Guide zum lukrativen LifeMiles Programm

????????????????????????????????????

Bei einigen Links zu Produkten oder Partnern auf dieser Webseite handelt es sich um Affiliate Links. Hier wird nach Klickerfolg eine Kommission ausgezahlt.

Auch wenn Du vielleicht noch nie etwas von Avianca oder deren Vielfliegerprogramm LifeMiles gehört hast, bietet es die mitunter besten Möglichkeiten, Awardplätze bei Star Alliance zu buchen. Besonders lukrativ sind hierbei Plätze in der Business- oder First Class, denn diese bieten unglaubliches Sparpotenzial – auch für Wenigflieger

Aber erstmal von Anfang an: Avianca ist eine kolumbianische Airline, die bereits vor einigen Jahren der Star Alliance beigetreten ist. Als Mitglied dieses Airlinesverbundes ist es möglich, über Lifmiles Awardflüge für alle Partnerairlines, wie etwa Lufthansa, Thai Airways und Turkish Airlines zu buchen. In diesem Guide zeige ich gute Möglichkeiten, wie auch Du davon profitieren kannst.

Avianca LifeMiles Awardtabelle

Eigentlich ist die Arwardtabelle von Avianca relativ leicht zu verstehen, da sie regionenbasiert ist und nicht unterscheidet mit welcher Airline man letztendlich fliegt.

LM - Awardtabelle

Doch LifeMiles ist fast schon dafür berühmt, die eigenen Regeln über Nacht zu ändern. So wurden erst vor kurzem die Meilenwerte nach oben korrigiert und Länder in andere Regionen untergebracht – LifeMiles ist also kein Programm in welchem man seine Meilen horten sollte.

Manchmal setzt man obige Tabelle auch einfach außer Kraft und schafft völlig neue und für den Kunden bessere Werte.

LM_neuer_Chart

So benötigte man zum Beispiel von Deutschland nach Brasilien oder den USA nur noch 57.500 Meilen für einen Oneway-Flug in der Business Class, anstatt der eigentlich vorgesehenen 72.500 Meilen. Ab Dänemark, Großbritannien oder Norwegen benötigte man in Richtung USA sogar nur noch 52.500 Meilen.

LifeMiles sammeln

Natürlich kann man LifeMiles auch bei Flügen innerhalb der Star Alliance sammeln! Das aber ergibt eigentlich nur wenig Sinn, da es so viele Aktionen gibt, um günstig an Meilen zu kommen. So bietet Avianca häufig sogenante „2×1 Promotionen“ an, bei denen man LifeMiles mit einem Bonus von bis zu 125 Prozent kaufen kann. Regulär kosten 1.000 Meilen 33 US-Dollar, mit verschiedenen Aktionen, kann man den Preis auf gerade einmal 15 US-Dollar pro 1.000 Meilen drücken. Weiterhin sollte man allerdings beachten, dass man inklusive den Promomeilen maximal 360.000 Meilen pro Kalenderjahr erwerben kann – wobei auch dieses Limit öfters mal angepasst wird.

Für die Promotionen macht es definitiv Sinn, sich bereits vorher zu registrieren, da manche nur für bereits registrierte Mitglieder angeboten werden.

Awards buchen

Man kann seine Prämienflüge direkt auf der Seite von LifeMiles buchen.

LM_Maske1

Neben den Einstellungen über die Buchungsklasse, Abflugs-, Ankunftsflughafen und Datum, kann man auch seine bevorzugte Airline auswählen oder direkt Verfügbarkeiten bei allen Partnerairlines abfragen.

LM_Carrier

Und dies bringt uns direkt zum großen Nachteil von Avianca LifeMiles: Die Verfügbarkeit von Prämienflügen. Es ist nicht leicht, verfügbare Flüge – speziell in Business Class – besonders aber in der First Class, zu finden. Manche Airlines sperren offensichtlich gezielt ihre Awarverfügbarkeiten bei LifeMiles. Die Lufthansa ist dafür ein gutes Beispiel, wohingegen man zum Beispiel für Thai Airways-Flüge derzeit sehr gut Chancen hat, ein passendes Routing zu finden. Nervig ist auch die langsame Buchungsplattform. Nach einigen Versuchen muss man sogar jedes mal eine Captcha-Abfrage bestätigen.

