Neue Sommer-Flugdestination Bulgarien im Trend?

Dieses Thema im Forum "Alle Alles" wurde erstellt von Fliege7, 15. April 2016.

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  1. Fliege7

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    Wird Bulgarien jetzt einer der Sommerhits? Neben den Klassikern wie zB. Spanien scheint es mir, als ob Bulgarien vom geringeren Tourismus im Maghreb, der Türkei und in Griechenland profitiert. Mein Heimatflughafen Linz, bzw. Heimatflughafen meiner Eltern steuert diese Destination im Sommer verstärkt an und auch gute Freundinnen von mir möchten diesen Sommer nach Sofia weil es dort angeblich eine gute Mischung aus Kultur und Feiermöglichkeiten geben soll. Kommt das nur mir so vor, oder haben hier auch schon andere bemerkt, dass Bulgarien zur neuen Trenddestination wird?
     
  2. Moritz

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    Ganz unwichtig war Bulgarien als Urlaubsdestinatnion nie, besonders im Sommer und besonders bei denjenigen, die nicht allzu viel Geld für ihren Urlaub ausgeben wollten. Ich vermute tatsächlich, dass Bulgarien durch die Probleme in anderen Regionen profitiert. Das tuen übrigens auch Griechenland (was sich durch die Flüchtlingskrise vielleicht wieder leicht verändern wird) und selbstredend Destinationen wie die Kanarischen Inseln (die Preise steigen dort deutlich).
     
  3. YuropFlyer

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    Ich schliesse mich m0s1n0 an - Bulgarien war nie wirklich "tot" als Urlaubsdestination. Zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik waren viele Urlauber aus Deutschland (Ost) dort zu Besuch in den Sommerferien, und in den letzten 25 Jahren (nach dem Zusammenbruch des Ostblocks) sind dort durchaus auch Projekte realisiert worden. Es war halt nicht so "Hipp" wie Griechenland, nicht so nah wie Tschechien (seit heute darf man es wirklich so schreiben ;) ) oder so bekannt wie Spanien.

    Da sich die muslimischen Länder in den letzten 10, 15 Jahren langsam aber sicher immer weiter ins Abseits schoben, und selbst die Türkei ihren "Islam-light"-Anspruch immer mehr aufgibt, profitiert natürlich auch Bulgarien als relativ günstige Destination davon.

    Ich denke der grösste Gewinner aktuell ist ganz klar Spanien: Hat sein Flüchtlingsproblem durch dichte Grenzen gelöst, Wirtschaft erholt sich wieder, so langsam ist wieder allgemein Zuversicht zu spüren, gilt als sicher - während Italien es nicht schafft, so richtig auf die Beine zu kommen. Wer einmal in Rom zwischen Hunderten von afrikanischen "Verkäufern" war, weiss was ich meine.. dazu kommt in Italien eine teilweise "kreative" Polizei (definitiv weniger ein Problem in Spanien) und eine fürchterliche Verwaltung, welche jegliches Wirtschaftswachstum im Keim erstickt. Die Politik versucht aktuell einen Befreiungsschlag, mal sehen ob er gelingt.. Italien hustet - nicht nur im Tourismus - sehr stark. Und der Tourismus ist eben mit der Real-Wirtschaft sehr eng verbunden. Ein sicheres Land, in welchem die Einheimischen auch sicher leben können, zieht Touristen an. Ein Land in welchem Mord & Totschlag herrscht und Raubüberfälle an der Tagesordnung sind eher weniger..

    Hier geht der Bogen perfekt zu Bulgarien zurück: Die Sicherheit mag dort nicht perfekt sein, allgemein ist Osteuropa aber durchaus als sicher zu bezeichnen. Man ist Gastfreundlich (solange der Gast auch Devisen bringt ;) ) und die Preise sind auf tiefem Niveau. Die Infrastruktur dürfte mittlerweile auch einigermassen ordentlich sein, wenn auch nicht berauschend.

