Wie bekämpft ihr Jetlag?

Dieses Thema im Forum "On The Road" wurde erstellt von Schwabe, 21. Februar 2007.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Schwabe

    Schwabe Silver Member

    Beiträge:
    302
    Likes:
    0
    Mein Rezept gehen Jetlag: "Melatonin"!!!

    Letztens bin ich erst aus USA zurückgeflogen. Start in Charlotte. Auf der Startbahn zwei von den Wunderpillen genommen (3mg). Flieger oben, gegessen und das nächste was ich mitbekommen habe, war als die Stewardess mich aufgeweckt hat die Rückenlehne hochzumachen. Klasse die Dinger.

    Gruß,

    Schwabe
     
  2. katzerl

    katzerl Platinum Member

    Beiträge:
    1.309
    Likes:
    0
    1. In mehreren Kurzzeitstudien über Jetlag wurden Hinweise auf eine schlaffördernde Wirkung von Melatonin gefunden. Danach spricht etwa jeder zweite Mensch auf Melatonin an. Andere Studien wiederum konnten keine Wirkung belegen. Bisher fehlen auch eindeutige Dosierungsangaben, bei denen der Nutzen größer als die Risiken sind. Die Empfehlungen schwanken zwischen 0,5 und 5 Milligramm zur Schlafenszeit über 4 Tage nach Ankunft am Reisziel. Vorteil von Melatonin könnte sein, dass es nicht, wie herkömmliche Schlafmittel, den für die Erholung wichtigen REM-Schlaf (Rapid-eye-movement, Traumphasen) beeinträchtigt.

    2. Melatonin, die Wunderdroge: Die Liste der Leiden, die das Hormon angeblich kurieren kann, erinnert an Versprechungen mittelalterlicher Bader: Als ewiger Jungbrunnen soll es die Alterung stoppen, freie Radikale fangen, Krebs bekämpfen, vor Schlaganfall, Verkalkung und Herzinfarkt schützen, vor plötzlichem Kindstod, Gedächtnis- wie Libidoverlust, Schnupfen, AIDS, Schizophrenie, prämenstruellen Beschwerden und Alzheimer bewahren und schlank machen. Obendrein soll Melatonin auch noch für erotische Träume sorgen - heißt es.

    3. Trotz aller Gegenargumente schwören viele "Melatonin-User" auf ihr Präparat. Sie schlafen nachts besser und fühlen sich tagsüber fit. Das "Gut-drauf-sein" muss jedoch nicht am besseren Schlaf liegen. Eine mögliche Erklärung liefert die Chemie: Melatonin gehört zur Stoffklasse der Indole, zu der auch Drogen wie LSD gehören. Speziell die Gruppe der ß-Carboline spielt als Halluzinogene in vielen Kulturen eine wichtige Rolle. Und ein solches ß-Carbolin bildet sich im Gehirn aus Melatonin von ganz allein, vor allem bei massiver Überdosierung. So gesehen dürfte Melatonin nicht anders als Marihuana oder Ecstasy behandelt werden. Von Ecstasy ist inzwischen bekannt, dass es nicht nur zu Stimmungsveränderungen und Depressionen führt, sondern auch zu einer Art "Dauer-Jet-Lag".

    öhmmm........ :oops:
     
  3. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
    (User ist permanent gesperrt)

    Beiträge:
    48.788
    Likes:
    0
    Wenn Dein (vorher konsultierter) Arzt nichts gegen die Einnahme einzuwenden hat.

    Die Selbstmedikation mit "Wunder-Drogen" kann durchaus auch problematisch sein.
     
  4. Guest

    Guest Guest

    Ich versuche, im Flugzeug zu schlafen (und zwar ohne Schlafmittel, Wunderpillen oder mich k.o. zu trinken) und mache dann am Zielort einfach gleich im lokalen Rhythmus mit. Das klappt ganz gut und ich hatte noch nie ernste Probleme mit Jetlag. :roll:
     
  5. Guest

    Guest Guest

    Melatonin hab ich vor Jahren mal probiert aber keinen deutlichen Unterschied erkennen können.

