Kostenpflichtige Getränke in der Lounge und in der Luft?!

Dieses Thema im Forum "Airports & Lounges" wurde erstellt von Pelayo, 17. März 2008.

  1. Pelayo

    Pelayo Pilot

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    Hallo zusammen,

    etwas verwundert bin ich eben über eine Auktion bei eBay gestolpert.
    Hier werden nämich "Lufthansa Miles Senator United Lounge Drink Gutscheine" angeboten.

    Laut Angaben des Anbieters sind diese in allen "United Airlines Red Carpet Clubs" eingelöst werden können.
    Dort kosten die Getränke angeblich 5 - 6 USD woraus sich, bei 35 Gutscheinen, ein Wert von min. 175USD errechnet.
    Außerdem, so der Verkäufer, habe er gehört dass die Gutscheine auch in Luft bei United gegen Getränke eingetauscht werden können.

    Ich war bisher nur in Philadelphia und in New York in den Lounges und habe bisher noch nie für meine Getränke bezahlen müssen - erst recht nicht im Flieger...

    Wer weiß wsa darüber? Ist hier was dran, oder geht es nur um Abzocke?

    Pelayo
     
  2. testero

    testero Gold Member

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    Alkoholische Getränke kosten bei UA sowohl in der Lounge als auch in der Luft. Mit US-$ 5,- bist Du dabei. In der Eco. C und F ist natürlich kostenfrei.
     
  3. epericolososporgersi

    epericolososporgersi Platinum Member

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    Da zeigt sich mal wieder die Überlegenheit amerikanischer Fluggesellschaften im Service.
     
  4. Senatore di Monaco

    Senatore di Monaco Bronze Member

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    Am Boden müssen im RCC alle für Alk zahlen, außer interkont. F Paxe.
     
  5. Guest

    Guest Guest

    Achtung, Tipping Alarm nicht vergessen. Erwarten werden von den freundlichen Service MA in den RCC so etwa 2$ je Getränk. Wer nur den Gutschein hinlegt und nicht mit 2 Bucks extra wedelt riskiert es eine ganze Weile vergessen zu werden oder einfach ganz ignoriert zu werden. :roll:
     
  6. miles-and-points

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    ... was man übrigens den Leuten nicht wirklich "verübeln" kann und sollte.
    Die leben halt zum großen Teil vom Trinkgeld. Und netter isses sowieso. :mrgreen:
     
  7. Guest

    Guest Guest

    Sehe ich anders. Ich gebe gerne und großzügig Trinkgeld, wenn der Service gut ist. Das beruht aber auf freiwilliger Basis. Ich reagiere allerdings allergisch, wenn das Tipping zum absoluten Standard oder noch schlimmer zur Grundbedingung für eine Serviceleistung deklariert wird.
     
  8. miles-and-points

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    Was - mit Verlaub - nicht wirklich lebensnah ist.
    Schon mal - ja, es ist ein anderes Beispiel - Kreuzfahrt gefahren?
     
  9. Guest

    Guest Guest

    Nein, wieso? Muß man auf einer All-Inclusive-Kreuzfahrt zwangsweise tippen, um bedient zu werden oder darf man es auch noch tun, nachdem man den Service begutachten und bewerten konnte?
     
  10. Guest

    Guest Guest

    Demnächst wird man dann wohl auch noch die Check-in-Damen, Sicherheitsleute, Gate-Crews, Piloten sowie insbesondere die Flugbegleiter tippen müssen. Und natürlich die Lounge-Drachen.

    Die Amis fragen vor ihrem ersten LH-F-Trip ja auf FT immer schon ganz emig an, wieviel Trinkgeld sie dem Fahrer vom FCT geben sollten, sowie dem PA und dem Mann an der Bar.
     
