Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werde

Dieses Thema im Forum "Alle Alles" wurde erstellt von miontheway, 1. Dezember 2012.

  1. miontheway

    miontheway Silver Member

    Beiträge:
    293
    Likes:
    11
    Nun ist es amtlich, die FTD wird im Dezember, evtl. bereits heute zum letzten Mal erscheinen.

    Wer sich nun als Morgenlektüre die FAZ und SZ vornimmt, merkt schon nach kurzer Zeit, dass treue Anhänger konservativen Gedankenguts hier gut versorgt werden.

    Da darf man sich bereits auf Seite 2 der FAZ vom 1.12. von einem Verfasser namens M. Sattar vermitteln lassen, dass allen Beteuerungen der Grünen zum Trotz die politischen Zeichen auf eine schwarz-grüne Koalition hinweisen. Na klar, wie sollte auch sonst der Machterhalt des konservativen Lagers in Anbetracht einer siechen FDP zu gewährleisten sein ?
    Da stört auch nicht, dass ernsthafte politische Beobachter die Wahrscheinlichkeit einer schwarz-grünen Koalition gering einschätzen.
    Aber was soll‘s, der konservative Leser freut sich über die Zähigkeit der FAZ, diesen Gedanken nach dem Theorem der sich erfüllenden Weissagungen immer wieder mit offenen Avancen der CDU (gibt es tatsächlich) und geheimen bei den Grünen (wo gibt es die denn?)
    zu untermauern.

    Wenn man dann die FAZ leicht frustriert zur Seite legt und die SZ vom gleichen Tage aufblättert, findet sich, ebenfalls auf Seite 2, ein tolles Foto von Herrn Unions-Fraktionschef Volker Kauder.
    Mein Gott, wie viel anders und besser als im Bundestag sieht dieser Mann in dieser Zeitung aus.
    Und, welch ein Zufall, es geht auch hier um das gleiche, aus der Sicht eines konservativen Zeitgenossens wichtige Thema einer grün-schwarzen Koalition. Und natürlich kommt auch im Interview mit Herrn Kauder die gefühlt bereits 100fach gestellte Frage nach der Koalition mit den Grünen.
    Liebe SZ, durch ständiges Wiederholen und Warmhalten gewinnt dieses Thema nicht an Brisanz oder Attraktivität. Auch SZ-Leser kennen die für die CDU/CSU problematische Wählerkonstellation mit einer FDP unter 5 % und die sich hieraus egebenden politischen Optionen.
    Sie würden gerne mal was anderes lesen......z.B. aktuelle Nachrichten und Neuigkeiten statt fortwährender Aufgüsse des gleichen Themas…...auch, wenn dieses für den mutmaßlich konservativen Herausgeber einer der auflagestärksten deutschen Tageszeitungen
    bedeutsam sein mag.

    Was waren das noch für Zeiten, als man FAZ und SZ einfach beiseite legen konnte und sich der Lektüre der FTD widmen konnte.
     
  2. gospodar

    gospodar Platinum Member

    Beiträge:
    1.943
    Likes:
    337
    Re: Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werd

    Waere es nicht viel zielfuehrender, dieses Statement als Leserbrief(e) in SZ und FAZ zu platzieren? :roll:
     
  3. miontheway

    miontheway Silver Member

    Beiträge:
    293
    Likes:
    11
    Re: Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werd

    1. FAZ und SZ werden wissen, dass sie (nicht ohne Absicht) einen Journalismus mit erkennbarer Tendenz pflegen.
    2. Der Brief würde vermutlich im Papierkorb eines Redaktionshelfers landen und somit einen Leser erreichen.
    3. Der FTD kann man aus bekannten Gründen keine Briefe mehr schreiben.
     
  4. irma

    irma Platinum Member

    Beiträge:
    1.504
    Likes:
    13
    Re: Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werd

    Ich glaube nicht, dass Adressaten der von Dir genannten Blätter hier Beiträge mitlesen.
    Also: vermutlich effektfreie Stilübung :wink:
     
  5. halk

    halk Platinum Member

    Beiträge:
    1.424
    Likes:
    0
  6. upNaway

    upNaway Silver Member

    Beiträge:
    270
    Likes:
    4
  7. Otze

    Otze Einsteiger

    Beiträge:
    4
    Likes:
    0
    Re: Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werd

    Schade! Hab das ersdt heute mit bekommen... R.I.P. FTD...
     
  8. gospodar

    gospodar Platinum Member

    Beiträge:
    1.943
    Likes:
    337
    Re: Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werd

    Hi, "Otze",
    ich moechte ja nicht zum ersten Beitrag "meckern", deshalb "willkommen im Forum"!

    Aber:
    gestattet sei´mir die Frage, warum Jemand sich heute anmeldet, um im ersten Beitrag kundzutun, dass er (offensichtlich kein Leser der FTD) seine Beileidsbekundung zur Einstellung der FTD in einem Vielfliegerfroum ausdrueckt. Ich bin verwirrt. Sorry! :oops:
     
  9. xcirrusx

    xcirrusx Gold Member

    Beiträge:
    875
    Likes:
    13
    Re: Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werd

    Die FTD war ja sowas wie die entfernte Tante, die zu Familienfesten und Weihnachten angekarrt wurde und mit der man im Rest des Jahres nicht zu tun hatte und auch nicht aus eigenen Stücken wollte, aber sie hat ordnungsgemäß immer den Beutel Süßigkeiten oder den Zwanziger (die Sache mit dem Geld, nicht der vom DFB) beim Besuch rübergerückt und wurde daher im ersten Moment vermisst als sie ins Gras gebissen hatte...
    (für alle aus der Walldorfschule: Tante = FTD ; Süßigkeiten = Prämienmeilen)
     
  10. somkiat

    somkiat Diamond Member

    Beiträge:
    3.995
    Likes:
    0
    Re: Warum ich die Financial Times Deutschland vermissen werd


    Und für alle anderen : schreibt sich Waldorf


    Ich war bisher treuer Leser der FTD weil mein Nachbar die bekommt und man die immer mal kurz durchblättern konnte bevor er sie reingeholt hat . Jetzt bezieht er das Handelsblatt in einem merkwürdigen Kleinformat und nach einer Phase der Eingewöhnung möchte ich feststellen : auch nicht schlecht .
     

Diese Seite empfehlen