Dazu kommen noch die drei teilweise sehr unsinnige Regeln:

  • Stopover (Aufenthalt über 8 Stunden) sind nicht erlaubt
  • Flüge mit mehr als einem Stop können für Probleme sorgen
  • Alle Segmente müssen in derselben Kabine gebucht sein
Besonders die Kabinenregelung nervt. Ist zum Beispiel nur der Zubringerflug in der Business Class nicht verfügbar, so kann man das komplette Routing vergessen, anstatt diesen einfach Economy zu fliegen. Besonders einschneidend ist dies natürlich bei First Class-Flügen, da es innereuropäisch in der Regel gar keine First Class gibt. Entsprechend fallen zahlreiche Routings weg.

Flexible Zahlung

Ähnlich wie bei Hotelprogrammen, kann man bei LifeMiles flexibel mit Geld anstatt von Meilen bezahlen. Insgesamt benötig man nur 40 Prozent der Meilen, um einen Awardflug zu buchen – den Rest kann man einfach mit Geld „auffüllen“.

MC_LM

Diese flexible Zahlung bietet folgende Vorteile:

  • Auch wenn man keine Meilen mehr kaufen kann, kommt man so noch an sein Ticket
  • Die Meilen aus der flexiblen Zahlung sind billiger als ein regulärer Meilenkauf – im obigen Beispiel kosten 37.000 Meilen 557,10 US-Dollar. Somit kosten 1.ooo Meilen nur ungefähr 15 US-Dollar anstatt regulär 33 US-Dollar.
  • Je größer der Cashanteil bei der flexiblen Zahlung gewählt wird, desto günstiger werden die so hinzugefügten Meilen

Gebühren und Steuern

Im Gegensatz zu vielen anderen Programmen fallen bei LifeMiles nur geringe Gebühren und Steuern bei Awardbuchungen an. Treibstoffzuschäge werden dabei grundsätzlich nicht berechnet. Dafür fällt allerdings bei jeder Buchung eine pauschale Servicegebühr von 25 USD an, egal ob online oder telefonisch gebucht wird.

Für den Umtausch eines ungenutzten Meilentickets fallen Gebühren von 50 US-Dollar an, für die Änderung eines Tickets sogar 150 US-Dollar. Alle Änderungen eines Tickets können nur telefonisch bearbeitet werden und das ist bei LifeMiles wahrlich keine Freude. Es kann schon mal passieren, dass man mehrere Stunden in der Hotline wartet und der zugeteilte Mitarbeiter dann kein Englisch spricht.

Lohnenswerte Strecken

Trotz vieler Entwertungen, mangelnden Verfügbarkeiten und dem Schließen einiger Schlupflöcher, gibt es noch immer einige Strecken, die sich besonders lohnen:

  • Frankfurt – Sao Paulo in der Air Canada Business Class (mit Promotion buchbar ab circa 800 Euro)
  • Frankfurt – Los Angeles in den Asiana First Class Suites (mit Promotion ab circa 1.400 Euro)
  • Frankfurt – Hong Kong in Thai Airways First Class (mit Promotion ab circa 1.600 Euro)
  • Bangkok – Sydney in der Thai Airways First Class (mit Promotion ab circa 900 Euro)
Weitere interessante Routings findet Ihr zum Beispiel auf dem Boardingarea-Blog von You Have Been Upgraded.

InsideFlyer.de Fazit

Vorteile:

  • Gute Promotionen zum Meilenkauf
  • Geringe Gebühren bei Awardbuchungen
  • Keine Treibstoffzuschläge
  • Gute Einlösemöglichkeiten von Meilen
  • Flexible Zahlung möglich

Nachteile:

  • Meilenentwerung jederzeit ohne Vorwarnung möglich
  • Teilweise schlechte Verfügbarkeiten
  • Nervige Buchungsplattform
  • Schlechtes Callcenter

InsideFlyer.de | Kommentar

LifeMiles ist gleichzeitig eines der lukrativsten und frustrierendsten Programme überhaupt. Einerseits bietet man zwar gute Möglichkeiten Meilen günstig zu kaufen und einzulösen, doch die gelegentlichen Meilenentwertungen, sowie die schlechten Verfügbarkeiten von Awards trüben den Gesamteindruck.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.