Die Sorgen der Lufthansa-Piloten

Dieses Thema im Forum "Lufthansa" wurde erstellt von Jet1, 30. September 2014.

  1. Jet1

    Jet1 Platinum Member

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    Ein Lufthansa-Pilot hat sich vom Bundesarbeitsgericht bescheinigen lasse, dass er trotz anderslautender Regelungen seines Arbeitgebers nicht verpflichtet ist, am Boden eine Dienstmütze zu tragen, wenn es eine solche Verpflichtung für Pilotinnen nicht gibt.

    http://www.airliners.de/lufthansa-kampf-muetzenpflicht-piloten/33738

    Der Mann hat Sorgen …
     
  2. oldfaithful

    oldfaithful Co-Pilot

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    Es gibt aber auch vernünftige Piloten - auch bei der LH. Hoffentlich setzen die sich bald gegenüber ihren egomanen Kollegen (VC , Mütze usw.) durch.
     
  3. A340

    A340 Guest

    Wenn die nicht langsam zur Vernunft kommen, sollte allen die Mütze und zwar gänzlich abgenommen werden.:mrgreen:
     
  4. aviator

    aviator Platinum Member

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    Die schaufeln sich doch schon seit langem ihr eigenes Grab; nur verwunderlich das sie es selber nicht merken.:lol:
     
  5. A340

    A340 Guest

    Wenn sie erstmal drin liegen ist es zu spät.
     
  6. alexb

    alexb Lotse

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    wieso scheinen die Piloten nur nach Problemen zu suchen?? es zwingt sie ja niemand den Job zu machen!
     
  7. A340

    A340 Guest

    Nach der Ausbildung gewissermaßen schon.
     
  8. piperpilot

    piperpilot Silver Member

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    Zitat aus einem Pilotenforum:

    Mir wurde die Geschichte in Gänze mal so erzählt:
    Der Kollege kam ohne Mütze zum Dienst, war der Flotte in MUC schon aus irgendwelchen Gründen eher ein Dorn im Auge. Der Cpt auf dem Flug muss wohl jemand aus der Flotte gewesen sein und die Stimmung zwischen den beiden Kollegen war auch nicht sonderlich prickelnd. Daher hat der Cpt den Kollegen wegen fehlender Mütze vom Flug abgesetzt und der Kollege wurde zum Personalgespräch geladen mit anschließender Abmahnung.
    Der aus dem Stby kommende Kollege hatte ebenfalls keine Mütze dabei, durfte aber fliegen.
    Der klagende Kollege hat sich dann entsprechend gewehrt, hatte aber keinen Erfolg. So beschritt er den Rechtsweg. Ausgang bekannt.


    Ganz erfunden scheint dies mindestens nicht zu sein, siehe dieser Link, Nr.26

    https://openjur.de/u/448347.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Oktober 2014
  9. negus negesti

    negus negesti Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    So macht die Geschichte auch Sinn. Die sogenannten MUC-Crews, insbesondere die Kapitäne, gelten bei der LH intern übrigens als echte Kotzbrocken.
     
  10. Bozen

    Bozen Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Warum sind es immer die Überzahlten, die mit ihrem Querulantentum wertvolle Ressourcen der Justiz vergeuden? Ob Schreiberlinge im Bundestag, die sich weigern, einen Schlips umzubinden, oder Piloten, die ihren Deckel nicht mal kurz aufsetzen wollen, obwohl sich dies nachweislich positiv auf das Ansehen ihres Unternehmens auswirkt...

    Dafür kann ein kleiner Arbeitnehmer, der sich gerichtlich gegen seine Kündigung wehrt und dem vielleicht von einem übermächtigen Arbeitgeber kurzerhand der Geldhahn zugedreht wurde, umso länger auf sein Recht warten.

    Vielen Dank, unbekannter LH-Pilot! Ein Grund mehr, aus dem ich Euch zutiefst verachte.
     
  11. Bozen

    Bozen Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    gospodar gefällt das.
  12. PinkPanda

    PinkPanda Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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  13. Bozen

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    Ein Monatsgehalt. Das ist üblich, wenn es wie hier nur um eine Ermahnung geht.
    Leider sind solche Kohlhaase meist rechtsschutzversichert, sonst müßte er immerhin seinen Anwalt nach diesem Streitwert selbst bezahlen.
     
  14. gospodar

    gospodar Platinum Member

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    Bozen, Meister der arte de poetica und der geschliffenen, witzigen Formulierung:
    Haben Ihro Gnaden heute einen schlechten Tag gehabt?

    Das armselige Monatsgehalt des klagenden Piloten betrug lt. AG- Urteilsbegründung weniger als 7000 Euro, dafür steigen hier manche der FVVoristen noch nicht einmal zur morgendlichen körperlichen Ertüchtigung in den hauseigenen pool, geschweige denn in die auf die Firma zugelassene und vom Chaffeur warm gepustete (AMG-) S-Klasse. Also nichts mit Monatsgehalt von 21.000 Euro. Das war nur der Streitwert (3x Monatsgehalt).

