Subventionen für die Swiss (LH Group)

Dieses Thema im Forum "Alle Alles" wurde erstellt von YuropFlyer, 22. Februar 2016.

  1. YuropFlyer

    YuropFlyer Guide

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    Wen wunderts? Die permanent mit Lügen um sich werfende LH Group (bezüglich angeblicher Subventionen für Emirates&Co) greift ab sofort selber äusserst dick Subventionen für ihre Piloten ab:

    http://www.20min.ch/finance/news/story/Bund-zahlt-jungen-Piloten-bis-zu-64-500-Franken-19052101

    Na, das freut mich doch als Schweizer Steuerzahler, wenn ich den ohnehin nicht schlecht verdienenden Piloten in Zukunft noch fette Subventionen nachwerfen kann. Meint hier jemand, das die Swiss die Löhne dann noch gleich lässt? Fast scheint mir, als würde die Differenz, oder wenigstens ein Teil davon, dann beim Lohn abgezogen, der dumme Schweizer Steuerzahler zahlt es für die deutsche Airline ja.

    Mal im Ernst, würde die LH Group nicht permanent mit lächerlichen Anschuldigungen gegen die ach-so-bösen Araber um sich werfen, man könnte ja ein Auge zudrücken. Aber einerseits Lügen am laufenden Band in die Medienlandschaft werfen, selber aber zugreifen wo es geht, wenn einem die Lobbyisten (in anderen Ländern nennt man das Korruption) entsprechend in Stellung gebracht haben, das ist höchst unseriös. Dazu gehört auch, das die Swiss fast 50% ihrer Flüge ab Lugano wegen angeblichem "Wetter" gestrichen hat, während Etihad Regional (welche tatsächlich ein SCHWEIZER Unternehmen sind, und nicht zu 100% einer deutschen Firma gehören wie die sogenannte "Swiss") 99% ihrer Flüge nach/von Lugano pünktlich durchführte, und gar ab einer Verspätung von nur 1h anstandslos Entschädigungen auszahlt!
     
  2. Bali08

    Bali08 Diamond Member

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    Sorry, aber dein Beitrag ist reichlich unsachlich.
    Selbst als EK Skywards Gold und überzeugter EK Pax würde ich nie in Abrede stellen, dass die Golf Airlines massiv subventioniert werden.
    Wenn du den eingestellten Artikel vernünftig gelesen hättest, wäre dir vielleicht aufgefallen, dass die Subvention nicht etwa nur für künftige Swiss Piloten gilt, selbst, wenn sie die Mehrzahl der Betroffenen stellen werden.
    Nach 5 Jahren kann der Pilot zB. zu EK oder Qatar wechseln, also werden die deiner Lesart nach (zumindest indirekt) auch subventioniert.
    Im übrigen verstehe ich den Zusammenhang mit Etihad Regional überhaupt nicht (übrigens profitieren die auch von der neuen Subvention!).
    Außerdem ist Etihad Regional in letzter Konsequenz genau so wenig von Schweizern bestimmt, wie Air Berlin von Deutschen.
     
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  3. tosc

    tosc Pilot

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    Was eine unsägliche Hasstirade.
     
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  4. YuropFlyer

    YuropFlyer Guide

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    Einen Einzeller zu schreiben, ohne jegliche Argumente, ist ja so viel einfacher, gell?

    Schauen wir mal, welche Airline wird hier grösstmehrheitlich massiv staatlich subventioniert? Welche Airline schiesst gerne gegen die angeblichen Subventionen zB einer Emirates, obwohl jeder mit Ahnung weiss was das für Schwachsinn ist - Emirates muss für das Emirat Dubai Geld einbringen, nicht Geld verschlingen. Aber eben, wer die Märchen der LH Group glaubt..

    Also, hier wird - praktisch ausschliesslich - eine ausländische Airline subventioniert, mit Schweizer Steuergeld. Das ist wahrscheinlich in deinen Augen eine "unsägliche Hasstirade". Gut, vielleicht hast du dieses Gefühl..

    Noch dazu sind Piloten auch heutzutage nicht gerade Geringverdiener. Würde das Geld durch den Staat vorgeschossen und dann während der Karriere - vielleicht auch erst zB nach 10 Jahren, wenn man sich gefestigt hat und Reserven bilden konnte - zurückfordern, würde es mich nicht so gross stören. Aber über 60.000 Franken pro Ausbildung ausgeben, einfach mit der Giesskanne, das ist schwerer Unfug.

    Muss man natürlich nicht so sehen. Kann man auch für eine "unsägliche Hasstirade" halten.

    Fakt ist: Subventionen ohne Sinn sind noch NIE eine gute Idee gewesen. Und genau das haben wir hier. Staatliche Subventionen für etwas, das einfach nicht nötig ist, jedenfalls nicht in dieser Form. Als Darlehen wäre es durchaus überlegenswert gewesen. Aber als Geschenk, für eine Berufsgruppe welche nicht am Hungertuch nagen muss - nein Danke!

