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Die Emirates Business Class verbinden viele Reisende vor allem mit der Airbus A380, der Onboard Lounge und einem entsprechend aufwendigen Langstreckenerlebnis. Mit der Airbus A350 ist inzwischen jedoch ein deutlich moderneres Flugzeug in der Flotte angekommen, das Emirates auf ganz unterschiedlichen Strecken einsetzt.
Wir erleben die Emirates A350 Business Class auf einer der kürzesten Verbindungen im Streckennetz: von Muscat nach Dubai. Gerade auf einem Flug von nur rund 35 Minuten zeigt sich, wie konsequent Emirates ihr Premiumprodukt auch auf kurzen Regionalverbindungen umsetzt.
Vor dem Abflug
Am Flughafen Muscat nutzt Emirates für Business Class Passagiere die Primeclass Lounge. Für eine Vertragslounge fällt das Angebot überraschend umfangreich aus.
Die Lounge befindet sich nach der Passkontrolle auf der fünften Etage und bietet neben verschiedenen Sitz- und Ruhebereichen ein umfangreiches Buffet mit warmen und kalten Speisen. Am Morgen werden zudem frische Eierspeisen auf Wunsch zubereitet. Ergänzt wird das Angebot durch alkoholische und alkoholfreie Getränke, Duschen, private Räume und verschiedene weitere Bereiche zum Arbeiten oder Entspannen.
Damit bietet die Lounge für einen kurzen Aufenthalt vor dem Abflug mehr als ausreichend Auswahl und gehört aus unserer Sicht zu den besseren Vertragslounges.
Die Emirates A350 Business Class
Auf der Verbindung zwischen Muscat und Dubai setzte Emirates auf unserem Flug eine Airbus A350 mit insgesamt 312 Sitzen ein. Davon entfallen 32 Plätze auf die Business Class, 21 auf Premium Economy und 259 auf Economy.
Die Emirates A350 Business Class besteht aus acht Reihen in einer 1-2-1-Anordnung. Damit verfügt jeder Passagier über direkten Zugang zum Gang.

Schon beim Betreten der Kabine wirkt das Produkt gleichzeitig vertraut und neu. Die Farbgebung und viele Designelemente lassen sofort erkennen, dass man sich an Bord eines Emirates Flugzeugs befindet. Der Sitz erinnert in seiner grundsätzlichen Gestaltung an die Business Class des Airbus A380, gleichzeitig wirkt die gesamte Kabine deutlich frischer und reduzierter.
Helle Oberflächen, Holzoptik und dezente metallische Akzente sorgen für ein modernes Ambiente. Hinzu kommen die höheren Decken und vergleichsweise breiten Gänge des A350, wodurch die Kabine angenehm luftig wirkt.
Ein besonders schönes Detail befindet sich an der Rückwand der Business Class: Dort ist der Ghaf Baum, das nationale Symbol der Vereinigten Arabischen Emirate, als beleuchtetes Designelement integriert. Das Motiv zieht sich auch an anderen Stellen durch das A350 Produkt und findet sich beispielsweise auf den elektronischen Fensterblenden wieder.

Ich sitze in der vierten Reihe am Fenster. Wie bei der Emirates A380 Business Class variiert die Position des Sitzes je nach Reihe.
Bei manchen Fensterplätzen befindet sich der Sitz näher am Gang, bei anderen direkt am Fenster. Besonders attraktiv sind aus unserer Sicht die Sitze in den geraden Reihen. Hier liegt der Sitz unmittelbar am Fenster, während sich zwischen Passagier und Gang eine breite Ablagefläche sowie ein Sichtschutz befinden.
In der Mitte der Kabine finden sich auch die bekannten „Honeymoon-Sitze“, wenn man direkt nebeneinander sitzen möchte. Selbstverständlich gibt es jedoch auch einen Sichtschutz, der hochgefahren werden kann.
Der Business Class Sitz selbst hinterlässt einen sehr hochwertigen Eindruck. Emirates bezeichnet ihn als S Lounge Seat, dessen Gestaltung von der Mercedes S Klasse inspiriert wurde. Der Sitz ist rund 21 Zoll breit und lässt sich natürlich in eine flache Liegefläche verwandeln. Der Sitzabstand beträgt rund 44 Zoll.
Direkt vor dem Sitz befindet sich ein 20 Zoll großer 4K Bildschirm. Bildqualität, Größe und Bedienung gehören zu den stärksten Elementen des neuen Produkts.