    Bleiben Sprachkenntnisse, hier haben andere Länder (eben die Türkei ;) ) gegenüber deutschen Touris sicher die Nase vorne - "all incl" Hotels in welchen das gesamte Personal Deutsch kann vs. "Minimal-Englisch" in Bulgarien.

    Insgesamt dürfte Bulgarien also eine interessante Destination darstellen, ob sie sich aber massiv weiter ausbauen können als Kurz-Ziel, bleibt abzuwarten. Man hat halt auch sehr das Problem, nur saisonal anbieten zu können, was die Kosten treibt und es schwierig macht, gutes Personal anstellen zu können auf langfristiger Basis.
     
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  4. Fliege7

    Fliege7 Co-Pilot

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    Ganz unwichtig war Bulgarien nie, das stimmt. Vielleicht ist das nicht ganz so rüberkommen, wie ich es meinte. Ich wundere mich nur, dass die Destination aktuell in meinem Umfeld in (fast) aller Munde ist. Ich glaube Bulgarien ist auch sehr günstig für Westeuropäer, oder? Und dass es im Euroraum ist, ist natürlich auch ein Vorteil. Das ist Rumänien aber auch zB. Dennoch fährt dort niemand hin, den ich kenne.
    Spanien ist tatsächlich einer der großen Gewinner, das habe ich auch letztens im TV gesehen. Ich persönlich habe aber nicht so sehr Lust darauf, an einem völlig überfüllten Strand zu liegen ;)
     
  5. YuropFlyer

    YuropFlyer Guide

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    Also im Euro-Raum ist Bulgarien nicht, die haben nach wie vor den Lew ;) Und Rumänien ist ebenfalls nicht im Euro-Raum, die haben dafür den Leu :D

    Ich mache (und habe mir auch nie was) aus den "klassischen" Reisezielen in Spanien gemacht, also Malle, Barcelona, Kanaren..

    Meine Lieblingsziele sind (und waren) Valencia, Madrid, und der Süden (Region um Granada)

    Mittlerweile natürlich auch touristischer geworden, und Madrid war nie nicht-touristisch, aber nicht so "schlimm" von Ballermann-Touristen überrannt.
     
  6. no_way_codeshares

    no_way_codeshares Diamond Member

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    Ich bin geschäftlich sowohl in Bulgarien, wie auch Rumänien.
    Insofern käme mir eine Intensivierung der Flugverbindungen nach Bourgas oder zur Not Varna gerade Recht.
    Beide Schwarzmeerorte bieten aber aus meiner Sicht vom Vorbeifahren nicht das, was Spanische oder Türkische Fremdenverkehrsorte laut Berichten bieten: Man hat separate Anlagen ausserhalb der Städte oder begrenzten Zugang per Shuttle zu billigen Kneipen in der Stadt. Insofern muss sich der Fremdenverkehr hier noch sehr fortentwickeln.
    An der skizzierten Verlagerung zweifle ich dabei nicht.
    Rumänien ist nach meiner Erfahrung schon deutlich teurer.
     
  7. aviator

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    Nach den Silvestervorfaellen hat keiner mehr Bock auf Marokko. Den selbernannten Koenig oder treffender bezeichnet als Diktator des Bosperus, kann man sich auch sparen. Diese beiden Laender duerften die Hauptverlierer der Saison 2016 werden.
    Gewinner sind dagegen Spanien, Griechenland und Zypern und genau die 3 letztgenannten haben meine Familie und ich in den letzten Wochen auch gebucht.
    Seit 18 Jahren waren wir absolute Tuerkeifans, besonders zum Golfen, aber das ist Vergangenheit. Sollte Erdogan verschwunden sein, besuchen wir das schoene Land gerne wieder.
     
  8. Fliege7

    Fliege7 Co-Pilot

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    Ups, na da habe ich etwas verwechselt. Peinlich. Man möge den Fehler entschuldigen und bitte ignorieren. @aviator: Da kann ich mch nur anschließen!
     
