Review: In Eurowings Best nach Wien

Eurowings Best nach wien

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Eurowings Best, die Premium Variante des Billigfliegers von Lufthansa und Konsorten bietet immer wieder gnz gute Preise auf Verbindungen in und aus Deutschland an. Wer sich für die Airline entschließt, hat die Auswahl zwischen drei Tarifen:

  • Eurowings Basic (quasi der Handgepäck-Tarif ohne irgendwelche Vorzüge, wer eben einen billigen Flug sucht ist hier gut aufgehoben).
  • Eurowings Smart (der erweiterte Handgepäck-Tarif mit Lounge Zugang für die Vielflieger der LH-Group, 1 Freigepäckstück, Sitzplatzauswahl sowie Snack und Getränk).
  • Eurowings Best (ein all inclusive Tarif mit 2x Gepäck, Fastlane, freier Nebensitz, mehr Beinfreiheit, Zugang zur LH-Business Class Lounge, Snacks und Getränke).

Weitere Infos gibt es hier. 

Eurowings DUS-VIE

Wir entschlossen uns die Eurowings Best auszuprobieren, um so komfortabel wie möglich nach Wien zu kommen.

 

Eurowings Best  – Checkin, Lounge und Boarding

Der Checkin erfolgte im Terminal A des Düsseldorfer Flughafens, weitab von den anderen Checkin Schaltern. Es gab einen Priority Checkin, an dem wir unsere Koffer abgaben. Leider gab es nicht so etwas wie ein Priority Label. Auch kein Verweis auf die Nutzung der Lounge. Erst auf Nachfrage wurden wir über den Zugang zur LH Business Lounge informiert. „Has‘ du nur ein Gepäck?“ gab es ebenfalls und der junge Herr hinter dem Schalter gab sich sichtlich Mühe mit unserer Buchung. Insgesamt wäre da jedoch noch Luft nach oben in Bezug auf Freundlichkeit und Kundenorientiertheit.

Eurowings Best Priority Check In

Eine Fastlane bei der Security gab es nicht, trotzdem waren wir recht schnell durch die Siko.

Die LH-Business Lounge war für die Wartezeit angenehm. Mit bayrischen und auch nicht bayrischen Spezialitäten (Leberkäse, Käsespätzle, Maultaschen, Kartoffelsuppe) war auch die Auswahl sehr gut. Wie ich mir habe sagen lassen, sogar identisch mit dem Angebot in der Star Alliance Gold / Lufthansa Senator-Lounge.

Pünktlich wackelten wir zum Ausgang. A30 – es war ein Busgate. Dies sollte ein voller Flieger werden. „Die Leute, die noch keinen Sitzplatz haben, können sich am Schalter melden“ – auch eine interessante Vorgehensweise.

Eurowings DUS-VIE

Ein geordnetes Boarding gab es nicht, jeder gerade wann er wollte. Entsprechend groß war auch das Chaos. Warum man hier nicht nach Sitzreihen boardet ist mir schleierhaft. Gut, bei einem Busgate ist das vielleicht nicht notwendig. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass dies bei einem Fingergate ebenso nicht anders ist. Priority Boarding kostet nichts, deshalb sehe ich keinen Grund, weshalb man es nicht anbietet, wobei dies auch bei der Mutter von Eurowings nicht immer tadellos klappt.

 

Eurowings Best  – An Bord

Im Flieger angekommen wurde man mit mürrischem Gesicht von den Flugbegleitern begrüßt – oder auch nicht. Mein Sitz 2D (es gibt 3 Reihen „Best“, die mit einem Cabin Divider über den Sitzen von den übrigen Plätzen getrennt ist ) hatte viel Platz und ich fühlte mich gleich wie zuhause, war es doch ein ausgemusterter Lufthansa Airbus A320 mit den allseits beliebten NEK-Sitzen (NEK = Neue Europakabine). Wie immer waren die so dünn, dass bequemes Sitzen doch nur auf kurzen Strecken möglich ist. Trotzdem muss ich sagen, dass es recht bequem war. Warum ? Weil der Sitz tatsächlich mehr Beinfreiheit hatte, als in der normalen Economy Class. Das ist ein richtiger Vorteil gegenüber der LH Business und auch den hinteren Plätzen der Economy. Ebenso, dass die ersten drei Sitzreihen eigene Staufächer für die Eurowings Best Kunden haben.