    Wenn man schon das fliegende Personal unterstützen möchte, dann zB indem man Swiss zwingen würde, Löhne für ihr Kabinenpersonal zu zahlen welche nicht durch Sozialhilfe noch bezuschusst werden müssen (etwas übertrieben gesprochen) - hier gibt man wiederum denjenigen, welche es nicht nötig haben Geld, und dort wo es nötig wäre, ist man auf beiden Augen blind. Kein Wunder findet Swiss kaum mehr Schweizer Kabinenpersonal.

    Aber ja, vermutlich ist das alles eine "unsägliche Hasstirade"...
     
  5. no_way_codeshares

    no_way_codeshares Diamond Member

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    Ich ärgere mich ständig über diese, von den Europäischen (allen voran: LH) und nun auch US-Amerikanischen Traditionsairlines kolportierten Subventionsvorwürfe gegen die ME3.
    Nicht, weil sie gänzlich unberechtigt wären, sondern weil es auch in den EU-Staaten oder den USA protektionistische Massnahmen gibt und weil unsere Airlines sich zu oft hinter solchen Kampagnen verstecken, statt endlich ihre Hausaufgaben beim Service zu machen.
    Wer jedoch das Thema "Anti-ME3-Kampagnen" nur missbrauchen will, um seinen persönlichen Frust über das Gehalt von Piloten im letzten Drittel ihres Berufslebens und darüber, dass die Schweizer alleine keine Airline mit weltweitem Netzwerk wirtschaftlich auslasten konnten aufzuarbeiten, diskreditiert jegliche, berechtigte Kritik an der LH-Group, AF/KL und den US3.
     
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  6. YuropFlyer

    YuropFlyer Guide

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    Ich empfehle dir mal folgenden Artikel zu lesen, geschrieben praktisch von der Swiss Pilotenvereinigung:

    http://www.travelnews.ch/flug/1761-aeropers-wehrt-sich-gegen-5-freiheit-fuer-emirates.html

    "Bereits heute fliegt Emirates zweimal pro Tag mit dem aktuell grössten Passagierflugzeug A380 nach Zürich und einmal mit der B777 nach Genf. Dieses Angebot übersteige die Nachfrage für die Strecke nach Dubai bei weitem."

    "Das ungebremste Wachstum der staatssubventionierten Fluglinien aus dem Mittleren Osten gefährdet viele Arbeitsplätze in der Luftfahrtindustrie in der Schweiz und in Europa."

    "«Im Interesse der Schweiz muss das BAZL das Gesuch von Emirates ablehnen», fordert Meyer, «ansonsten sind wir in der Schweiz irgendwann von der Gunst aussereuropäischer Airlines abhängig»."

    Genug Schwachsinn? Mal davon abgesehen das die Schweiz bereits längst von der Gunst einer ausserschweizerischen Airline abhängig ist (Wieso unterscheidet er zwischen EU- und Nicht-EU-Ausland?) will man sich hier wohl vorallem seine Pfründe sichern. Und ja: Ich kritisiere durchaus die sehr hohen Pilotengehälter in ihrer zweiten Arbeitshälfte. Wieso auch nicht? Ein Maurer verdient auch nicht plötzlich das Doppelte, bloss weil er schon 10 Jahre mauert. Die Pilotengehälter sind beim Einstieg sicherlich nicht zu hoch - mit der neuen staatlichen Subventionierung aber sicherlich auch nicht zu tief - wachsen dann aber im Lauf der Zeit auf Höhen, welche mit der heutigen Situation nichts mehr zu tun haben. Ein heutiger Pilot macht im Regelfall kaum mehr etwas, sondern schaut dem Computer beim fliegen zu.

    Ein Lokführer arbeitet. Ein Busfahrer arbeitet. Ein Pilot? Er überwacht den Computer (oder versucht es) - um im Notfall einzugreifen. Ja, dafür braucht es gut ausgebildete Personen. Aber braucht es für so einen Job immer noch Löhne wie vor 50 Jahren, als Piloten und ihre 4, 5 köpfige Crew noch richtig hart arbeiten mussten? Mit der heutigen Automatisierung würde ich eben eher nein sagen.

    Der Artikel zeigt gut auf, als was sich die Piloten fühlen: Als Ärzte der Luft, unfehlbar, und deshalb mit Gold aufzuwiegen. Das ist meiner Meinung nach falsch. Und deshalb übe ich (harsche) Kritik an solchen Personen, welche meinten einen Anspruch zu haben auf immer mehr, mehr, mehr.

    PS: Einen Frust auf die Lufthansa habe ich überhaupt nicht. Die "alte" Swissair resp. die Neustart-Swiss waren unfähig geführt, und konnten kein tragfähiges Konzept entwickeln. Für mich ist die Swiss eine Airline wie jede andere. Deshalb sehe ich auch nicht ein, weshalb man als Schweiz Subventionen raushauen soll, welche vorallem der Swiss helfen.
     
  7. no_way_codeshares

    no_way_codeshares Diamond Member

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    Ein Maurer investiert auch ein ganz klein wenig geringer in seine Ausbildung.

    Und Rufe nach Protektionismus von Gewerkschaftsseite sind nun wirklich kein Schweizer Privileg.
     

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