Für die Bucket-List: Murals, die Street-Art-Fans begeistern

Murals, die Street-Art-Fans begeistern

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Kunst kann eine Destination nachhaltig positiv verändern und hat einen großen gesellschaftlichen Einfluss. In den vergangenen Jahren hat der Trend, Städte mit farbenfrohen Murals ansprechender zu gestalten, zugenommen und wird von Reisenden sowie Einheimischen sehr geschätzt. So spiegeln sie den Charakter der Stadt wider und erzählen alle eine eigene Geschichte. Wir stellen Wandbilder von den Malediven bis in die USA vor und geben einen Einblick in die unterschiedlichen Geschichten, die durch die Kunstwerke erzählt werden.

Bunte Highlights in Arizona

In Sierra Vista, im Süden Arizonas, findet man ein Beispiel wie Murals das Stadtbild nachhaltig verschönern. Nachdem die örtliche Mural-Szene in 2017 entstand, schrieb die Stadt im Sommer 2019 ein Projekt aus, bei dem ein Wasserturm gestaltet werden sollte. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Carrie Olaje wurde das Kunstwerk im April diesen Jahres fertiggestellt: Den ehemals recht tristen Wasserturm ziert nun ein großes farbenfrohes Mural, welches das inoffizielle Maskottchen Sierra Vistas zeigt: Zwei Kolibris. Die bunten Vögel und Blüten sollen gerade im Hinblick auf die globale COVID-19 Pandemie vermitteln, dass nach der Krise wieder bessere Zeiten bevorstehen. Zeitgleich zur Finalisierung des Kunstwerks veröffentlichte die Stadt ein Malbuch voller Kolibri-Bilder. Die Einwohner der Stadt wurden ermutigt die ausgemalten „Hummingbirds of Hope“ Bilder sichtbar an ihre Fenster zu stellen, was zeigen sollte, dass man als Gemeinschaft diese schwierige Zeit übersteht, selbst wenn man physisch nicht zusammen sein kann. Das „Hummingbirds of Hope“ Malbuch ist online als Download verfügbar.

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(c) Arizona Office of Tourism

Das beeindruckende Kunstwerk „Malinda Rising“ in Downtown Phoenix hat ebenfalls eine besondere Geschichte. Dieses wurde im Mai 2017 von zwei lokalen Künstlern erstellt und ziert eine komplette Hauswand. Es erzählt die Geschichte von Malinda, einer afroamerikanischen Frau, die kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts nach Phoenix gezogen ist. Sie wurde schnell für ihre einerseits unkonventionelle und wilde Art, jedoch auch für ihr großes Herz bekannt. Ihre Person blieb jedoch weitestgehend ein Mysterium. Darrin Amijo-Wardle und Hugo Media, zwei der bekanntesten Mural-Künstler in Arizona, interessierten sich für diese besondere Persönlichkeit und für das Geheimnis um ihr Leben. Durch das verschwommene Portrait und die lebhaften Farben haben sie ihre Geschichte verewigt und heben das Rätsel, was ihre Person umgab, hervor.

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(c) Visit Phoenix

Open Air Galerie in St. Pete/Clearwater

Bunt, bunter, St. Pete: Floridas Sunshine City St. Pete an der Küste des Golfs von Mexiko hat nicht umsonst einen sehr kreativen Ruf. Alleine in Downtown St. Pete findet man über 90 farbenfrohe Murals, die von lokalen, nationalen und internationalen Künstlern angefertigt wurden. Jedes Jahr findet in St. Pete außerdem ein designiertes Festival statt – das SHINE Festival – währenddessen die Open Air Galerie im Sunshine State stetig erweitert wird. Natürlich spiegelt jedes Mural eine eigene Geschichte wider und hat eine eigene Botschaft: Das Kunstwerk „Eye of the Sturm“ wurde beispielsweise während des SHINE-Festivals in 2016 erstellt und bezieht sich auf die Sorge der Einwohner, dass der herannahende Hurricane Matthew St. Pete trifft.