  9. no_way_codeshares

    no_way_codeshares Diamond Member

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    In 18 Jahren sollte man aber schon mitbekommen haben, dass es "Bosporus" heisst.
    Wobei ich davon ausgehe, dass die wenigsten Touristen ursprünglich wegen eines Besuches bei diesem unerfreulichen Herrn Erdogan in die Türkei gereist sind.
    Das ist nicht der Buckingham Palace und ihm fehlt auch die Grazie der Queen.
    Genauso wenig wie ich annehme, dass sehr viele Deutsche ursprünglich nach Marokko reisen wollten und alle diese nun einen Zusammenhang zwischen dem Kölner Bahnhofsvorplatz und der Medina herstellen werden.
    Insofern sehe ich mich auch noch nicht im Stande "Gewinner" und "Verlierer" der Sommerreisesaison 2016 vorherzusagen, aber bin natürlich froh und dankbar, dass Deine Trendsetterfamilie schon vormachen kann, wo es lang geht.
     
  10. YuropFlyer

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    Ich schlage mich mal auf die Seite von aviator, was die Vorhersage des Trends für 2016+ anbelangt.

    Ich denke für viele Europäer mag zwar die politische Lage nicht DAS Kriterium sein für die Wahl eines Reiseziels, aber eben sehr wohl EIN Kriterium.

    Leute, welche mit der Bush-"Regierung" unzufrieden waren, und deshalb Urlaub in Kuba machten.

    Reisende, welche keinen Urlaub in Israel machen (aufgrund deren "Policies" gegenüber Palästinensern - mal neutral formuliert, nicht das hier Glaubenskriege aufbrechen :D ) wollen.

    Reisende welche aus politischen Gründen gewisse Airlines meiden, resp. Airlines, welche ihre 5th Freedom Rechte verloren haben*, weil sie Angehörige einer Religion nicht transportieren wollten (Kuwait, zwischen US und UK)

    *offiziell freiwillig zurückgezogen ;)

    Aber zurück zum "Reiseziel wählen".

    Doch, ich denke sehr wohl, das ein Erdogan es geschafft hat in den letzten Jahren immer mehr Touristen davon abzuhalten, die Türkei zu besuchen.

    Mich persönlich nicht unbedingt - die Leute in Istanbul, welche ich kennenlernen durfte, waren nette, freundliche Türken mit unterschiedlichsten Ansichten (genauso wie es in Deutschland Liberale, Konservative etc.) gibt - keiner davon jemand, den ich nicht neben mir in einem Restaurant haben will. Jeder Mensch hat das Recht, verschieden zu sein.

    Auch in Antalya etc., also Gebieten in welchen der Tourismus lange boomte, sind die Einheimischen - auch ausserhalb des Tourismus - definitiv weniger "rückständig" als sich viele Menschen "den Türken" vorstellen. Küste allgemein, eigentlich..

    Das Problem ist, die Türkei ist ein sehr grosses Land. Und genauso wie in China der Bauer vom Land keine Ahnung vom "modernen Leben" hat, ist es doch in der Türkei auch. Die Unterschiede zwischen modernem Lebensstil - Islam "Light" - und einem extrem konservativen Weltbild der "innertürkischen" Gebiete ist brutal.

    Das Problem: Erdogan holt sich seine Stimmen verrückterweise genau von diesen "innertürkischen" Wählern, obwohl die Türkei eigentlich sich am Öffnen war. Aber jetzt ist genau das eingetroffen, was in Marokko, Ägypten etc. auch passiert ist. Vor 30 Jahren war es in Marokko offenbar als Frau kein Problem, alleine unterwegs zu sein, ohne Schleier oder Kopftuch. Dito Ägypten. Hier sind innerhalb 1 Generation gewaltige "Rückschritte" verzeichnet worden, was die Liberalisierung anbelangt.

    In der Türkei wehren sich viele gegen diese Rückschritte, was zu starken Spannungen führt.

