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Was Treueprogramme von Hotels und Fluggesellschaften seit Jahren praktizieren, kommt nun auch beim BahnBonus Programm der Deutschen Bahn: Ab dem 1. August 2026 werden BahnBonus Freifahrten dynamisch bepreist.
Das bedeutet: Je teurer ein bezahltes Ticket für eine bestimmte Verbindung ist, desto mehr Punkte werden für die entsprechende Freifahrt fällig. Ein fester Punktepreis pro Strecke gehört damit der Vergangenheit an.
Das ändert sich bei BahnBonus Freifahrten
Bisher galten für Freifahrten feste Punktepreise – 1.000 Punkte pro Richtung in der zweiten Klasse bzw. 1.500 Punkte in der 1. Klasse durch Deutschland, unabhängig vom Reisezeitpunkt oder der Nachfrage.
Für neu gebuchte BahnBonus Freifahrten ab dem 1. August gilt ein dynamisches Preismodell.
Die neuen Punktepreise für reguläre Freifahrten bewegen sich in folgenden Spannen – mit einem kommunizierten Einstiegspreis, aber ohne kommunizierte Obergrenze.
BahnBonus Freifahrten in der 2. Klasse startet neu ab 750 Punkten (bisher fest 1.000) pro Strecke, die Freifahrt in der 1. Klasse ab 1.250 Punkten (bisher 1.500).
Für internationale Freifahrten gilt: 2. Klasse ab 1.750 Punkten (bisher 2.000), 1. Klasse ab 2.750 Punkten (bisher 3.000).
Was klingt wie eine Verbesserung klingt, ist in der Praxis häufig das Gegenteil: Die günstigen Preise für Freifahrten werden mitunter nur bei sehr früher Buchung und in Randzeiten gelten – also genau dort, wo reguläre Tickets ohnehin zu eher günstigen Preisen regulär buchbar sind.

Auch BahnBonus Prämien für Flextickets werden teurer. Die Freifahrt Flex 2. Klasse (einfach) steigt von 2.000 auf 2.500 Punkte, die Hin- und Rückfahrt von 3.000 auf 4.000 Punkte.
In der 1. Klasse steigt die einfache Flex-Freifahrt von 3.000 auf 3.500 Punkte, die Hin- und Rückfahrt von 5.000 auf 6.000 Punkte. Somit ergeben sich Preisänderungen von teils 30 Prozent.
Unsere Einschätzung
Was Loyalty-Programme wie Miles & More, Marriott Bonvoy, Hilton oder Flying Blue seit Jahren praktizieren, hält nun also auch bei BahnBonus Einzug.
Das Grundproblem ist stets dasselbe: Dynamische Punktepreise machen es für Mitglieder schwieriger, den Wert ihrer Punkte vorauszuplanen und führen in der Praxis in den meisten Fällen zu einer Entwertung der Punkte.
Zwar bleibt abzuwarten inwiefern die nicht flexiblen BahnBonus Freifahrten tatsächlich teurer als die neuen, günstigeren Einstiegswerte, die Erfahrung zeigt jedoch, dass die positiven Effekte sich eher in Grenzen halten.
Wer BahnBonus-Punkte besitzt und konkrete Reisepläne hat, sollte die verbleibende Zeit bis zum 31. Juli 2026 nutzen und noch zu den alten, festen Konditionen einlösen.
Titelbild: (c) Nico Ruge via Unsplash