    Ich bekämpfe Jetlag, indem ich es durch die Auswahl entsprechender Flüge und Routen möglichst schon im Vorfeld minimiere. Zum Beispiel kann ich LAX-SYD-LAX ohne Jetlag fliegen, da es sich mit UA in beiden Richtungen um lange Nachtflüge handelt (also genug Schlaf) und man jeweils morgens entspannt ankommt. Ebenso von Deutschland nach Neuseeland: Das fliege ich MUC-HKG-AKL, denn da habe ich 2x lange Nachtflüge und komme ebenfalls morgens an. Zurück nach MUC dann via LAX, wobei die LAX-MUC-Strecke besonders kritisch ist, da sollte man eine möglichst späte Abflugzeit wählen.

    Wichtig ist für mich auch auch ein bequemer Sitz, der horizontal flach und nicht zu hart sein sollte.
     
  6. Schwabe

    Schwabe Silver Member

    Beiträge:
    302
    Likes:
    0
    Sonst bekämpft hier keiner Jetlag? Her mit euren Tipps und Tricks ;-)
     
  7. katzerl

    katzerl Platinum Member

    Beiträge:
    1.309
    Likes:
    0
    Also, ich versuch im Flieger ein bissl zu schlafen,gelingt meist auch. Stelle mich auf die dortige zeit, für mich HKG, ein. Mache den normalen Tagensablauf mit, brauche aber die ersten paar Tage ein leichtes Schlafmittel, aber auch damit klappts nicht immer.
    Meist hab ich die dortige Zeit "drin" wenn ich wieder zurückflieg. :?
    Zurück hab ich komischerweise keine Probleme.
     
  8. cgnfred

    cgnfred Pilot

    Beiträge:
    98
    Likes:
    0
    2 Gin and Tonic und genug Bier bis zum Einschlafen. Das war mein Rezept als Student in Y. Hat beim Einschlafen geholfen den Jetlag aber eher verschlimmert.

    Heutzutage nehm ich lieber ein flaches Bett und soviel Wasser wie reingeht während des Fluges + schon in der Lounge vor dem Abflug die Uhrzeit des Ziel-Landes auf der Uhr als kleine Marotte. Jetlag kenne ich seitdem nicht mehr.

    Ausser letztes Jahr als ich aus Island zurück kam, da war ich eine Woche komplett malle. Irgendwie hab ich das mit den Sonnenuntergängen um 2 Uhr morgens da nicht verstanden .... :eek:
     
  9. Peruaner

    Peruaner Diamond Member

    Beiträge:
    9.075
    Likes:
    0
    naja ich weiß nicht so recht, vrsuche ein bissl zuschlafen, wenns nicht klappt dann hat man halt pech gehabt, bei mir kommt die müdigkeit erst nach 2 tagen oder so
     
  10. Guest

    Guest Guest

    Wenn's das Sparbuch oder Meilenkonto erlaubt: Business- Flug und soviel wie möglich schlafen, außerdem nach der Rückkehr nach Hause noch möglichst 2 Urlaubstage zum Einleben und Umstellen einplanen, dann gehts.
     
  11. Peruaner

    Peruaner Diamond Member

    Beiträge:
    9.075
    Likes:
    0
    ja das sollte man auch berücksichtigen.

    wenn man sonntags mit jetlag zurückkommt, dass ist nicht so gut, ambesten wirklich noch 1-2 tage daheimbleiben.
     
  12. Schwabe

    Schwabe Silver Member

    Beiträge:
    302
    Likes:
    0
    1-2 Tage frei nehmen? Mensch, wir sind doch nicht aus Zucker. Ich denke, wenn man die Reisezeit möglichst gut optimiert, da kann man schon gut was rausholen. Keine Stundenlangen Stopps, lieber Nachtflüge o.Ä.

    Zum Essen ein Glas Bier oder Wein ist OK, aber mehr ist nicht gut. Ich schwöre auf Melatonin. Ich fliege in der Regel Y, da muss dem Körper beim Einschlafen schon geholfen werden.

    Kurzes Beispiel:

    Ich war vor 2 Jahren in USA bei meiner Schwester. Die Planung war so, dass ich morgens wiederkomme. Dann den Tag über frei habe und dann am nächsten Tag meine mündliche Abiklausur mache. Kurz vorher habe ich erfahren, dass die Prüfung um einen Tag vorverlegt wurde. Umbuchung ging nicht.

    Ankunft früh morgens in München, dann weiter nach Köln geflogen. Dort dann im HBF duschen und dann in die Prüfung. Nach ausreichendem Schlaf durch Melatonin habe ich mich gut konzentrieren können und habe eine 2- bekommen.