    Der Tourismus nach Ägypten - früher eher ein hochpreisiges Zielland - läuft mittlerweile nur noch mit Billig-Billig. Marokko hat auch immer mehr Mühe, genauso die anderen muslimischen Länder, mit Ausnahme der UAE welche (welche einen Kurs fahren, der wohl "lasst die anderen mal machen, wir sind neutral) über schlaue Köpfe an der Macht verfügen. Qatar hat imho einige gröbere Fehler gemacht, und ist dazu noch 3 Stufen zu konservativ, um breitere Massen anzuziehen.

    Ich würde deshalb vorhersagen, solange Religion in den muslimischen Ländern weiter an Einfluss gewinnt, werden diese touristisch immer mehr Mühe haben, westliche Touristen anzuziehen. Und je mehr Europa Probleme mit muslimischen Immigranten (aka "Flüchtlingen") hat, desto stärker wird die Abneigung gegen Urlaub im muslimischen Raum steigen.

    Gewinner deshalb: Spanien, Griechenland, Italien - aber eben auch Bulgarien.

    Mal sehen was in den USA passiert.. gewinnt Sanders (gut.. erstmal die Wallstreet-Clinton besiegen..) könnte das einen Tourismus-Boom auslösen. Bei Cruz wäre eher das Gegenteil der Fall.. und die USA sind ebenfalls ein sehr wichtiger Markt für den europäischen Tourismus.. (und vice versa)

    Kurz: Das Leid des einen ist die Freude das anderen.

    Mittel- Langfristig wird wegen einem Terrorangriff nicht weniger gereist. Dazu bräuchte es ganz andere Dinge - Reiseverkehr nimmt eher ab, wenn die Leute kein Geld dafür in der Tasche haben. Generation Praktikum lässt grüssen.
     
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  11. Bali08

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    Die Touristen meiden die Türkei doch nicht wegen Erdogan.
    Die haben schlicht und ergreifend Angst, in einen Bombenanschlag zu geraten, ist ja verständlich. Ägypten dito.
    Wenn es um Regime gehen würde, dann wären in Thailand schon längst keine Touristen mehr.
     
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  12. Fliege7

    Fliege7 Co-Pilot

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    Ich glaube schon, dass die ganze Böhmermann Affaire dazu beigetragen hat, die Türkei aus Sicht der Deutschen insgesamt in ein schlechteres Licht zu rücken. Vereinfacht gesagt (aber wirklich sehr vereinfacht): Wer an die Türkei denkt, denkt an Erdogan, denkt daran, dass man aufpassen muss, was man sagt. Man könnte ja angeklagt werden. Die Laune wird schlechter. Der Tourist bekommt weniger Lust einen Urlaub in die Türkei zu buchen. Dann doch lieber Bulgarien ;) Oder Griechenland...
     
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  13. no_way_codeshares

    no_way_codeshares Diamond Member

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    Man könnte trefflich darüber streiten, ob ein persönlicher Türkeiurlaubsboykott eher Erdogan trifft oder nur die vom Tourismus abhängige Bevölkerung oder nur einen selbst.
    Aber ich sehe die Notwendigkeit für eine solche Diskussion gar nicht, da ich den meisten Pauschaltouristen eine solche Reflektion zwischen Urlaubsdestination und Möchtegerndespoten nicht zutraue.
    Da wird nicht nur die Bedeutung Erdogans überschätzt (am meisten sicher von sich selbst), sondern auch die dieses Fernsehclowns eines Spartensenders (das sogenannte "Schmähgedicht" war weder Kunst, noch Kultur, sondern eine peinliche Aneinanderreihung von bezuglosen Geschmacklosigkeiten und das Eindreschen auf ein so unpopuläres "Opfer" nach der brillanten "Extra-Drei" Aktion billig. Unbestritten ist, dass daraus eher unfreiwillig eine sehr lebhafte Diskussion um "Freiheit der Kunst" und Demokratie entstanden ist, dass Frau Merkel sich mit einer inhaltlichen Beurteilung nach aussen (nicht mit der korrekten Freigabe zur Beurteilung durch ein Gericht - gegenüber Erdogan hätte ich ebenso wie sie geäussert: 'fand ich nicht schön, aber wir stehen zur Pressefreiheit') keinen Gefallen getan hat).

