Tipp- Trinkgelder, überhaupt, Wann, Wo, wieviel, wer.....?

Dieses Thema im Forum "On The Road" wurde erstellt von supialexi, 11. April 2009.

  1. supialexi

    supialexi Gold Member

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    Das interessiert mich doch jetzt sehr, wie das hier die Vielreisenden halten.

    Ob man da fast ständig, und immer was gibt, oder doch eher nie oder gar überhaupt nicht?

    Und wenn ja, wieviel und wann?
     
  2. Reiseonkel

    Reiseonkel Gold Member

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    Die Frage kann man pauschal nicht beantworten. Es kommt immer auf das Reiseland an.

    In den USA gebe ich z. B. immer Trinkgeld.

    In den meisten asiatischen Ländern ist es eher unüblich und wird auch nicht erwartet.

    Ich informiere mich vor einer Reise über die individuellen Gepflogenheiten in dem jeweiligen Land.
     
  3. danny

    danny Bronze Member

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    also in den USA auch immer.

    In Italien halte ich mich meist zurück, erwische ich mich aber zwischendurch immer wieder dabei. Und im Asiatischen Raum so gut wie gar nicht. Sonst halte ich es wie Reiseonkel und informiere mich im Vorfeld
     
  4. reiner

    reiner Platinum Member

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    Kommt auf das Land an. In D Zimmer = 2€. Spanien seltens, Spanier geben fast nie Trinkgeld, nur die kleinen Münzen bleiben auf dem Teller liegen. Thailand Zimmer 20-50 Baht, kommt auf die Verweildauer an. Executive Lounge 100 Baht, Fahrer 20-40 Baht. Hört sich für Thailand zwar nach sehr wenig an, doch setze ich immer die üblichen Gehälter zum Trinkgeld in Relation. Wer sich noch erinnern kann, früher hatte der Kellner in Spanien aufgrund der Großzügigkeit der Gäste ein höheres Einkommen als der Unternehmer, worauf natürlich die Preise erhöht wurden.
     
  5. suzuki

    suzuki Platinum Member

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    Grad denen geb ich aus Prinzip nichts. Eben gerade weil jeder dort unten die Hand aufhält.
     
  6. sebt

    sebt Gold Member

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    Nicht ohne Grund. Teilweise bekommen Servicekräfte nicht einmal ein Grundgehalt, sondern leben nur vom Tip.
     
  7. Markus1301

    Markus1301 Gold Member

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    Da muss ich mich meinem Vorredner anschließen. Leider ist dies so, die Bediensteten werden mit einem kleinem Grundgehalt abgespeist und sind darauf angewiesen. Es ist aber richtig das dies schon etwas seltsam für uns ist denn normaler weise sollte ein Trinkgeld dafür da sein um etwas besonderes zu honorieren.

    Grüße, Markus
     
  8. supialexi

    supialexi Gold Member

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    Also mich hat ja Deutschland interessiert.

    Empfang/Rezeption?
    Kann das Einfluss auf ein schöneres Zimmrer haben?

    Zimmermädchen?

    Roomsercie?

    Kofferträge- ist wohl klar, aber wieviel , oder doch "muss" man nicht?
     
  9. suzuki

    suzuki Platinum Member

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    Deutschland: NICHTS geben :!:
     
  10. Reiseonkel

    Reiseonkel Gold Member

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    In den USA und Deutschland gibst Da also grundsätzlich kein Trinkgeld. In welchen Ländern gibst Du den überhaupt Trinkgeld, wenn es bei Dir so Länderabhängig ist?

    Besonders in den USA kann ich es nicht verstehen. In den meisten Fällen ist das Trinkgeld auch das Gehalt. Das ist halt anders als bei uns. Wenn man das aus Prinzip ablehnt, finde ich es sehr asozial (und das ist noch milde ausgedrückt, da es sich hier um ein öffentliches Form handelt).
     
  11. kalle

    kalle Gold Member

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    sowas ähnliches habe ich auch gedacht - und da ich es nur gedacht habe, musste ich mich dabei auch ncht so milde ausdrücken :mrgreen:
     
  12. mcbulla

    mcbulla Co-Pilot

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    Also ich gebe in Restaurants, beim Friseur, im Taxi oder in der Kneipe Trinkggeld.
    Ich glaube das wars so im großen.
    Meist gebe ich zwischen 10-15% bei Beträgen bis 50 Euro. Darüber dann der Betrag der mir angemessen erscheint. Ich verfolge da aber keine starre Regel.
    Kann auch mal sein, dass ich meiner Friseurin 5 Euro Trinkgeld gebe, wenn Sie besonders nett war und nen guten Job gemacht hat. Andererseits lasse ich mir dann auch mal vom Kellner die Cola, die 1,80 gekostetet hat auf den Cent rausgeben.
    Kommt halt immer auf die Person an, ein Trinkgeld vergebe ich, wenn die Person nett und zuvorkommend war aber auch gerne.
     
  13. vbeck1

    vbeck1 Gold Member

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    Leben und leben lassen sollte das Motto sein.

    Viele Personen sind auf Trinkgeld angewiesen, und wenn Sie einen guten Job machen und freundlich sind,
    bin ich grosszügig, überall auf der Welt.

    Wir, die uns ja "bedienen" lassen", sollten Menschen bleiben.