    Anzunehmen ist, dass der klagende Pilot eine RSV hat(te). Diese wiederum muss aber nicht die Kosten des Verfahrens (Gerichtskosten, Beklagten- und eigenen Anwalt) tragen, sondern die unterlegene Partei. Das war nun mal in diesem Fall nicht der Kläger.

    Sollte ich mich täuschen, bitte ich um Nachsicht (auch mein Tag war nicht der allerbeste) und um (nette) Korrektur.
     
  15. Bozen

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    Also:

    1.
    Meine Tage sind immer schlecht. Das merkt man ja wohl an meinen Posts! :mrgreen:

    2.
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Und das seid in diesem Fall Ihr, geschätzter Gospodar.
    Zwar wird als Gegenstandswert für eine Abmahnung - und damit erst recht für eine bloße Ermahnung - nur ein Monatsgehalt zugrunde gelegt, jedoch ging es in dem Rechtsstreit noch um mehr, nämlich auch um die Feststellung, daß der arme Schlucker zukünftig Mütze-Glatze spielen darf, so oft er will. http://www.youtube.com/watch?v=3xMSMCK-5V8
    So ist das Gericht dann zum dem sog. Regelstreitwert gelangt (wie Du sagst, 3x Monatsgehalt).

    3.
    Bei der Ermittlung der Höhe des Monatsgehalts wird das Gericht (es hat da einen Ermessensspielraum) wahrscheinlich nur den Betrag angesetzt haben, den es dem Arbeitsvertrag auf Anhieb entnehmen konnte. Richtern fällt es meist sehr schwer, auch nur zu ermitteln, was sie in einen Taschenrechner eingeben müßten. Soll heißen: man hat wahrscheinlich alles, was der Arbeitsvertrag an nicht bezifferten Zulagen, wie 13.,14.,15. Gehalt, Überstunden, Freiflüge für die Omi etc. pp., außen vor gelassen. So kommt man dann auf ein Monatsgehalt von nur 7k :(

    4.
    Im arbeitsgerichtlichen Verfahren erster Instanz trägt jede Partei ihre Kosten selbst - unabhängig vom Ausgang http://dejure.org/gesetze/ArbGG/12a.html


    Schönen Kohl-Day morgen!
     
  16. gospodar

    gospodar Platinum Member

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    Da Pkt 1.) bis 3.) gnädiger Weise Zustimmung zu meinen Ausführungen gefunden haben, bleibt Punkt 4.) "streitbehaftet".

    Zu Punkt 4.) ist anzumerken, dass es sich hier um ein Urteil nicht in "erster Instanz" handelt, sondern um ein Urteil des BAG. Hierzu ist anzumerken:

    Im Arbeitsrecht gibt es außerdem die Besonderheit, dass es in der 1. Instanz, also bei dem Arbeitsgericht, keine Erstattung der Anwaltsgebühren gibt. Hier zahlt jeder seinen Anwalt selbst – egal, wer am Ende Recht bekommt. Die Gerichtskosten zahlt allerdings der Verlierer.

    In den höheren Instanzen, dem Landesarbeitsgericht und dem Bundesarbeitsgericht, greift die übliche Kostenregelung
    . Das heißt: Der Verlierer zahlt alle Kosten; die des Gerichts und die der Rechtsanwälte
    .

    Täusche ich mich?

    P.S.:
    Hannover ist (nur heute und morgen) dank des "Kohl-Tages" endlich ´mal eine Millionen-Stadt!
     
  17. Bozen

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    Sprechen wir von unterschiedlichen Urteilen? Ich bezog mich auf das von "piperpilot" gepostete: https://openjur.de/u/448347.html

    Hinsichtlich der Kostentragungspflicht täuscht Du Dich nicht. Genau das gleiche habe ich unter 4. gesagt bzw. wollte ich es jedenfalls sagen...
     
  18. gospodar

    gospodar Platinum Member

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    Offensichtlich handelt es sich hier um den gleichen Fall, jedoch von unterschiedlichen instanzlichen Urteilen. Das von "piperpilot" zitierte Urteil stammt vom Arbeitsgericht (1. Instanz) aus dem Jahre 2011 (ArbG Köln · Urteil vom 5. April 2011 · Az. 12 Ca 8659/10), das Bundesarbeitsgerichturteil stammt jedoch aus dem Jahre 2014, behandelt aber den gleichen Fall in letztendlich letzter Instanz auf dem AG-Klageweg.

    Ist ja letztendlich auch "Wurscht", für mich ist das einmal wieder ein "Possenurteil" aus dem regulierungswütigen Europa.

    Ich wünsche ein schönes langes Wochenende.
     
  19. A340

    A340 Guest

    Die haben echt einen an der Mütze. Wenn der Kapitän bei seiner Durchsage die Begrüßung mit 'herzlich willkommen auf Ihrem Rückflug nach Bayern ' beginnt, fällt mir schon etwas aus der Jacke, es könnte der Reisepass für dieses besondere Land sein.
     
  20. A340

    A340 Guest

    Schitt auf die Millionenstadt, wäre der Kohl mal lieber an der Wurzel geblieben.
     

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