    Um denen, die die Türkei aber hier als Tourismus-Verlierer sehen, fair Recht zu geben: Es ist nicht Erdogan selbst, der dem Tourismus schadet, sondern der von ihm aufgekündigte Frieden mit den Kurden: http://www.businesstraveller.com/news/delta-suspends-forthcoming-jfk-istanbul-service
     
  14. YuropFlyer

    YuropFlyer Guide

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    Das das Schmähgedicht weder Kunst noch Kultur war, ist glaube ich jedem - insbesondere Herrn B. klar. Es war Provokation, es zeigte auf, was eben NICHT mehr erlaubt ist. Der Extra3-Beitrag war erlaubt - Erdogan ist dort schon durchgedreht. Es war eine bewusste Provokation. Ja, da Deutschland seine Gesetze eben immer noch auf dem Stand des 2. Reichs hat, war das offenbar illegal, nachdem Frau Merkel die Klage zuliess.

    Aber mal davon abgesehen, das das Gedicht ein völliger Schwachsinn war: Mit genau solchen Aktionen verdirbt es sich Herr Erdo-Wahn ganz, ganz gehörig. Ja, bis vor kurzer Zeit liess sich kein deutscher (Pauschal-)Touri von einer Kleinasien-Reise abhalten.

    Auch wenn die Türkei Nordzypern besetzt hält, in Syrien militärisch eingreift, den Genozid an den Armeniern leugnet.. das störte den deutschen Reisenden offenbar nicht gewaltig.

    Mit dem Schmähgedicht ist jetzt aber eine neue Stufe eingetreten. Und die türkische Tourimusindustrie ist schon schwer angeschlagen. Russen? Kommen nicht mehr, äusserst verständlicherweise. Israelis/Juden? Die guten Beziehungen zur Türkei wurden durch den Sultan nachhaltig ruiniert. Reiche Araber? Wollen lieber nach Europa als in ein muslimisches Land (sagt wohl schon genug..)

    Der Islam braucht dringend eine Reform. Immer noch ist die grosse Mehrheit der Muslime absolut gemässigt in ihrem Glauben, auch wenn die prozentualle Anzahl an Extremisten rasch ansteigt. Die moderaten Muslime MÜSSEN aufstehen und sagen "STOP, es reicht". Sonst werden sie in den Hasstiraden der Extremisten untergehen. Auch die Nazis hatten nie eine Mehrheit.. sie haben ihre Gegner einfach kaltgestellt.. genau das gleiche droht den gemässigten Muslimen.. die lauten Extremisten schreien sie nieder, knüppeln sie nieder.

    Als sie die Kommunisten holten, schwieg ich, ich bin ja kein Kommunist.
    Als sie die Sozialdemokraten holten, schwieg ich, ich bin ja kein Sozi.
    Als sie die Juden holten, schwieg ich, ich bin ja kein Jude.

    Genau diese Taktik scheint der Sultan auch zu fahren. Schritt um Schritt..

    Die Nazis "mussten" den Weltkrieg beginnen, wären sonst pleite geworden.. mal sehen auf wieviel Sand Erdogans Wunschträume gebaut sind.. wenn die Wirtschaft Erdogan nicht mehr stützt, könnte er entweder gehen (müssen) - oder aber einen richtig üblen Flächenbrand verursachen..

    Ausbleibender Tourismus wird ihm dabei sicherlich nicht helfen.
     
