Review: LAN Businesss Class von Madrid nach Frankfurt

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Einleitung
Air Canada Maple Leaf Lounge Frankfurt Terminal 1B
LAN Chile Boeing 787-9 Premium Business Class Frankfurt – Madrid
Iberia VIP-Lounge Velázquez Madrid Terminal 4S
LAN Chile Boeing 787-8 Premium Business Class Madrid – Frankfurt

Das Gate für den LAN Flug nach Frankfurt war nur wenige Minuten Laufweg von der Lounge entfernt. Am Gate angekommen hatte das Boarding noch nicht begonnen. Es waren mehrere Schlangen aufgebaut für die verschiedenen Economy Zonen und eine VIP Lane für die Business Class.

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LAN Priority Boarding in Madrid

Das Boarding begann zügig und nach den Pre-Boradings für Rollstühle und Kinder durfte auch die Business Class über die VIP Lane einsteigen.

An der Tür meiner Boeing 787-8 stand eine Flugbegleiterin, diese bat mich nach links auf meinen Sitzplatz 2K. Die Business Class Kabine in der 787-8 verfügt wie die 787-9 der LAN über 30 Plätze in einer 2-2-2 Konfiguration. Da die Segmente zwischen den Türen bei der 787-8 kleiner sind als bei der 787-9 war die Business Class Kabine in zwei kleine Abteile mit drei beziehungsweise zwei Reihen aufgeteilt. Der Bereich der zweiten Tür ist allerdings sehr offen gestaltet. Hier ist keine Galley untergebracht, sondern nur ein kleine Garderobe. Dadurch wirken die Kabinen immer noch zueinander offen.

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Eingangsbereich in der 787-8 an der zweiten Tür zwischen den zwei Business Class Kabinen. Er ist sehr offen gestaltet
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Blick nach vorne in die „große“ Business Kabine mit drei Reihen
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Vordere Premium Business Class Kabine in der LAN 787-8 mit nur drei Reihen
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Blick durch die Kabine
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Über den Mittelsitzen in der ersten Reihe ist ein Crewrest untergebracht. Dadurch sind die Overhead Bins deutlich kleiner beziehungsweise es sind gar keine vorhanden.
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Hier sieht man, dass man in einem modernen Flugzeug sitzt. Es gibt nur noch die „Bitte anschnallen-Zeichen“

Der Sitz ist dem der 787-9 im Grunde ähnlich. Wobei man einige Unterschiede sehen kann. Der Sitz wie auch die Kabine wirken nicht ganz so „frisch“ wie die der 787-9. Der Sitz ist auch in einer anderen Farbe gehalten, wobei wohl Sitzabstand und Breite identisch sind.

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Der Sitz mit Ottomane in der LAN 787-8. Durch das mood lighting war die gesamte Kabine Rot
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Auf jedem Platz lagen diesmal bereits Decken & Kissen
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Sitzverstellung in der Premium Business Class der LAN in der 787-8
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Die Fernbedienung für das IFE ist unter der Armlehne angebracht.
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LAN Chile stellt den Passagieren in der Premium Business Class Noise Cancelling Headsets zur Verfügung. Diese sind in Ordnung, wobei ich natürlich lieber auf meine BOSE IQ25 zurückgreife, die denen von LAN doch überlegen sind
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Die Leselampe zwischen den Sitzen ist Standard in der Business Class. Zwischen den Sitzen ist auch eine herausziehbare Trennwand eingebaut für mehr Privatsphäre. Leider war die auf meinen Flug verklemmt. Da ich keinen Sitznachbarn hatte, störte mich das nicht weiter
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Die Mittelkonsole lässt sich aufklappen
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Die aufgeklappte Mittelkonsole als „Cocktailtisch“

Vor dem Start wurden wieder Getränke und Nüsse gereicht. Ich entschied mich für Wasser und Champagner. Auch wenn ich nach dem einsteigen circa 40 Minuten bis zum „Boarding completed“ auf meinem Platz war, wurde mir leider kein weiteres Getränk angeboten. Die gestrige Crew war hier etwas aufmerksamer.

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Pre-Departure Champagner, Wasser und Nüsse

Der Flug war gut gebucht. Besonders in der Economy Class war der Flug ausgebucht, auch in der Business Class waren circa 80 Prozent der Plätze belegt. Der Platz neben mir blieb frei, was für mich sehr angenehm war.

Nach dem Schließen der Türen machten wir uns direkt auf den Weg zur Startbahn und hatten nur eine kurze Taxizeit.

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Toller Blick auf den Flügel während des Starts

Der Start war wieder unspektakulär und ich genoss den Blick auf den beeindruckenden Flügel. Es dauerte wieder seine Zeit bis die Crew mit dem Service begann, daher beschäftigte ich mich erst einmal mit dem IFE. Dies ist in der 787-8 das selbe wie bei der 787-9, die mich nach Madrid geflogen hat

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Die Selbe moving map wie in der 787-9
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Während des Fluges schaute ich einen Film im in IFE. So verging die Zeit sehr schnell. Das IFE könnte natürlich (immer) umfangreicher sein, wobei die Auswahl solide ist

Der Flug ist mit etwas über zwei Stunden nur gerade so lang genug für einen Film. Daher entscheide ich mich für „Frozen“ sobald das IFE angeschaltet wurde. Auf den Flug nach Madrid war es bereits am Boden verfügbar.

