Karstadt-Pleite: Soll der Staat eingreifen ?

Dieses Thema im Forum "Alle Alles" wurde erstellt von kaninchen, 8. Juni 2009.

  1. kaninchen

    kaninchen Gold Member

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    Die Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor steht kurz bevor.Es stehen allein bei Karstadt über 56.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.Sollte der Staat
    nicht mit einem Kredit oder einer Bürgschaft die Insolvenz noch verhindern -unter strengen Auflagen und Bedingungen versteht sich und bei Vorlage eines Konzeptes für eine Weiterführung und Sanierung eventuell mit weniger Filialen. Was meint ihr? Wie sehen unsere Innenstädte ohne ein großes Warenhaus wie Karstadt in Zukunft aus? Sollte man eine deutsche Traditionsmarke wie Karstadt und Quelle einfach Pleite gehen lassen? Die Arbeitslosen würden den Staat sicherlich auch eine Stange Geld in naher Zukunft kosten.Andererseits haben anscheinend längere Misswirtschaft und Fehlentscheidungen des Managements nach langer Zeit erst zu dieser Krise geführt.Die schwache Wirtschaftslage und die Einbußen im Handel haben dann für den Rest gesorgt.Außeredm ist Arcandor in keiner Hinsicht für die Wirtschaft "Systemrelevant" und es gilt das Prinzip der freien Marktwirtschaft.Was meint ihr? Wird Karstadt (und somit auch u.a.der Konzern Thomas Cook und alle übrigen Tochtergesellschaften etc.) insolvent werden? Sollte Karstadt mit Staatsgeldern oder einer Bürgschaft der Bundesregierung am Leben gehalten werden z.B.bis ein neuer Investor oder Käufer sich findet? Was meint ihr?
     
  2. trichter

    trichter Platinum Member

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    Ich sehe keinen Grund warum der Staat hier eingreifen sollte. Aber sowas von überhaupt keinen Grund...
     
  3. Kalttaucher

    Kalttaucher Diamond Member

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    Nein. :!:
     
  4. farmer83

    farmer83 Silver Member

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    Definitiv nicht! Wenn der Staat hier hilft zögert er die Insolvenz höchstens weiter hinaus, aber gerettet wird Karstadt von niemand mehr.
     
  5. Tirreg

    Tirreg Diamond Member

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    Ein ganz klares NEIN !!!

    Mir tun die Mitarbeiter, die für die Managementfehler am wenigsten können, auch leid, aber eine Staatsbürgschaft, ein Kredit o.ä. ändert doch an der Tatsache nichts, dass scheinbar das Konzept "Kaufhaus" in der Form Karstadt am Markt nicht überlebensfähig ist.

    Zum Glück haben gestern die Parteien, die sich besonders stark gemacht haben für staatliche Eingriffe, sehr sehr schwach abgeschnitten. Ich hoffe, es ist auch einem Herrn Müntefering, der am liebsten die ganzen maroden Unternehmen, die Markt vorbei Produkte und Dienstleistungen anbieten, mit staatlichen Mitteln stützen würde und am Ende hier eine Volksrepublik machen würde, endlich klar geworden, dass die Bürger nicht ganz so dumm sind, dass die Politiker mit den immensen Schulden mal eben die ganze Zukunft für ein paar lausige Wählerstimmen aufs Spiel setzen können, nur damit sich noch ein paar verdiente Parteihampelmänner ein paar schöne Tage in Brüssel & Straßburg machen können...
     
  6. Guest

    Guest Guest

    Nicht noch ein SPD Gaukelspiel wie mit Holzmann damals.

    Das mit Opel ist schon zuviel
     
  7. Stuttgart301

    Stuttgart301 Gold Member

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    Sehe ich genauso. auch bei karstadt wäre ich für: Nein, nicht helfend eingreifen.
     
  8. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    NEIN !

    Man sollte Politiker innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten vor wichtigen Wahlen vorübergehend entmündigen , dies war aber schon immer meine Meinung .

    Wenn irgendjemand die Kaufhäuser in den Innenstädten dringend bräuchte , warum gehen sie dann pleite ? Der Fall hat sich doch schon vonn selber beantwortet , zumal die Anteilseigner dem Braten auch nicht zu trauen scheinen sonst würden sie ja zur Rettung Schlange stehen wenn da was zu retten wäre .

    Der Fall Opel KÖNNTE anders liegen , da ist aber wohl das Problem , daß kein Mensch außer GM weiß wie es wirklich um die steht . Als anerkannter Spezialist in zwischenbetrieblichen Verrechnungsmanipulationen würde ich diesem Braten niemals trauen bis das letzte Stück Papier 3 mal rumgedreht ist . Da hilft auch keine Insolvenz wenn z.B. auf einmal wieder Patentgebühren zu zahlen sind .
     