  11. miles-and-points

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    Es muß - damit's nicht noch mehr durcheinander geht - natürlich unterschieden werden zwischen dem Service-Entgelt (das in manchen Ländern eben nicht inklusive ist und mit einem mehr oder weniger großzügig bemessenen Betrag noch getopt werden darf) und dem eigentlichen Trinkgeld.

    Ich fand es schon immer beschämend, wenn (sehr häufig deutsche Touristen) den/die Kellner/in/nen, die Steward/essen oder die Angehörigen des Friseurhandwerks nach erbrachter Leistung einfach "im Regen stehen" lassen (möglichst noch mit dem Spruch: "Ich krieg doch auch kein Tip für meine Arbeit...").
     
  12. frabog

    frabog Bronze Member

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    also ich hab noch nie eine stewardess getipt und hab das auch noch nirgends gesehen. ausserdem muss man sich doch mal fragen wer in diesem zusammenhang wen im regen stehen lässt: der kunde den arbeitnehmer oder der arbeitgeber seinen arbeitnehmer unter dem motto "ich bezahle einen hungerlohn, der kunde wird den schon aufbessern." dieses "kombilohnmodell" ist in aller erster linie ein schäbiges verhalten des arbeitgebers, das zudem noch dazu führt, dass sich eine art raubrittermentalität unter dem servicepersonal entwickelt. ich würde jedenfalls lieber das meist emsige und bemühte personal in den LH lounges tipen, nur tut das eben keiner, da es nicht üblich ist. andererseits soll man einem arroganten barkeeper noch dafür bezahlen, dass er einen ewig warten lässt und eine selbstverständliche dienstleistung erbringt.

    trinkgelder sollten in meinen augen in einem normalen rahmen und freiwillig für eine gute leistung bezahlt werden. in den usa werden überzogene trinkgelder verlangt und das mit einer selbstverständlichkeit, die die serviceleistung von der trinkgeldhöhe entkoppelt. von freiwilligkeit kann hier nicht mehr die rede sein.
     
  13. miles-and-points

    miles-and-points Nach Verwarnungen dauerhaft verreist
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    Die o.a Stewards (und manchmal Stewardessen), die ich in meinem Beitrag meinte, arbeiten nicht bei Lufthansa, sondern, wie kurz darüber ausgeführt, auf Kreuzfahrtschiffen. Und noch einmal: es ist ein Unterschied zwischen Trinkgeld und Service-Anteil (in Deutschland ist der Service der Mitarbeiter/innen genauso wie die Steuer im Endpreis inbegriffen).

    Daß dieses in manchen Ländern und vielen Schiffen ganz normal übliche "Modell" des z.T. unglaublich "frechen" Verhaltens bestimmter AG in Bezug auf die Hungerlöhne ihrer MA nicht "blauäugig" und künstlich getrennt zu betrachten ist, scheint ebenfalls klar.
     
  14. frabog

    frabog Bronze Member

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    ich stehe dem ganzen nach wie vor kritisch gegenüber und zwar aus 2 gründen:

    1. trinkgeld geben hat eindeutig mit dem gewohnheitsrecht zu tun. eine stewardess (die in der luft, nicht die auf dem schiff) bekommt nie trinkgeld, die kellnerin schon, der mitarbeiter bei mcdonalds aber wieder nicht, ebeso wie der busfahrer, der taxifahrer dann aber widerum schon usw. die grenzen bzw branchen und services sind willkürlich und unlogisch.

    2. trinkgeld (v.a. übertriebenes) ist in meinen augen das einfallstor zur bestechung. trinkgeld ist und bleibt eine freiwillige leistung. wer trinkgeld vorher geben muss um überhaupt bedient zu werden gibt kein trinkgeld sondern besticht. oder soll ich das nächste mal der steueerklärung 50 EUR im voraus für die freundliche (wohlwollende?) bearbeitung beilegen? ist das dann auch trinkgeld oder schon bestechung?

    ich bleibe dabei: wer seine mitarbeiter nicht anständig bezahlt degradiert sie zu "trinkgeldbettlern" die auf die almosen der gäste angewiesen sind, oder erzieht sie zu unverschämtheit und korruption. wer jemals in einem restaurant der gehobenen kategorie in den usa 20% trinkgeld (was bei den entsprechenden rechnungsbeträgen leicht $50 für 5 mal hin- und herlaufen ergibt) gegeben hat und noch abfällig behandelt oder darauf hingewiesen wurde, dass mehr tip erwartet wird, weiss wovon ich spreche.
     