Die Crew war eine „Germanwings“ Crew mit weinroten Uniformen, der Flieger auch eine Airbus A320 in Germanwings-Lackierung.

Nach dem Boarding gab es das übliche Standard Programm. Es dauerte lange, bis alle Passagiere an Bord waren, trotzdem war der Flieger sehr pünktlich. Der (junge) Kapitän begrüßte die Gäste, danach der Purser. Ebenso gab es das Sicherheitsballett, manuell natürlich.

Wifi gab es auf diesem Flug nicht, obwohl dies auf dem Flyer in der Tasche vor mir hoch angepriesen wurde. Somit habe ich auf diesem Flug keine Unterhaltung nutzen können, da auch die runtergeladene App eben nur mit dem zur Verfügung gestellten Wireless Internetzugang funktionierte. Zeitschriften und Zeitungen gab es, wie beim Mutterkonzern eben auch, nicht. Service vor dem Flug auch nicht.

Eurowings Best – Der Service

Das wichtigste Element des Fluges war der Vorhang den die Kabine von der Galley trennte. Denn dieser wurde konsequent schnell zugezogen. Grundsätzlich beschreibe ich den Service als lustlos, unmotiviert, aber durchaus auf Ansprache freundlich. Interessant war der Getränkeservice.

Eurowings Best Menükarte

Es gab – wie in der Lufthansa Economy – auch in Eurowings Best die Getränke in Plastikbechern serviert und nicht wie im „Bordmenü“ beschrieben in Flaschen und Dosen. Eine Getränkerunde reichte ja auch sowieso. Wollte man hier sparen, in dem man <0,2l serviert  ? Der Snack wurde auf Nachfrage gereicht, wurde aber nicht proaktiv angeboten.

Eurowings DUS-VIE

Dieser Bereich war insgesamt nicht besonders gut. Der Purser hatte die PIL (Passenger Information List) auf seinem Trolley liegen. Die Frage ist nur wofür ? Keiner der Passagiere wurde mit Namen angesprochen. Wofür also der Aufwand? Dann kann man sich das sparen.

Der Service in der Eurowings Best war nach dieser einen Runde Getränke vorbei – Vorhang zu. Dann passierte bis zur Landung nichts mehr.

 

Eurowings Best – Ankunft in Wien

Überpünktlich setzten wir zur Landung in Wien an. Auch hier hatten wir ein Busgate. Das übliche Chaos beim „Vom-Bord-gehen“, das ich nicht anders von der Lufthansa gewöhnt bin – jeder will schnellstmöglich aus dem Flieger mit Drängen und Schubsen. Wir wurden über die erste und hintere Tür von Bord gelassen, was natürlich den Prozess beschleunigte. Das Gepäck wurde recht schnell am Gepäckband.

 

Übersicht

Sitz

Service

Essen

Getränke

Entertainment

Preis/Leistung

Gesamteindruck

Fazit

Insgesamt ein ordentlicher Flug mit ein wenig Komfort. Würde ich wieder buchen ? Ja, definitiv! Es stimmt gerade in "Best" das Preisleistungsverhältnis. Wenn jetzt die Crew noch freundlicher wäre und das Boarding weniger chaotisch ablaufen würde, wäre Eurowings durchaus eine Alternative zu den etablierten Airlines.

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Kommentare

  1. Flyer sagt

    „Der Purser hatte die PIL (Passenger Information List) auf seinem Trolley liegen. Die Frage ist nur wofür ? Keiner der Passagiere wurde mit Namen angesprochen. Wofür also der Aufwand? Dann kann man sich das sparen“

    Um zu sehen wer SMART gebucht hat und daher auch ein Snack und Getränk gratis bekommt. Warum so negativ eingestellt wenn man sich mit den Prozessen nicht genau auskennt?

  2. Noah sagt

    Die von dir beschriebene PIL hat er wahrscheinlich auf seinem Trolley liegen um nachschauen zu können, wer von den Passagieren den „Smart“ Tarif gebucht und somit Anspruch auf Snack&Getränk hat.

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