    Grüsse aus Teneriffa - Volker
     
  14. Kalttaucher

    Kalttaucher Diamond Member

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    Ich bin der Meinung das der Inhaber der Firma die mich bedient sein Personal angemessen zu bezahlen hat und nicht noch zusätzlich ich.
    Trinkgeld gibt es bei mir wenn jemand über das zu erwartenden hinaus eine Dienstleistung bringt.

    In Ländern wie Amerika halte ich mich an die gepflogenheiten des Landes ,bin aber auch dort der selben Meinung.
     
  15. galvoni

    galvoni Silver Member

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    Nachdem ich neulich in einen deutschen Hilton mitbekomme habe, was ein Zimmermädchen verdient: eine junge Mutter alleinerziehend mit KInd in der Grundschule hat sich vorgestellt. Ihr wurde erklärt, dass sie pro Zimmer, 3,50 € bekommt, und ca. 2,3 Zimmer pro Stunde schaft. damit kommt sie auf den gesetzlichen Mindest-Stundenlohn. Sie würde ungefähr 16 Zimmer pro Tag bekommen.
    In diesem Augenblick habe ich misch geschämt: Erstens die Frau braucht das Geld; Zweitens, die Berechnung des Stundenlohns ist natürlich nur theoretisch: wenn ein Gast ein Late- Check Out macht, dann muss sie entweder warten, oder ab sie bekommt dieses Zimmer nicht - und somit auch nicht abgerechnet.
    Und ich bezahle zwischen 100 und 200 € für das Zimmer.
    Seit diesem Tag lege ich immer etwas hin, und wenn ich länger im Zimmer bleibe etwas mehr...
     
  16. Kalttaucher

    Kalttaucher Diamond Member

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    Ich möchte es nicht überspitzen aber dadurch arbeitet sie in der Hoffnung das es mehr Wohltäter wie dich gibt dort für einen Hungerlohn weiter.
    Das Personal gehört von seinem Arbeitgeber ordentlich entlohnt. :!:

    Das ,was wir geben ,sollte nicht kalkulierter Bestandteil des Lohnes sondern eine Dankbarkeit für einen Mehrservice sein.

    Dadurch sind selbst Angestellte nach 2 € Trinkgeld ,um ein Koffer mit einem Rollwagen aufs Zimmer zu bringen ,nicht erfreut sondern erwarten das.
    Bei Hotelpreisen von 300 € die Nacht.
     
  17. miles-and-points

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    Nimm doch bitte einmal einen Taschenrechner in die Hand.
    Das ist nur ein Bruchteil von einem Prozent (!!) dessen, was
    Du für's Zimmer bezahlst. Das findest Du ernsthaft "zuviel"? :shock:
     
  18. Guest

    Guest Guest

    Oder aber auch, wenn man schon soviel Geld bezahlt, sollte dann nicht auch gleich der GANZE Service mit inbegriffen sein?
    Ist das etwa zuviel?
     
  19. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Ist er doch.

    Auch der absolute Ignorant wird doch niemals
    geschlagen werden, wenn er nichts geben sollte.
     
  20. supialexi

    supialexi Gold Member

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    Ist wohl doch eine Gepflogenheit der Länder, und in Deutschland muss man nichts geben und wird wohl auch in der Regel nicht erwartet!

    Wenn es aber so ist, wie in Amiland, dass es in der Tat einen hohen Anteil vom Gehalt einnimmt, bzw. dieses schon automatisch in die Festsetzung des Gehaltes einfliesst, dann sollte oder "müsste" man sich schon daran halten.

    Es ist ja mit den Zimmermädchen auch durch Medien gegangen. Da war sogar von 2,3 Euro je Zimmer, wohl im Sofitel Alter Wall - sehr hochpreisig- die Rede.
    Dort war der Grund darin zu sehen, dass eben der Subunternehmer, die Leute, oder hier speziell die Klägerin so niedrig bezahlte.

    Bei all diesen Überlegungen müssen wir aber sehen, dass es viele hunderttausende von Menschen in Deutschland gibt, die für Bruttolöhne von unter 1.000 Euro Vollzeit - 40 Stunden oder ähnlich, die Woche arbeiten. So etwa Frisörinnen in den ostdeutchen Bundesländern und Bäckereifachverkäuferinnen liegen da auch kaum höher.
    Ganz bestimmt kann man da einem Hotel keine Vorwurf machen. Es ist einfach usus, dass wohl das Housekeeping grösstenteils fremd vergeben wird.
    Es liegt auf der Hand , dass die dort Beschäftigten in der Regel nicht gleich gute Bedingungen und Löhne haben, wie die ehemals direkt Beschäftigen bei den Hotels. Die Ursache des Problems liegt weder bei den Subunternehmern, noch bei den Hotels, sondern wohl viel mehr, in der massiven Überregulierung des Arbneitsmarktes, so, dass ich moderne Unternehmen dazu gezwungen sehen, den Faktor Arbeit (soweit es die einfachen Tätigkeiten betrifft) so einzukaufen wie alle anderen Leistunge auch. So ist das , was ja zum angeblichen Schutz von Arbeitnehmern da sein sollte, hier die Ursache für die Ausbeutung von einigen Menschen.
    Das was vielleicht jahrelangen Beschäftigen der Grossunternehmen nutzt, schadet, denen , die es immer schon schwerer hatten, dann noch zusätzlich.

    Das ist ein politisches Problem und keines der Hotels, der damit befassten Firmen, oder gar noch des Gastes!
     

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