  15. Guest

    Guest Guest

    Ich informiere mich im Allgemeinen vorher über die Gepflogenheiten eines Landes. In den USA ist es nun mal üblich 15-20% Tipping zu geben und diese tue ich auch, wenn denn der Service vorher stimmt. Wenn er nicht stimmt, dann spreche ich darüber und es gibt entweder Abhilfe oder ein deutlich reduziertes Tipping. Zwangstipping, wie in Miami Beach ist für mich ein Graus und ein Grund dort nie wieder hin zu gehen.

    Für die RCC kann dies aber nicht vergleichsweise gelten. Meistens erhält man am Eingang 2 Gutscheine für Getränke. Wedelt ein Gast nun mit einem Gutschein ohne weitere Greenbacks, dann kommt es leider vor, dass eine Bedienung mehr oder weniger verweigert wird. Kein Tipping zu geben kann ja noch nicht mal böser Wille sein. Man ist gerade dabei das Land zu verlassen und muss von daher keinen einzigen Dollar mehr bei sich haben. :shock:

    Desweiteren muss ich mir bei der allgemeinen Freundlichkeit und Geschwindigkeit der Barkeeper in den RCC schon überlegen, ob ich denen wirklich einen Tip geben will. Selbstdurchgeführte Tests haben allerdings bewiesen, dass 2$ Tipping beim ersten Getränk wahre Wunder bei der weiteren Bedienung bewirken. Kann so allerdings meines Erachtens nicht wirklich sein.
     
  16. stefanm

    stefanm Diamond Member

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    wo in miami beach ist dir das passiert??
     
  17. Guest

    Guest Guest

    Na, z.B. in allen Restaurants im Lincoln Rd. Mall Bereich. Nicht nur mir, sondern auch allen Amerikanern, die unabhängig von mir während einer Konferenz unterwegs waren. Wir waren alle entsetzt über die Art und Weise der Gästebehandlung.

    Eine FA hat mir übrigens vor einigen Wochen erzählt, dass es jetzt in Orlando auch schon so anfängt. :evil:
     
  18. Senator96

    Senator96 Platinum Member

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    "Zwangstipping" gibt es auch in Deutschland...
    Beispiel 1: Wiesn - oder bestell da mal eine zweite Maß, wenn Du bei der ersten nicht getippt hast (und da mein ich nicht das Bedienungsgeld, was man auch bezahlen muss, wenn man schon die erste Maß nicht wieder abtransportiert sehen möchte).
    Beispiel 2: ein gehobenes Restaurant in meiner Studentenstadt hatte unglaublich niedrige Stundenlöhne für die bedienenden StudentInnen. Begründung: "hier wird viel mehr getippt als in anderen Gaststätten".
     
  19. testero

    testero Gold Member

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    Gerade da ist das Beschiss. Denn in Florida werden a priori 16% Service Charge erhoben, das ist einer der Staaten, wo wenig bis gar kein Tipp angemessen ist.
     
  20. Guest

    Guest Guest

    Das ist nicht richtig. Was in Miami Standard ist, wird so in Rest Florida nicht angewendet. Wie erwähnt soll es allerdings so langsam auch in Orlando Einzug halten. Aber Florida besteht ja zum Glück nicht nur aus dem Dreckpfuhl Miami und der Dauer-Party Orlando. 8)

    In anderen Gegenden Floridas ist der Service meines Erachtens meistens absolut Top und ich habe kein Problem angemessen zu tippen. :D
     

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