Dazu kommt das bekannte ICE Entertainment System von Emirates. Im A350 wurde die Technik nochmals modernisiert. Neben der hohen Bildschirmauflösung stehen unter anderem Bluetooth Konnektivität, USB-C Anschlüsse mit bis zu 60 Watt sowie mehrere Außenkameras zur Verfügung. Auch Speisekarten können direkt über das Entertainment System aufgerufen werden.
Bei einem 35 Minuten langen Flug bleibt selbstverständlich kaum Zeit, einen Film zu schauen. Der kurze Blick auf das System zeigt aber schnell, dass Emirates beim A350 technisch einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat.
Kulinarik
Bemerkenswert ist, wie wenig Emirates den Service trotz der extrem kurzen Flugzeit reduziert. Noch vor dem Start werden Welcome Drinks angeboten. Neben Wasser und Säften steht auch Champagner zur Auswahl, für den wir uns entscheiden.

Am Sitz liegen bereits die Speise- und Weinkarten bereit. Ebenfalls noch vor dem Abheben fragt die Crew ab, ob nach dem Start ein Lunch serviert werden soll.
Auf unserem Flug gibt es zum Lunch ein Gericht zur Auswahl: einen Mixed Grill. Etwa zehn Minuten nach dem Start steht das Essen bereits auf dem Tisch. Trotz des engen Zeitfensters wirkt der Service erstaunlich routiniert und wenig hektisch.
Auch geschmacklich überzeugt das Gericht. Gerade angesichts der kurzen Flugzeit ist bemerkenswert, dass Emirates überhaupt einen vollständigen warmen Lunch anbietet.

Natürlich wäre auf einer mehrstündigen Verbindung die Auswahl umfangreicher. Für einen Flug von rund 35 Minuten zeigt der Service jedoch sehr deutlich, welchen Stellenwert die Business Class bei Emirates auch auf kurzen Strecken hat.
Hier wird die Emirates A350 eingesetzt
Emirates setzt den A350 inzwischen auf einer wachsenden Zahl von Strecken ab Dubai ein. Dazu gehören unter anderem Edinburgh, London Gatwick, Oslo, Lyon, Bologna, Muscat, Bahrain, Mumbai, Colombo, Taipei, Kapstadt und Montréal. Weitere Destinationen kommen sukzessive hinzu.
Auch für Reisende aus Deutschland ist der Flugzeugtyp interessant: Auf der Strecke Frankfurt–Dubai wird aktuell der Vormittagsflug EK44 mit Abflug um 11:00 Uhr mit einem Airbus A350 durchgeführt. In der Gegenrichtung fliegt EK43ebenfalls mit dem A350.
Unsere Einschätzung zur Emirates A350 Business Class
Die Emirates A350 Business Class hinterlässt bereits auf dem kurzen Flug zwischen Muscat und Dubai einen sehr positiven Eindruck.
Der Sitz ist modern, hochwertig verarbeitet und bietet insbesondere an den Fensterplätzen der geraden Reihen viel Privatsphäre. Die helle Kabine, das neue ICE Entertainment und Details wie der beleuchtete Ghaf Baum verleihen der A350 gleichzeitig eine eigene Identität.
Besonders beeindruckend ist jedoch, wie vollständig Emirates das Business Class Erlebnis selbst auf einer Flugzeit von nur rund 35 Minuten umsetzt. Welcome Drink, Champagner, Speisekarte und ein warmer Lunch gehören auch hier selbstverständlich dazu.
Der A380 bleibt mit seiner Onboard Lounge sicherlich das spektakulärere Emirates Erlebnis. Gerade im Vergleich zu älteren Boeing 777-Flugzeugen, is die Airbus A350 jedoch eine sehr schöne Alternative, falls die präferierten Flüge mal nicht von einer Emirates A380 ausgeführt werden.







