In der Krise boomen die Upgrades

Dieses Thema im Forum "Lufthansa" wurde erstellt von test54, 30. April 2009.

  1. test54

    test54 Platinum Member

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    Geschäftsreisende greifen vermehrt zu Bonusmeilen, um in der Business Class zu fliegen, berichtet Lufthansa-Finanzchef Stephan Gemkow. Kehrseite der Medaille: Reisebüros und Firmenkunden erhalten weniger Goodies.

    Vor allem Großunternehmen haben massive Einschnitte bei den Reisekosten verordnet, berichtet Gemkow. Die Reisenden fliegen gar nicht oder nur in der Economy Class. Im Mittelstand sei diese Entwicklung nicht so ausgeprägt. "Wir fördern es sogar, wenn Geschäftsreisende jetzt ihre Bonusmeilen für Upgrades in die Business Class verwenden", sagte er während einer Pressekonferenz über die Ergebnisse des ersten Quartals 2009.

    Schließlich füllen sie so sonst leer bleibende Sitze in der Premium-Klasse und bauen ihren Meilenbestand ab. Lufthansa muss Rückstellungen auf Anrechte aus dem Vielflieger-Programm Miles & More bilanzieren, was das Eigenkapital um immerhin 1,5 Prozentpunkte verringert.

    Im Interkont-Verkehr hatte Lufthansa in den ersten drei Monaten einen Passagieranteil von 20,4 Prozent in den Premium-Klassen. Sie lieferten die Hälfte (50,3 Prozent) des Passage-Umsatzes auf den Fernstrecken. Im gleichen Vorjahresquartal hatte der Wert noch bei 54,9 Prozent gelegen. Die Yields bröckeln also ab. Lediglich im Nahost-Verkehr hat Lufthansa die Passage-Erlöse steigern können.

    Gemkow rechnet damit, dass Vertriebskosten im laufenden Jahr "überproportional zurückgehen werden". Die Reisebüros und Firmenkunden würden die vereinbarten Umsatzziele nicht erreichen und damit die Vergütungs- beziehungsweise Rabattstufen verfehlen. "Das trägt zur unserer Kostenentlastung bei."
     
  2. skywalkerLAX

    skywalkerLAX Diamond Member

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    Ich gehe nicht davon aus dass LH den Kunden die Rabatte streichen wird wenn die Umsatzziele nicht erreicht wurden. In dem Fall waere das ja direkt eine Einladung sich zukuenftig in fremden Haushalten wie AF oder BA umzusehen.

    Die Accounts werden sicherlich unter die Lupe genommen aber wo guter Wille und Potential zu erkennen ist dort werden die Rabattstufen beibehalten auch wenn die Target Points nicht erreicht wurden.

    Daraus ein Rueckgang der Vertriebskosten abzuleiten ist Schoenrederei... Denn fuer gewisse Kunden existiert dann gar kein Vertrieb mehr von Seiten LH wenn gemerkt wird dass es billiger ist sich einfach je nach Bedarf ein Ticket vom guenstigsten Carrier zu kaufen anstatt sich direkt an LH per Rahmenvertrag zu orientieren.
     
  3. Timtim

    Timtim Gold Member

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    Niedrige Vertriebskosten heisst ganz einfach schlechte Verkaeufe. Das sind hauptsaechlich commissions die halt grade einfach nicht bezahlt werden muessen.

    Gruesse, Tim
     
  4. test54

    test54 Platinum Member

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    Niedrigere Vertriebskosten:
    Reisebüros bekommen von LH für fast alle Tickets eine sog. Kanalgebühr von bis zu 25.- Euro pro Segment. Weniger Tickets=weniger Kanalgebühr.
    Große Ticketaussteller bekommen zusätzlich noch am Jahresende ein Volumenincentive, z.B. ein Prozent auf den gesamten LH Umsatz wenn diser um mindestens 10% steigt oder so. Diese Zahlungen wird sich LH dieses Jahr sicherlich einsparen können !!
     

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