Rollstuhlfahrer bei LH "unerwünscht"?

Dieses Thema im Forum "Lufthansa" wurde erstellt von miles-and-points, 24. Februar 2007.

  1. miles-and-points

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  2. raustral

    raustral Platinum Member

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    Was hat sich die Crew denn dabei gedacht? Es ist doch klar, dass solch eine Geschichte viel Staub aufwirbelt und an das Image kratzt! Ist ja unmöglich!
     
  3. Guest

    Guest Guest

    Ist halt alles blöd gelaufen (zumindest was ich aus dem Artikel herauslese). Von der Crew spricht keiner serbisch, der betroffene Pax kein deutsch/englisch und der Captain wollte halt auch nicht, daß seine Flugbegleiterinnen einen auf Pflegepersonal machen. Das würde ich als Flubegleiter auch nicht wollen. Wenn jemand Hilfe braucht, dann sollte er sie mitnehmen und nicht wieder die "böse" Fluggesellschaft für alles verantwortlich machen.

    Oliver
     
  4. Kalttaucher

    Kalttaucher Diamond Member

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    Ich würde als Rollstuhlfahrer der alleine reist solche Sachen wie die Regeln der Beförderung im vorfeld klären.
     
  5. Guest

    Guest Guest

    Allerdings!
    Ob die Sache natürlich so wie beschrieben hätte ablaufen müssen, ist eine andere Frage, möglicherweise sind da mehrere unglückliche Faktoren zusammengekommen.
     
  6. Peruaner

    Peruaner Diamond Member

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    den piloten würd ich suspendieren
     
  7. schreiberhsch

    schreiberhsch Silver Member

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    @Peruaner
    Gut, das Du nicht in verantwortlicher Stelle bei LH taetig bist.

    Hier gilt es doch fuer den Piloten, in sehr kurzer Zeit weitreichende Entscheidungen zu treffen.
    Die erste Prioritaet ist immer die Sicherheit der Passagiere und des Personals.
    Ich finde es unverantwortlich, das ein Schwerstbehinderter, nur serbisch sprechender Mann ohne Begleitung auf solch einen langen Flug geschickt wird!
    Warum war kein Katheder bereit gestellt von den Sanitaetern?

    Was ist mit der Sicherheit dieses Passagiers, wenn es zu unerwarteten Problemen waehrend des Fluges kommt?

    Soll die Crew sich dann nur um diesen Passagier kuemmern muessen?

    Es tauchen hier viele Fragen auf, die zu bedenken sind - ein Rausschmiss des Piloten ist nicht unbedingt hilfreich.

    Gruss Toby
     
  8. Peruaner

    Peruaner Diamond Member

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    naja ok, aber ganz in ordnung finde ich die reaktion auch nciht des piloten
     
  9. Guest

    Guest Guest

     
  10. Kalttaucher

    Kalttaucher Diamond Member

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    Deshalb sollte man sich ,um aller friedenswillen bei so spezielen Umständen ,vorher Informieren.
    Einfach nur um so etwas zu vermeiden.
     
  11. Guest

    Guest Guest

    Stimme Dir absolut zu.
     
  12. FLYGVA

    FLYGVA Bronze Member

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    Ich habe im Bekanntenkreise zwei Personen, die im Rollstuhl sitzen bzw. in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind und daher bei Umsteigeverbindungen Wheelchairservice buchen. Dies ist bei der Buchung anzugeben, denn bei Schwerbehinderung mit Rollstuhl fliegt die Begleitperson zu einem deutlich reduzierten Preis. Mit anderen Worten, die Lufthansa, aber auch jede andere Fluggesellschaft (mit ausdrücklicher Ausnahme einiger Billigairlines, bei denen ein solcher Service nicht angeboten wird) weiß, wer da kommt und was zu beachten ist. Evt. Fragen können vorher geklärt werden, u.U. auch die einer nicht vorhandenen Begleitperson. Aus dem Text ausgehend ist das hier wohl nicht geschehen, so daß sich neben dem Reisenden auch derjenige, der den Flug gebucht hat mal einige Fragen stellen lassen müßte.

    Die Reaktion den Piloten ist darüber hinaus unter einem anderen Gesichtspunkt nachvollziehbar - er hat schließlich die Verantwortung. Wenn etwas passiert, wäre er auch dran. Von einer Suspendierung zu reden (Gruß nach Heidelberg) ist hier absolut überzogen. Wer die Verantwortung nicht übernehmen kann, weil andere Stellen Fehler gemacht haben oder Versäunisse zu verantworten haben, gehört nicht suspendiert.

    Allerdings halte ich den Artikel auch für etwas einseitig und nicht sauber recheriert aber dies ist in der heutigen Medienlandschaft ja wohl durchaus üblich :roll:

    Just my two cents
     
  13. thaiwol

    thaiwol Gold Member

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    Rollstuhlfahrer bei LH

    Da ich selber betroffen bin - gebehindert - meine Meinung hier zu:
    Bei Flügen beantrage ich immer vorher Rollstuhlservice.

    Bei Rückfragen kann man alle anfallende Fragen klären!