  9. joel10

    joel10 Bronze Member

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    NEIN!!!!
     
  10. aviator

    aviator Platinum Member

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    Korrekt :!: Kurz und buendig auf den Punkt gebracht.
    Man sollte generell nur denen helfen, die mit ihrem persönlichen Kapital haften und nicht den Managern die fuer nichts die Verantwortung uebernehmen.
     
  11. somkiat

    somkiat Diamond Member

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    Weitere Klassiker auf dem Sektor sinnloser Subventionen sind Steinkohle und Landwirtschaft . Daß unterdessen fast die gesamte Textilindustrie nach Asien verschwunden ist hat seltsamerweise niemanden interessiert .
     
  12. magomueller

    magomueller Silver Member

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    Wen soll ich denn noch alles mit meinen Steuern finanzieren?

    Niemals!
     
  13. V-Bird

    V-Bird Pilot

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    Kein Cent sollten die bekommen! Wir können nich jeden "retten". Aber leider stehen die Wahlen bevor ..... :evil:
     
  14. magomueller

    magomueller Silver Member

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    Und schon Insolvenz angemeldet, gleich nach der Mittagspause!

    Hoffentlich wird die Stimmung in den nächsten Tagen besser, sonst war das nicht die letzte Insolvenz in diesem Monat!
     
  15. trichter

    trichter Platinum Member

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    Die Auftragsbücher füllen sich wieder, genauso wie es lange gedauert hat, dass einige Leute (auch Politiker) überhaupt geglaubt haben was für eine Krise auf uns zurollt, genauso lange wird es jetzt wieder dauern bis alle es merken, dass es sich wieder (einigermaßen) normalisiert...
     
  16. Ralf1975

    Ralf1975 Platinum Member

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    NEIN!!!
     
  17. magomueller

    magomueller Silver Member

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    Die Auftragsbücher füllen sich wieder, genauso wie es lange gedauert hat, dass einige Leute (auch Politiker) überhaupt geglaubt haben was für eine Krise auf uns zurollt, genauso lange wird es jetzt wieder dauern bis alle es merken, dass es sich wieder (einigermaßen) normalisiert...[/quote]


    Also noch eine kleine Ewigkeit bis zum Aufschwung, hoffentlich verschlafen das nicht einige Manager....
     
  18. Guest

    Guest Guest

    Ne bei Landwirtschaft erheb ich Einspruch...
     
  19. Guest

    Guest Guest

    Hat sich schon mal Gedanken über Mietwucher gemacht? Das ist in Deutschland verboten.

    Es kann doch nicht sein, dass das Managment von Karstadt alle Immobilien für 4,(was auch immer) Milliarden Euro an einen Immobilienfond verkauft, der auch noch zum Teil einem Manager von Karstadt gehört, und anschließend die Immobilien zum Preis von über 400 Millionen Euro monatlich mieten muß. HALLO??? Wer hat das denn verbockt.
    Das wäre ja, als würde ich mein Haus für 400.000 Euro verkaufen, um es anschließend für 40.000 Euro Monatsmiete wieder zu mieten. Was ist das denn für eine Rechnung??? Außerdem ist genau das Mietwucher.

    Entweder hat Karstadt, oder das Managment, die Immobilien verschleudert, oder die Immobilien werden viel zu teuer wieder angemietet.

    In jedem Fall sollten die Manager und auch die Firmeneigentümerin (eine der reichsten Frauen Deutschlands) mit Ihrem Privatvermögen haften. Dass muß jeder Mittelständler auch.

    Also, keine Hilfe vom Staat. Es tut mir leid um die Arbeitsplätze. Aber demnächst schreit jeder, der was verbockt hat, nach der Hilfe vom Staat.
     
  20. Tirreg

    Tirreg Diamond Member

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    Frau Schickedanz ist wohl nun nicht mehr Milliadärin, sondern Millionärin. Siehe auch hier: http://www.ftd.de/unternehmen/handel_di ... tml?p=2#a1

    Die Manager wird man wohl nicht belangen können (die Problematik mit der Haftung gibt es ja nicht erst seit Arcandor). Es ist nur immer lustig zu sehen, wie irgendwelche Manager erst gefeiert werden und sich dann als vollständige Nieten entpuppen. Irgendwie korrelieren Arroganz/Großkotzigkeit und Inkompetenz wie man am Beispiel Middelhoff ganz gut sieht.
     

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