hier in Rede stehenden Streik ( eurowings ) nicht um Knete sondern in erster Linie die Aufrechterhaltung von Arbeitsplätzen geht , die offenbar keiner mehr braucht . Daß über Streiks deiner Ansicht nach noch kein Unternehmen gescheitert ist liegt wohl eher daran , daß sie letztlich nichts genützt haben . Wieviel Arbeitsplätze sind denn bei der telekom flöten gegangen und mittlerweile kostet 1 Minute nach China noch 5 Cent oder so , früher waren das mal 3 Oiro . Jetzt brauchst du nur noch zu sagen , daß du zur Unterstützung der Arbeiterklasse lieber weiter 3 Oiro bezahlen möchtest . Mir ist schon klar , daß die Leute nicht einfach so rausgeschmissen werden dürfen aber dazu gibt es ja wohl jede Menge Abfederung . Wenn es ein Überangebot bei fliegendem Personal gibt ist das wohl ein Problem , das jeder Arbeitnehmer hat und in jeder Branche .

    Was die LH anbetrifft geht es hier um das Luxusproblem der Sicherstellung der Erringung von Kapitänswürden und in dem Zusammenhang die Aufrechterhaltung eines Privatzoos , der auf vollkommen unsinnigen Regelungen beruht ( 70-Sitzer ) et cetera. Die haben eine komplette Meise . Ich kenne einen LH Piloten , der sich just vor diesem Hintergrund nicht an dem Streik beteiligt hat obwohl er auch noch kein Captain ist .

    Hör mir bloß auf mit Wirtschaftsweisen , dann wird es mir endgültig schlecht .
     
  19. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    Zwecks Aufrechterhaltung der Vorumsfreundschaft : Ich bin ein Verfechter des Mindestlohns
     
  20. pilotwolf

    pilotwolf Co-Pilot

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    Auch hier findet man wieder Indizien dafür, daß Demokratieverständnis wie auch Rechtschreibevermögen eine Funktion des IQ sind. :mrgreen:
     

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