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  15. Fliege7

    Fliege7 Co-Pilot

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    Da habt ihr sicher Recht. Erdogan hin, Erdogan her, ich fliege neben (vielleicht) Bulgarien auch noch ein paar Tage nach Ibiza, weil ich ein super Angebot beim Flughafen Linz gefunden habe, als ich Bulgarien Flüge am Sichten war. Zumindest für mich ein Happy-End!
     
  16. Zyntobo

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    Von den Ereignissen in vielen Ländern profitieren jetzt die anderen Destinationen.
    Spanien ist ja schon fast voll, ich habe zwar auch noch einen Flug bekommen, der war aber deutlich teurer als letztes Jahr.
    Da wird Bulgarien sicher davon profitieren, irgendwo wollen die Leute ja hin, wenn Nordafrika und die Türkei "ausfallen" sucht man sich eben Alternativen, kann ich voll verstehen.
     
  17. aviator

    aviator Platinum Member

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    Der uebliche Tourist ist heute aufgeklaerter als noch vor Jahren und weiss deshalb zu differenzieren. Wer moechte denn unter diesen Umstaenden schon in ein Land des Diktators und Despoten Erdogan reisen ? Seine Soehne machen Geschaefte mit der IS, erhalten Oel zum Vorzugspreis und liefern dafuer Waffen. Kein offenes Geheimnis ! Denn darum sitzen die tuerkischen Redakteure die darueber berichteten im Gefaengnis als sie den Deal publik machten und .... durch persönliche Anzeige des Despoten Erdogan.
     
  18. no_way_codeshares

    no_way_codeshares Diamond Member

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    Satz 1 liess Hoffen, Satz 2 beweist das Gegenteil.
    Und Vorsicht: Der Mann versucht die Demokratie auszuhöhlen, aber bislang ist er ein Möchtegerndiktator oder Möchtegerndespot, mehr nicht. Die Arbeitsbehinderungen für Journalisten sind nach meinem Wissen der erste Fall, wo der Staat Türkei unter Erdogan wirklich undemokratisch agiert, statt nur Sprüche zu klopfen.
    Und solange die Yellow Press und unsere Rechte selbst nur von "Gerüchten" über IS-Deals um Öl und Waffen von Erdogan's Söhnen sprechen, setzt Du Dich mit solchen unbewiesenen Behauptungen aus meiner Sicht ebenso ins Unrecht.
     
  19. kringer

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    @Fliege7: Bist jetzt geflogen nach Bulgarien? Hab gelesen, dass du auch vom Flughafen Linz weggeflogen bist!? Würd mich vielleicht interessieren, wie der so ist, da ich noch nie dort war und ich auch im November nach Teneriffa fliege von Linz. Hab gehört der soll eigentlich super sein, billig parken (weißt du was billig heißt für eine Woche?? :) ) und sehr überschaubar und alles problemlos? Kannst du das auch so bestätigen? Wir reisen mit kleinen Kinder, da sollt hald alles passen schon von Beginn an. :)) Dankeschön.
     
  20. Fliege7

    Fliege7 Co-Pilot

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    Hi! Sorry für die späte Antwort, aber wir haben ja schonmal in der anderen Diskussion geredet, wenn ich mich richtig erinnere. Der Linzer Flughafen ist eher klein und kompakt. Lange Wartezeiten gibt es daher keine, alles bleibt überschaubar, wie du sagst. Und wenn man sich trotzdem nicht zurechtfindet kann man natürlich immer freundlich nachfragen. Bei dem Flughafen ist das Parken sicher günstiger als bei den riesigen Flughäfen in den Hauptstädten und noch wichtiger: man findet sein Auto nach der Reise schneller wieder :D Trotzdem reisen wir meist mit den Öffis oder dem Taxi an, es ist und bleibt für mich die bessere Option. Allerdings kommt es schonmal vor, dass ich wen am Flughafen abhole und da eine Stunde (oder bei Verspätung länger) parke. Stunde kostet so 2 Euro, Langzeitparken wird dann wahrscheinlich günstiger. Das gibt es bestimmt zum Nachlesen auf der Airport Seite
     

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