    Ich hatte noch nie Probleme mit irgend einer Airline. :lol:


    http://meine.flugstatistik.de/Farang
     
  14. Guest

    Guest Guest

    Ich bin schon mehrfach als Begleitperson mit einem Querschnittsgelähmten gefolgen und hatte noch nie Probleme bei irgendeiner Airline. Bei LH lief bisher immer alles am besten, hab als Eco-Pax mit Eco-Rolli-Pax Zugang zur Biz-Lounge bekommen. Alle (FAs, etc.) waren sehr hilfsbereit (obwohl gar nicht nötig). Meistens bekommt man auch eine Sitzreihe für den Behinderten und den Begleiter allein.
     
  15. cgnfred

    cgnfred Pilot

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    OK, es war eine Fehlentscheidung des PIC und der Cabin unter Zeitdruck etc., denn am nächsten Tag ging es ja anscheinend. Muss man denen keinen Strick draus drehen (arbeitsrechtlich). ABER:

    Wie scheisse muss man denn drauf sein, um in einem Dienstleistungsberuf aus Gründen des Selbstschutzes jemanden OHNE Beine die Beförderung zu untersagen ??

    Hey Leute, so lässig sie tun, FAs sind auch dafür zuständig, das Klo zu putzen, da ist es ja wohl nicht zuviel verlangt mal eine Flasche Urin zu entsorgen, oder! Sieht mal wieder schwer nach Beamtenmentalität aus (wer sich zuerst bewegt hat verloren). Kein LH Problem aber sicherlich ein gesellschaftliches.
     
  16. nixande

    nixande Pilot

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    Genauso "scheisse" wie ein FA drauf ist, wenn er sich weigert einen Koffer in die Ablage zu legen. Weil wenn ihm oder ihr etwas passiert, hat sie das Problem - niemand anderes.

    Es hat einen Grund warum Behindertenservice vorher gebucht werden sollte.

    So wie ich die Beschreibung lese gab es keine Aussage vom Fluggast selber, sondern nur Übersetzungen von anderen Fluggästen. Was, wenn dort jemand etwas vergessen oder nicht wichtig gefunden hat zu übersetzen?

    Ich habe noch nie einen solchen Service geordert, aber ich bin mir sicher das dort diverse Dinge abgefragt werden - auch aus Gründen der Verantwortlichkeit der Mitarbeiter gegenüber, der anderen Fluggäste - und des Behinderten.

    So "richtig" der Aufschrei scheint und so "unverantwortlich" der Pilot - ich bin mir sicher das die gleichen Leute die hier "oh mein Gott wie schrecklich" rufen die gleich sind, die unter solchen Bedingungen auf einem Flug die ersten sind die sich über den "scheiß Service" beschweren und darüber, daß neben ihnen jemand in eine Flasche uriniert hat.

    Es gibt immer zwei Seiten einer solchen Geschichte und so unglücklich hier vieles gelaufen ist - bei der Wahl zwischen unkalkulierbares Chaos und den Fluggast für eine Nacht in einem Hotel direkt am Hotel übernachten zu lassen bis Dinge sinnvoll geklärt sind halte ich letztere Lösung für die sinnvollste.
     
  17. Guest

    Guest Guest

    Völlig richtig!
     
  18. cgnfred

    cgnfred Pilot

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    Na ja, in meinen Augen besteht ein mittelschwerer Unterschied zwischen einer zu klein und zu schwach geratenen Consultant-Tussi, die aus Gründen des Gruppenzwangs und der Coolness natürlich niemals Ihr 1 Wochen "nur knapp" zu grosses Roll-a-board einchecken würde und dann in der aisle hilfesuchend um sich blickt und jemanden der ein echtes körperlches Problem hat.

    Aber rechtfertigen lässt sich natürlich alles. Muss man sich nur nicht wundern, dass man mit dieser Haltung ein Antidiskriminierungsgesetz auf die Fresse kriegt (das mir auch zuwider ist) ...
     
  19. cgnfred

    cgnfred Pilot

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    Ach so, dann noch eins: neben mir hat in der LH short-haul schon ein Hund auf den noblen BC Teppich gepisst. Und das war vor der "wir lassen jeden Mittelsitz frei" Zeit. Aber was solls, wenn ich mich mit anderen Menschen nicht auseinandersetzen will, es gibt auch private jets.

    In der U-Bahn macht ihr ja sicherlich auch keinen Zeck, wenn mal ein Behinderter reinrollt oder jemand sich erleichtert. Deshalb fährt man ja nicht U-Bahn, sondern Auto.
     
  20. nixande

    nixande Pilot

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    Es gibt mehr als genug Berichte von Flugbegleitern, die sich den Rücken verletzt haben bei "kleinen" Gepäckstücken. Und keinerlei Kompensation dafür erhalten und noch ihren Job dafür aufgeben mußten.

    Und es hat wenig mit Diskriminierung zu tun das sich jemand um die Sicherheit _aller_ Fluggäste kümmert.

    Keiner von uns war dabei, keiner von uns weiß was genau vor Ort vorgefallen ist. Wie überzeugend, sanftmütig, agressive jede Seite war, was gesprochen wurde, was fraglich blieb.

    Das einzige was wir haben ist ein solcher Bericht in dem deutlich wird, das notwendige Vorbereitungen offensichtlich nicht getroffen worden sind und das viele auch hier sagen daß der Service auch für Behinderte normalerweise gut ist. Normalerweise= mit Ankündigung.

    Und auch ohne Nachzusehen bin ich mir sehr sicher, daß LH sowohl als auch andere Fluggesellschaften für solche Vorfälle entsprechende Regeln in ihren AGB stecken haben.
     

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