Fluglotsenstreik in D-Land am 4.Aug 11

Dieses Thema im Forum "Europa" wurde erstellt von berlinerjunge, 2. August 2011.

  1. berlinerjunge

    berlinerjunge Platinum Member

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    So ein Mist, wollte am Donnerstagmorgen durch die Gegend fliegen. Jetzt muss ich wohl Mittwoch los. Kostenloses Umbuchen bei LH derzeit Fehlanzeige. Die pokern und lassen im Zweifel die Paxe am Donnerstag morgen stehen, anstelle schon heute auf Mittwochabend umzubuchen. Begründung: "Es könnte ja sein, dass der Streik kurzfristig abgesagt wird"

    Quelle: http://de.nachrichten.yahoo.com/fluglot ... 34791.html

    Die Fluglotsen in Deutschland treten mitten in der Ferienzeit in den Streik. Für Donnerstag rufe die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) die Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung (DFS) für sechs Stunden zum Ausstand aus, sagte ein GdF-Sprecher in Frankfurt am Main. Zwischen sechs und zwölf Uhr sollen demnach die tariflich Beschäftigten an allen Standorten der DFS ihre Arbeit niederlegen. Von dem Ausstand direkt betroffen sein könnten Schätzungen zufolge bis zu 2500 Flüge.
    Zuletzt hatte die DFS noch am Wochenende ein neues Angebot unterbreitet. Die Arbeitgeber boten 3,2 Prozent mehr Gehalt ab August und weitere Steigerungen auf insgesamt 5,2 Prozent binnen 29 Monaten, wie ein DFS-Sprecher sagte. Dieses Angebot lehnte die GdF am Dienstag als "nicht akzeptabel" ab. Das Angebot sei "nicht ausreichend, nicht ausgewogen und fällt teilweise sogar hinter den Verhandlungsstand von Juni zurück", sagte der GdF-Bundesvorstand Michael Schäfer. Die Gewerkschaft verlangt ein Gehaltsplus von 6,5 Prozent sowie bessere Arbeitsbedingungen für die 5500 tariflich Angestellten der DFS.
     
  2. berlinerjunge

    berlinerjunge Platinum Member

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    Übrigens the same procedure as every year: viewtopic.php?f=28&t=27133

    Wird Zeit, dass wir endlich eine europäische Flugsicherung bekommen. Dann streiken die nur einmal, aber richtig :lol:
     
  3. Sire83

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  4. berlinerjunge

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    So ein Schei...

    nachdem das Gericht um 18:35 den Streik verboten hat, habe ich artig meinen Ersatzflug heute Abend (Abflug 19:50 Uhr) storniert. Jetzt gehen die Lotsen in Berufung. Bedeutet 3:30 Uhr aufstehen und Zug fahren :twisted:

    Die Fluglotsen dürfen im Tarifkonflikt mit der DFS vorerst zwar nicht wie geplant streiken - sie wollen es aber weiterhin tun. Nach das Arbeitsgericht Frankfurt am Main den Arbeitskampf untersagt, legt die Gewerkschaft prompt Berufung ein. Noch Am Abend soll eine Entscheidung fallen. Allerdings kündigt die DFS bereits an, dass nun erste Flüge abgesagt werden. Quelle: ntv
     
  5. test54

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    Wir sind auch morgen unterwegs; Abflug um 11.00 Uhr. Wenn der Flug nur um eine Stunde verschoben wird soll es mir recht sein; falls es mehr wird (weil ja wahrscheinlich die ganzen Umläufe durcheinander geraten) wäre das ärgerlich. Und die Aufforderung zum Web-Check In (kommt normalerweise ca 23 Stunden vor Abflug per mail) ist noch nicht gekommen.....
     
  6. berlinerjunge

    berlinerjunge Platinum Member

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    Gewerkschaft sagt Fluglotsenstreik ab
    Die Gewerkschaft der Fluglotsen sagt den für Donnerstag geplanten Fluglotsenstreik ab. Laut Gewerkschaft GdF geschieht das mit Rücksicht auf die Passagiere, da die Entscheidung des Hessischen Landesarbeitsgerichts über den Streik erst für die Nacht zu erwarten ist.

    Quelle ntv

    Bin ab 7:30 Uhr in der Lounge...
     
  7. Sire83

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  8. Sire83

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  9. Guest

    Guest Guest

    Wie so häufig wird auch zu diesem Thema sehr viel Unsinn geschrieben, insbesondere auch in FielVliegerVoren.

    Die DFS nimmt hoheitliche Aufgaben wahr, sie ist eine Art Polizeibehörde, die den Luftverkehr regelt. So waren früher auch die Fluglotsen Angehörige des Öffentlichen Dienstes und wurden entsprechend (gering) bezahlt.

    Seit einiger Zeit ist die Flugsicherung in einer Kapitalgesellschaft organisiert, diese soll (darf) jedoch keinen Gewinn machen. Die Einnahmen werden durch die Flugsicherungsgebühren erzeugt und anscheinend ist die Flugsicherung ein hochprofitables Geschäft, denn sonst wären LH und FRAPORT 2006 nicht daran interessiert gewesen, bei der DFS einzusteigen. Was aber vom damaligen Bundespräsidenten verhindert wurde. Dafür hier nochmals meinen Dank.

    Durch Verbesserung der Technik und Konzentration der Arbeitsplätze wird das Geschäft immer "profitabler". Eigentlich könnten (und müßten) die Flugsicherungsgebühren herabgesetzt werden. Dies will aber weder die DFS, noch der deutsche Staat als Eigentümer der DFS.

    Es ist vielmehr geplant die Flugsicherung weiter zu "europäisieren", sprich kleine Flugsicherungen aus kleineren Staaten zu übernehmen. Am Ende soll dann eine große europäische Flugsicherung stehen, die für mehrere Milliarden € "privatisiert" werden kann oder die dem Staat hohe laufende Einnahmen bringt.

    Fluglotsen verdienen für die verantwortungsvolle Tätigkeit ein gutes Gehalt und haben einige Privilegien, von denen der Normalarbeitnehmer, selbst ein Arzt, Richter oder Ingenieur, nur träumen kann. Die Fluglotsen befürchten, zu Recht, dass "preiswertere" Lotsen aus anderen europäischen Staaten ihre Arbeit übernehmen könnten, sei es durch Verlagerung, sei es durch Tätigkeit an "deutschen" Standorten. Die Geschäftsleitung der DFS wiederum sieht die Flugsicherung eher unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten und möchte den Profit weiter hochtreiben, eben wegen der immer noch angestrebten "Privatisierung".

    Der Fehler liegt bei der Politik, die sich aus hoheitlichen Aufgaben zurückziehen will (soll) und viele Bürger sehen in einer solchen Handlung ein Allheilmittel für alle Probleme unserer Zeit. Der Markt wird es schon richten., sagen sie dann. Bei den Privatisierungen der letzten Jahre haben tatsächlich einige, wenige (Banken, der Staat, Städte) profitiert. Meist war der Erfolg jedoch nur kurzfristig und am Ende haben die kleinen Aktionäre, die Bürger in den Städten oder die Mieter in ehemals städtischen Wohnungen die Zeche gezahlt.
     
  10. miles-and-points

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    16.09.2011 Tarifstreit: Fluglotsen lehnen Schlichterspruch ab
    spiegel.de
     

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