Etwa 55 Minuten nach dem Start begann die Crew mit ihrem Service. Analog zum gestrigen Flug gab es eine schnelle Runde heiße Tücher und anschließend begann der Lunch / Dinner-Service vom Wagen zu dem auch direkt Getränke gereicht wurden.

Das Essen und der Wein waren auch dieses mal gut, aber leider verschwand die Crew nach der Servicerunde wieder einmal komplett und erschien erst 30 Minuten später zum Einsammeln der Tabletts wieder. Sie boten Kaffee an und zwar in der wohl größten Kaffeetasse, die ich je in einem Flugzeug bekommen habe. Diese wurde aber auch nur halb gefüllt serviert.

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Warme Tücher nach dem Start
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Getränke und Essensservice wurden zusammen vom Wagen gemacht
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Snack auf dem Flug nach Frankfurt. Das Brötchen war leider kalt und steinhart. Stopfleber ist auch nicht für jeden etwas, aber im Großen und Ganzen war es ok
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Rotwein und Wasser zum Essen. Die verwendeten Gläser sind, besonders für Flugzeugverhältnisse angenehm groß.
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Die wohl größte Kaffeetasse über den Wolken
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Kompletter Bestecksatz zum Essen. Auf längeren Flügen serviert die LAN sowohl einen Hauptgang als auch eine Suppe. Daher das umfangreiche Set

Bevor mein Film beendet war, begannen wir auch schon wieder den Landeanflug auf den Flughafen von Frankfurt. Der wolkenlose Anflug bot einen tollen Blick auf den Flughafen und die Innenstadt von Frankfurt.

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Der wingflex ist einfach immer wieder toll anzusehen. Ein wunderschöner Flügel
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Im Anflug auf Frankfurt konnte man den Flughafen gut sehen

Überpünktlich setzten wir auf der neuen Landebahn auf und fuhren zu unserem Gate im Non-Schengen Bereich von Terminal 1B.

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Der LAN Chile Boeing 787-8 „Dreamliner“ nach der Landung in Frankfurt

Wer mit LAN Flug LA704 aus Madrid kommt, kommt wie jede internationale Ankunft im Bereich B „unsafe“ an. Das bedeutet, dass jeder der einen Weiterflug hat noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle muss. Für einen Schengen-Flug durchaus ungewöhnlich.

Auch wenn Frankfurt, wie bei mir, die endgültige Destination ist, wird man noch einmal an die Besonderheit dieses Fluges erinnert, da man noch einmal durch die Passkontrolle hindurch muss.

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Menschenmassen an der Passkontrolle nach der Landung. Auch wenn es ein Schengenflug ist, muss jeder Passagier die Passkontrolle durchlaufen

Als ich an der Passkontrolle ankam, schaute ich erst einmal nur sehr erschrocken, aufgrund der sehr langen Schlangen. Zeitgleich mit uns ist gerade ein ASIANA Flieger aus Seoul gelandet, und auf Grund der Masse von Asiaten würde ich darauf Tippen, dass noch ein weiterer Flug gerade eingetroffen war. Die Schlange für EU-Pässe war allerdings kurz und ich konnte die Passkontrolle binnen fünf Minuten passieren. Für Passagiere mit anderen Pässen entstand aber mit Sicherheit eine längere Einreisezeit.

Insideflyer.de | Kommentar

Der LAN 5th freedom Flug von Madrid nach Frankfurt ist der vom Komfort wahrscheinlich angenehmste Weg zwischen diesen zwei Städten zu fliegen. Dies kommt natürlich aufgrund des eingesetzten Langstreckenfluggerätes einer sehr modernen 787 zustande. Auch der niedrige Einheitspreis von ca. 260€ für einen Hin- und Rückflug in der Business Class machen diesen Flug sehr attraktiv.

Für Geschäftsreisende ist allerdings die niedrige Frequenz mit nur einem Flug pro Tag und die doch verhältnismäßig deutlich verlängerten Bodenprozesse sicherlich hinderlich. Für flexibel Reisende ergibt sich hier eine tolle Möglichkeit für einen „echten“ Business Class Flug innerhalb Europas.

Die eigentliche Zielgruppe dieses Fluges ist aber mit Sicherheit der Privatreisende, welcher ein extra an Komfort sucht. Die sehr gute Verfügbarkeit, in den günstigen Buchungsklassen sowohl in der Economy als auch Business Class, lassen diesen Flug zu einen echten Geheimtipp für eine Städtereise nach Madrid werden.

Übersicht

Sitz

Verpflegung

Service

Preis/Leistung

Gesamteindruck

Fazit

Durch das eingesetzte Langstrecken Flugzeug erhält man auf dieser Strecke grundsätlich ein überlegenes Produkt im Vergleich zu den Mitbewerbern und das zu einem unvergleichlich günstigen Preis. Leider sehe ich allerdings die Abfertigung als non-Schengen Flug als Problem an, da diese doch einige Zeit kostet.

3.8

Kommentare

  1. Ralf sagt

    Sehr coole Review! Ich wusste nicht, dass es diesen Flug gibt und habe ihn jetzt gebucht. Ich freue mich schon total auf den Flug.

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