Review: Lufthansa Business Class Luxembourg – Frankfurt – Istanbul

Lufthansa Business Class CRJ 900

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Und schon wieder durfte ich wieder in der Lufthansa Business Class fliegen. Dieses Mal sollte es von Luxembourg über Frankfurt nach Istanbul gehen. Ausgesucht hatte ich mir einen sehr guten Business Tarif, den Lufthansa eigentlich immer von Luxembourg anbietet. Einzig die frühe Abflugzeit und aufgrund meiner späten Buchung, die lange Übergangszeit in Frankfurt, machten es anstrengend.

Lufthansa Business Classs Luxembourg – Frankfurt

Der Flug von Luxembourg nach Frankfurt wird von Lufthansa Cityline durchgeführt. Entsprechendes Fluggerät wird dann auch eingesetzt: eine Bombardier CRJ900. Bequeme Sitze, freier Nebenplatz (bei 2-2 Konfiguration), kleines Frühstück mit Müsli, Brötchen, Wurst und Getränken machten den Flug angenehm. In Luxembourg und auch in Frankfurt hatten wir eine Außenposition, und einen entsprechenden Transport vom/zum Terminal mit dem Bus. Dementsprechend verlief das Boarding sowie das Deboarding ruhig und geordnet. Das Personal wirkte sehr professionell und routiniert. Der von Luxair durchgeführte Checkin jedoch war etwas chaotisch, da auch Economy Class Passagiere ohne Status am Business Class Schalter eingecheckt wurden. Es gab keinen Fast Track an der sehr langen Schlange des Security Checks.

Lufthansa Business Class Frankfurt – Istanbul

Check in und Boarding

In Frankfurt angekommen holte ich mir erst mal die Bordkarte für den Weiterflug nach Istanbul am Automaten. Und siehe da: Ein neuer Sitzplatz. Statt 1D gab es 3C, da es einen Aircraft Wechsel gab. Die Lufthansa wechselte vom kleineren A320 auf einen größeren A321. Dieser hat keine Sitze 1D und F.

Nachdem ich die Senator Lounge im Abschnitt B besucht hatte, machte ich mich auf zum Gate B 23. Das Boarding begann etwa 15 Minuten nach der angesetzten Zeit mit vielen Familien und ihren kleinen Kindern. Priority Boarding wurde nicht angekündigt. Jedoch brüllte die Dame am Gate „Business Class“ durch die Gegend. Immerhin boardete man durch 2 Türen, getrennt nach Klasse. Der Abflug erfolgte exakt mit 30 Minuten Verspätung.

Lufthansa Business Class – Die Kabine

An Bord des A321-200 angekommen, wurden wir kurz von der Cabin Crew mehr oder weniger willkommen geheißen. Mit drei Reihen Business Class und 7 von 10 belegten Plätzen starteten wir mit 30 Minuten Verspätung in Richtung Istanbul zum Atatürk Airport.

Lufthansa bietet auf dieser Strecke ihr typisches Kurzstrecken Equipment an, also die geblockten Mittelsitze einer 3-3 Economy Class, was für eine Flugzeit von 2.30Stunden gerade noch so akzeptabel ist.

Die Kabine selbst war sauber, im typischen Grau-Silber-Blau mit einem Touch Lufthansa gelb gehalten.

Pre-Take-off Service gibt es in der Lufthansa Business Class auf Kurzstrecke standardmäßig keinen, wie z.B. einen Welcome-Drink oder heiße Tücher. Lediglich Zeitschriften wurden verteilt.

Lufthansa Business-Class – Das Entertainment

Erstaunlich ist auch, dass Lufthansa in der kontinentalen Business Class keinerlei Entertainment System verbaut hat, was dann bedeutet, dass auch die Flugbegleiter die Sicherheitsvorkehrungen live darbieten müssen. Das hat einen gewissen Charme, ist für mich aber eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Das Entertainment System über die App von Lufthansa wurde auch auf diesem Flug nicht angeboten.

Lufthansa Business-Class – Das Catering

Nach dem Start gab es heiße Tücher und auch die Speisekarten wurden verteilt. Die Getränke gab’s vom Trolley zusammen mit gerösteten und gesalzenen Mandeln.