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(c) Visitstpeteclearwater.com

Mit dem Mural „You are my Sunshine“ nehmen zwei Künstler aus der Region Bezug auf den Spitznamen der Stadt – Sunshine City. Das Wandbild repräsentiert, wie sehr die Einwohner St. Petes sich mit der Stadt verwurzelt fühlen und sie die lokale Gemeinschaft schätzen.

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(c) visitstpeteclearwater.com

 

It’s that hot!

Scottsdale in Arizona ist nicht nur als hochkarätige Destination für Wellnessreisende und Naturfreunde bekannt – auch die Kunstszene ist sehr facettenreich. Insofern findet man insbesondere seit ein paar Jahren auch immer mehr Murals in der Stadt verteilt, welche mit ihren bunten Motiven die Kunstszene ausbauen. Eines davon war beispielsweise Teil der Sommerkampagne von Experience Scottsdale aus 2018 unter dem Motto #Itsthathot: Es zeigt eine große Wüstensonne in verschiedenen Rottönen, welche von den ikonischen Saguaro-Kakteen umrahmt wird. Die lebhaften Farben des Kunstwerks repräsentieren Scottsdale als eine offene Stadt voller pulsierenden Lebens und Positivität. Zu finden ist das Kunstwerk in Scottsdales Altstadt neben der Geisha A Go Go Sushi Bar. Das Mural wurde von der lokalen Künstlerin Lauren Lee erstellt und sollte ursprünglich nur knapp ein Jahr an Ort und Stelle bleiben. Es wurde jedoch sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern ein so beliebter und oft fotografierter Spot, sodass es nicht entfernt wurde.

(c) Halie Sutton, Scottsdale Murals

It’s always sunny in Scottsdale

Ein weiteres pittoreskes Exemplar aus Scottsdales Mural-Szene greift ein Thema auf, was die Region definitiv prägt: Denn in Scottsdale ist es fast immer sonnig, über 300 Tage im Jahr. Das Wandbild findet man im Pool-Bereich des ikonischen Hotel Valley Ho und greift den Stil der 50er-Jahre auf, den man auch im Hotel selbst wiederentdeckt. Das Hotel galt in seiner Blütezeit als Zufluchtsort für zahlreiche Hollywood-Stars und beherbergte Persönlichkeiten wie Marylin Monroe oder Bette Davis. Das Mural, welches im Stil einer Vintage-Postkarte gestaltet ist, erinnert an diese Zeit und ist ein sehr beliebter Foto-Spot. Es vervollständigt perfekt den besonderen Pool-Bereich des Hotel Valley Ho: Dieser Pool hat nämlich die Form eines Martiniglases – sogar mit der obligatorischen Olive! Passend zu der Blütezeit des Hotels.

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(c) Hotel Valley Ho

Street Art auf den Malediven

Die Malediven gehören zu den Orten an denen mal wohl kaum Murals erwartet. Jedoch wurde das Pullman Maldives Maamutaa erst Anfang 2020 um zwei Wandbilder reicher – und das auch noch von einer deutschen Künstlerin. Claudia Walde alias „MadC“ verzierte die Wände des Restaurants Souq Oven sowie die Außenwand des Spas mit zwei Kunstwerken. International bekannt wurde die 1980 in Bautzen geborene deutsche Street Art-Künstlerin 2010 durch ihr Projekt „700Wall“, einer 639 Quadratmeter großen Mauerfläche entlang der Bahnstrecke zwischen Berlin und Halle. Inzwischen sind ihre Arbeiten in über 35 Ländern zu sehen. So auch im Pullman Maldives Maamutaa, wo MadC bereits dem Dive-Center sowie der Bar Saffron Affair ein kreatives Design beschert hat, das gerade in dieser Umgebung besonders zur Geltung kommt, denn urbane Art-Projekte sind üblicherweise in städtische Architektur eingebettet. Anders bei MadC´s Projekten mitten im Indischen Ozean, die mit ihren leuchtenden Farben fast surreal wirken.

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(c) Marco Prosch

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