    Nochmals würde ich das jetzt jedoch nicht machen.

    Gruß,

    Schwabe.
     
  13. Guest

    Guest Guest

    Recht hast Du absolut, was die vernünftige Planung der Reisezeit angeht. Aber 2 Tage frei brauche ich mittlerweile schon, vielleicht eine Art Alterserscheinung? Als ich vor über 25 Jahren meine erste Fernreise gemacht habe, war mir sowas wie Jetlag völlig fremd. Inzwischen merke ich es halt doch...
     
  14. berwangerfj

    berwangerfj Diamond Member

    Beiträge:
    2.986
    Likes:
    1
    Da meine Fluege fast ausschliesslich abends abgehen, stehe ich morgens frueh auf. Bin dann in der Nacht waehrend des Fluges muede und kann schlafen. (Mehr oder weniger). Am anderen Tag voll durchziehen, abends frueh ins Bett und am anderen Morgen erholt aufwachen. Dies ist mein Rezept von Ost nach West, wo ich nach Eintreffen wieder arbeite. Von West nach Ost wird nach Ankunft abends versucht, die Getraenkeauswahl des Gastlandes zu erkunden ( San Miguel Beer, Bier Chang, Bier Singha, Gin Tonic) und die ersten beiden Tage so verbracht, wie viele Einheimische: Wenn muede, dann ins Hotel und geschlafen oder auch mal im Taxi, Bus oder Anschlussflug.
     
  15. Guest

    Guest Guest

    Die Langzeitschäden durch die Einnahme von Melatonin sind nicht erforscht. Ich persönlich würde im Zweifel eher die Finger davon lassen.
    Ich nehme es jedenfalls schon seit Jahren nicht mehr, da mir persönlich die Nebenwirkungen nicht geheuer waren bzw zu unangenehm.
     
  16. 08/15 PAX

    08/15 PAX Platinum Member

    Beiträge:
    1.399
    Likes:
    0
    Ich kann der Empfehlung von berwangerfj nur folgen, dh. den normalen Arbeitstag eisenhart fortsetzen und gegebenenfalls kurze Krisen mit einem kleinen "nap" (oder vielen Zigaretten) ueberwinden.

    Spaetestens am uebernaechsten Tag nach der Ankunft ist man so voellig "zeitzonenkompatibel".
     
  17. FLYGVA

    FLYGVA Bronze Member

    Beiträge:
    161
    Likes:
    0
    Ich habe so gut wie keine Probleme damit (einzige Ausnahme, nachdem ich innerhalb von 50 Stunden von Hong Kong via Seoul, Chicago, San Diego, Chicago nach Hongkong geflogen bin). Eine Dusche und sofortige Anpassung (möglichst schon im Flieger) an die Ortszeit hilft, gerne auch eine Runde joggen oder aufs Laufband / Pool um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

    Auf irgendwelche Hilfsmittel in Form von Tabletten verzichte ich.
     
  18. Guest

    Guest Guest

    Dann bist Du aber noch ziemlich jung, oder?
    Ich merke mit zunehmendem Alter, dass es immer schwerer wird, wieder einen normalen Rhythmus zu finden.
    Am schlimmsten ist es bei mir bei Flügen gen Westen, damit komme ich sehr schwer klar.
     
  19. Guest

    Guest Guest

    Jaja, wir alten Leute. :)
    Geht mir inzwischen genauso. Eigentlich hieß es ja immer, man soll nach Westen fliegen, aber solange es sich um einen langen Overnight-Flug handelt und ich schlafen kann, ist mir der Osten mittlerweile auch lieber.
     
  20. Guest

    Guest Guest

    Ja, ich laufe auch entgegen der Richtung der meisten Leute :)

    Mir ist es aber lieber, in Asien bis Mittags zu schlafen als in den USA morgens um 4 senkrecht im Bett zu stehen, wo man nun wirklich gar nichts machen kann um die Zeit.

    Neulich war ich allerdings ziemlich erschrocken: Nach Landung in Thailand um 20 Uhr ins Bett gegangen, weil ich echt nicht mehr konnte (ist mir dann auch egal, wie spät es ist, wenn ich müde bin, geh ich schlafen), und allen Ernstes erst um 11 Uhr morgens aufgewacht. Das war mein persönlicher Rekord. So viele Stunden am Stück habe ich seit meiner Studentenzeit nicht mehr geschlafen :D
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen