Luxus zwischen Weinbergen und Weitblick: So ist ein Aufenthalt im WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat

Wald.Weit Rheingau Hotel

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Wer das WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat besucht, merkt bereits bei der Anreise, dass hier alles durchdacht ist. Am Bahnhof Eltville werden wir abgeholt, nach rund 15 Minuten Fahrt thront das Hotel über Kiedrich und empfängt uns mit einem Glas Sekt in der Lobby.

Von dort öffnet sich der erste Blick über die weitläufige Landschaft des Rheingaus: sattgrüner Wald, Weinberge, und irgendwo in der Ferne der Rhein. Ein Versprechen, das das Hotel über den gesamten Aufenthalt hält.

Das WALD.WEIT liegt auf einem Hochplateau inmitten von 18 Hektar hoteleigenem Wald, oberhalb der als „Schatzkiste der Gotik“ bekannten Weinbaugemeinde Kiedrich.

Wald.Weit Rheingau Hotel

Die Alleinlage ist das zentrale Versprechen und es wird eingelöst. Frankfurt ist nur 40 Minuten Autofahrt entfernt, Wiesbaden und Mainz rund 20, und doch fühlt es sich hier oben komplett anders an.

Ein natürlicher Vorteil zeigt sich vor allem im Sommer: Auf dem bewaldeten Hochplateau ist es oft mehrere Grad kühler als in den umliegenden Städten – ein angenehmer Kontrast zu heißen Tagen im Rhein-Main-Gebiet.

Die WALD.WEIT Suite

Das Hotel bietet insgesamt 80 Zimmer und Suiten zwischen 25 und 45 Quadratmetern, alle mit Balkon oder Terrasse und bodentiefen Fenstern ausgestattet.

Das Designprinzip zieht sich konsequent durch alle Kategorien: viel Naturholz, warme Erdtöne und eigens für das Hotel entworfene Möbel schaffen eine Atmosphäre, die gleichzeitig exklusiv und entspannt wirkt. Der Blick geht je nach Zimmer entweder über den Wald oder das Rheintal – beides überzeugt.

Wir übernachten in der WALD.WEIT Suite, der Eck-Suite der höchsten Kategorie. Auf 45 Quadratmetern bietet sie einen 180-Grad-Panoramablick auf das Rheintal mit Mainz im Hintergrund und den sattgrünen Wald.

Der umlaufende Balkon verstärkt das Gefühl von Weite. Im Inneren dominieren Holz, Erdtöne und Beige – alles sehr stimmig, kein Detail fällt aus dem Konzept.

Wald.Weit Rheingau Hotel

Das King-Size-Bett ist direkt auf den Panoramablick ausgerichtet, eine Sofa-Ecke mit wohnlichem Charakter lädt zum Verweilen ein, und am großen Tisch lässt sich ebenso gut arbeiten wie der Room Service genießen.

Wald.Weit Rheingau Hotel

Die Steuerung der Zimmer im WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat erfolgt vollständig per Tablet: Lüftung, Beleuchtung, Menükarte, Restaurantreservierung: alles an einem Ort. Dabei fällt auf, dass das Hotel über keine klassische Klimaanlage verfügt, sondern ausschließlich über eine Lüftungsanlage.

An besonders warmen Tagen kann das gelegentlich spürbar werden. Die exponierte Lage hoch über dem Tal sorgt jedoch dafür, dass die Temperaturen abends in der Regel angenehm schnell sinken – natürliche Kühlung, die in den meisten Fällen ausreicht.

Wald.Weit Rheingau Hotel

Das Badezimmer ist großzügig: zwei Waschbecken, ein großer Schminktisch mit viel Ablagefläche und eine komfortabel dimensionierte Regendusche.

Kulinarik im WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat

Das Frühstück im Restaurant WALD.FEIN setzt den richtigen Ton für den Tag und zeigt, dass Kulinarik das Herzstück des WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat ist.

Am Wochenende bis 11 Uhr serviert, überzeugt es mit frischen Brötchen, sehr guten Backwaren und einer abwechslungsreichen Auswahl an Aufstrichen, Hummus, Eiersalat, Wurst und Käse – alles frisch und weit entfernt vom 0815-Hotelfrühstück.

Eierspeisen werden am Platz bestellt: Unsere klare Empfehlung sind die Eggs Benedict. Ein kühles Glas Vaux Sekt für den prickelnden Start in den Morgen steht ebenfalls bereit. Im Frühling und Sommer ist das Frühstück auf der weitläufigen Terrasse mit Rheintalblick schlicht phänomenal.

Wald.Weit Rheingau Hotel
(c) Tim Karapetian
Wald.Weit Rheingau Hotel

Abends besuchen wir das WALD.FEIN für ein Drei-Gang-Menü mit Weinbegleitung. Der Service ist zuvorkommend und geht gezielt auf individuelle Präferenzen ein – sowohl beim Menü als auch beim Wein.

Wald.Weit Rheingau Hotel
(c) Tim Karapetian

Wer möchte, kann die Gänge auch flexibel aus dem Fünf-Gang-Menü zusammenstellen. Wir wählen zum ersten Gang aus dem Pfifferling-Menü, bleiben dann beim „Kleinen Wald“ – Rehrücken als Hauptgang, Schwarze Johannisbeere als Dessert.

Geschmacklich vorzüglich, bereits das hausgemachte Brot mit Butter als Auftakt überzeugt. Als Aperitif empfehlen wir den Sekt vom Weingut Prinz aus Kiedrich – und sich danach beim Wein überraschen zu lassen.

Die Karte setzt konsequent auf Regionales, mit kleinen internationalen Ausflügen, etwa nach Spanien. Digestif-Empfehlung: die Ziegler Marille.

Die Rooftop-Bar WALD.TROPFEN bietet erwartungsgemäß ebenfalls einen tollen Blick über das Rheintal, abends besonders stimmungsvoll, auch wenn die Feuerschale während unseres Besuchs leider nicht in Betrieb ist.

Wald.Weit Rheingau Hotel

Die Karte bietet eine gute Auswahl an Cocktails, Aperitifs, Weinen und Bieren. Wir probieren einen Limoncello Spritz und einen lokalen Riesling – beides stimmig zum Ort.

Der Sommergarten ist donnerstags bis sonntags von 11:30 bis 17 Uhr geöffnet und bei Hotelgästen und Wanderern gleichermaßen beliebt.

(c) Tim Karapetian

Auf der Karte stehen unkomplizierte regionale Gerichte wie Gyros vom Wildschwein oder Currywurst, dazu ein Aperol Spritz in der Sonne. Eine schöne, ungezwungene Ergänzung zum gehobenen Abendrestaurant.

Wellness & Aktivitäten

Das Hotel verfügt über ein gut ausgestattetes Fitnessstudio sowie drei Saunen auf dem Dach: Kräutersauna, Finnische Sauna und eine Infrarotsauna mit Weitblick über das Rheintal.

Zwei Behandlungsräume für Massagen und Kosmetikanwendungen runden das aktuelle Wellnessangebot ab – alles macht einen guten Eindruck und fügt sich stimmig ins Gesamtkonzept ein.

(c) Tim Karapetian

Wer aktiv sein möchte, findet rund ums WALD.WEIT ein vielfältiges Angebot direkt vor der Tür. Das Hotel liegt inmitten von 18 Hektar eigenem Wald und bietet Zugang zu einem weitläufigen Netz an Wanderwegen durch Weinbergslagen sowie Joggingpfaden für unterschiedliche Ansprüche.

Mountainbiker kommen auf eigens angelegten Flowtrails mit Wellen und überhöhten Kurven auf ihre Kosten, Mountainbikes und E-Bikes lassen sich direkt im Hotel ausleihen, sodass man spontan und ohne eigenes Equipment starten kann. Für die Stärkung nach der Tour steht am Einstieg der Trails eine Food-Station bereit.

Der berühmte Fernwanderweg Rheinsteig beginnt praktisch direkt vor der Tür und verbindet auf 320 Kilometern Bonn, Koblenz und Wiesbaden mit spektakulären Ausblicken über den Rhein.

(c) Tim Karapetian

Wer es etwas gemächlicher mag, spaziert in rund 30 Minuten zu Fuß hinunter nach Kiedrich, einer der charmantesten Weinbaugemeinden des Rheingaus mit zahlreichen Weingütern, die zu Verkostungen einladen.

In ähnlicher Gehzeit zu Fuß erreichbar ist auch das weltberühmte Kloster Eberbach, eines der beeindruckendsten mittelalterlichen Klöster Deutschlands und bekannter Drehort des Filmklassikers „Der Name der Rose“. Wer geführte Bewegung bevorzugt, nimmt an den Yoga- und Pilates-Einheiten im Wald oder im Hotel teil.

Ausblick auf 2027

Das Große kommt noch. 2027 soll eine rund 6.500 Quadratmeter große Spa- und Wellnesserweiterung eröffnen – mit Indoor- und Outdoor-Spa-Fläche, einem Infinitypool mit sanftem Übergang in einen Naturbadeteich, einem Panorama-Gym, einer facettenreichen Saunalandschaft und einem Wellnessbistro.

Das dürfte das WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat nochmal nachhaltiger im gehobenen Segment positionieren, gerade auch während der Wintermonaten, in denen das Outdoor-Angebot eher weniger gefragt ist.

Titelbild: (c) Tim Karapetian

Übersicht

Lage

Zimmer

Service

Kulinarik

Wellness

Gesamteindruck

Fazit

Das WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat gehört zu den stimmigsten deutschen Boutiquehotels, die wir in den vergangenen Jahren besucht haben. Architektur, Design, Kulinarik und Lage greifen nahtlos ineinander, das Konzept ist klar, die Ausführung überzeugend. Wer einen echten Rückzugsort sucht, der Natur, Genuss und Stil verbindet, ohne dabei weit von Frankfurt oder Wiesbaden entfernt zu sein, ist hier goldrichtig.

Wir kommen gerne wieder – spätestens nach der Eröffnung des Spa-Bereichs 2027, der das WALD.WEIT zu einer der interessantesten Wellnessdestinationen im Rhein-Main-Gebiet machen dürfte.

4.6