Air France zieht sich aus Paris Orly zurück: Warum das für Reisende in die Karibik von Vorteil ist

Air France Paris Orly

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Seit gestern, dem 29. März 2026, fliegt Air France nicht mehr vom Flughafen Paris Orly ab. Nach rund 80 Jahren hat die französische Fluggesellschaft ihren letzten Flug vom Flughafen Paris Orly (ORY) durchgeführt.

Künftig werden sämtliche Operationen am Flughafen Paris Charles de Gaulle (CDG) gebündelt. Was auf den ersten Blick wie eine reine Konsolidierungsmaßnahme wirkt, hat für Reisende eine konkrete und positive Konsequenz, vor allem bei Reisen in die französischen Überseedepartements.

Bisher wurden Flüge nach Guadeloupe, Martinique und La Réunion von Air France über den Flughafen Paris Orly abgewickelt. Für Passagiere aus Deutschland bedeutete dies einen lästigen Flughafenwechsel in Paris.

Damit ist jetzt Schluss. Künftig werden alle drei Ziele ausschließlich über Paris CDG bedient, sodass der Flughafenwechsel nach Orly entfällt und sich die Reisezeit um mindestens drei Stunden verkürzt.

An den meisten Flugtagen stehen zudem zwei verschiedene Abflugzeiten zur Wahl, auf einzelnen Strecken wie etwa nach La Réunion sogar die Entscheidung zwischen einem Tag- und einem Nachtflug.

Inselhüpfen leicht gemacht

Wer in der Karibik weiterreisen oder verschiedene Inseln kombinieren möchte, findet bei Air France ein solides Angebot. Im Sommerflugplan 2026 verbindet die Airline Miami bis zu fünfmal pro Woche mit Pointe à Pitre auf Guadeloupe.

Zwischen Pointe à Pitre und Fort de France auf Martinique sowie zwischen Fort-de-France und Cayenne in Französisch-Guayana fliegt Air France bis zu zweimal täglich. Neu im Sommerflugplan: Vom 11. Juli bis zum 30. August 2026 gibt es zwei wöchentliche Verbindungen von Fort-de-France nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik mit guten Anschlüssen nach Paris-CDG.

Air France Paris Orly Karibik
(c) Daniel Öberg via Unsplash

Auf allen innerkaribischen Strecken kommt ein Airbus A320 in der Zwei-Klassen-Konfiguration mit Business- und Economy-Class zum Einsatz.

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Warum sich Air France aus Paris Orly zurückzieht

Hintergrund der Entscheidung ist der massive Rückgang der Nachfrage im Inlandsverkehr: Zwischen 2019 und 2023 sank das Passagieraufkommen auf Inlandsstrecken ab Orly um 40 Prozent, die Nachfrage nach Tagesrundreisen sogar um 60 Prozent.

Hinzu kommt das französische Verbot von Kurzstreckenflügen auf Strecken, die per Zug in unter vier Stunden zurückgelegt werden können, wodurch Orly besonders stark betroffen war. Die Konsolidierung auf einen einzigen Hub ist für Air France somit die logische Konsequenz.

Orly wird dadurch jedoch nicht zum Geisterflughafen: Transavia, die Billigtochter der Air France / KLM-Gruppe, ist weiterhin Ort präsent, wächst mit neuen Airbus-A320neo-Maschinen und übernimmt auch die bisherige Air France Lounge.

Fotos: (c) Air France