Das Essen wurde vom auf einem Tablett gereicht. Alle Speisen wurden miteinander serviert. Das Hauptgericht wurde direkt mit dem Trolley vom Purser abgefragt. Es gab zur Auswahl entweder Kalbssteak oder Red Snapper. Ich empfand es seltsam, dass es nur zwei und nicht drei Hauptgerichte gab, allerdings kein vegetarisches Gericht. Ich entschied mich für das Kalbssteak. Ein Tischdeckchen gab es nicht. Da gefällt mir die Turkish Airlines Variante besser, die zuerst ein Tablett mit Vor- und Nachspeise enthält und der Hauptgang später vom Wägelchen serviert wird, von diesem Wägelchen gibt es dann auch Digestif- und Kaffee- bzw. Dessertservice.

Bei der Lufthansa war dies nicht der Fall. Der Business Class Service wirkte dieses Mal wie ein gehobenes Premium Economy Produkt. Das Essen selbst war durchwachsen. Der Thunfisch mit Vitello tonato war geschmacklich passabel, allerdings mit einem extrem säuerlichen Nachgeschmack. Der welke Salat hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Leider konnte auch das sehr leckere Traubenkernöl nicht darüber hinweg helfen. Der Hauptgang war allerdings ein Desaster: Das Kalbssteak war viel zu trocken und wesentlich zu lange im Ofen. Die Kartoffelschnitze, laut Karte Rosmarinkartoffeln, leider ohne jeglichen Rosmarinhinweis, ebenso. Der „Jus“ durchaus geschmacklich ansehnlich, war aber kein Jus, sondern eine dicke Pampe. Das „Rapsblütengemüse“ war verkochter Spinat mit ein paar Pinienkernen. Visuell leider kein Augenschmaus, geschmacklich eher auch keine Offenbarung.


Die Nachspeise behielt ich mir für den Kaffee zurück. Dieser erfolgte auch prompt, als der Purser mit seinem Getränketrolley aus der Economy zurück kam. Ich trinke immer Kaffee oder Tee mit einem Baileys. Das rundet im Idealfall den Geschmack ab. Der sogenannte Chia Samen Pudding hatte kaum Geschmack, dafür war die Konsistenz dann eher Fischlaich ähnlich mit einem Klecks Maracuja und oben drauf ein Stückchen Schokolade. Dass man hier den kreativen Koch, der diese Speisen verbrochen hat, in der Speisekarte nicht nennen will, versteht sich von alleine. Insgesamt war es dieses Mal ein komplettes Versagen des LSG Caterings. Die schon auf dem Tablett gelegenen Lindt Pralinen kann ich euch jedoch uneingeschränkt empfehlen.

Leider bietet die Lufthansa nur normalen Filterkaffee an. Es wäre sehr schön, wenn zumindest ein Espresso auf längeren Strecken angeboten werden könnte. Aegean Airlines, Alitalia und auch Turkish Airlines machen es vor.
Getränke wurden ansonsten mehrfach aufgefüllt.

Lufthansa Business Class – Der Service

In der Lufthansa Business Class Kontinental wird man manchmal vom Purser mit Namen angesprochen. Während ich mich auf dem Flug nach und von Moskau pudelwohl an Bord gefühlt hatte, war hier der Service auf das Minimum beschränkt. Es wurde alles gemacht, allerdings vermisste ich eine entsprechende freundliche Behandlung, wie es einer Business Class würdig wäre . Schlechter oder besser kann es „hinten“ auch nicht gewesen sein. 5 Sterne Business Class sehen gravierend anders aus !
Ebenso kann es nicht sein, dass die vordere Business Class Toilette ständig von Economy Class Passagieren in Beschlag genommen wird. Oft standen hier die Passagiere vorne Schlange.

Übersicht

Sitz

Service

Essen

Getränke

Entertainment

Gesamteindruck

Fazit

Nach meinem dritten Flug in kurzer Zeit auf vergleichbaren Strecken muss ich sagen, dass das Business Class Produkt nicht konstant gut ist. Während das Entertainment und die Sitze nie der ganz große Brüller sind, ist bei diesem Flug das Catering und auch die Servicebereitschaft der Cabin Crew mit Pauken und Trompeten durchgefallen.

2.8

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