SWISS plant einschneidende Restrukturierungsmaßnahmen

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Auch ein Jahr nach Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie verharrt der Flugverkehr noch immer auf sehr tiefem Niveau, auch von SWISS. Der COVID19-Effekt ist deutlich grösser als frühere exogene Schocks und hat die Branche in einem noch nie dagewesenen Ausmass getroffen.

Auch SWISS sieht sich noch immer mit der grössten Herausforderung in der Unternehmensgeschichte konfrontiert. SWISS hat auf den Ausbruch der Pandemie umgehend reagiert und umfassende Kostensparmassnahmen eingeleitet, um die Krise und den drohenden Liquiditätsengpass bewältigen zu können. Angesichts der weiterhin ausbleibenden Erholung in der Luftfahrt scheint eine über die bereits eingeleiteten Kostensparmassnahmen hinausführende Restrukturierung unumgänglich.

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Verkleinerung der Flotte

Die Flotte von 90 eigenen und den im Auftrag für SWISS operierenden Flugzeugen von Helvetic Airways (sogenannter Wetlease) wird an den Nachfragerückgang angepasst und voraussichtlich um 15 Prozent gegenüber 2019 verkleinert. Auf der Kurz- und Mittelstrecke würde sich die Anzahl Flugzeuge durch die Ausflottung von Maschinen der Airbus A320-Familie und der Reduktion im Wetlease-Bereich demnach von 69 auf 59 reduzieren. Im Langstreckenbereich beabsichtigt SWISS die Flotte von 31 auf 26 Flugzeuge zu verkleinern. Dabei würden fünf Flugzeuge aus der Airbus-Familie ausser Betrieb genommen werden.

Infolge der rückläufigen Nachfrage müssen sowohl auf der Kurz- und Mittelstrecke als auch im Langstreckenbereich die Frequenzen gegenüber 2019 voraussichtlich reduziert werden.

Zudem würden einzelne interkontinentale Direktverbindungen vorerst nicht mehr aufgenommen werden können. Die vom Bund im Zusammenhang mit dem verbürgten Bankenkredit eingeforderte standortpolitische Auflage, das Flugangebot von SWISS proportional zu demjenigen der Lufthansa Group Airlines zu entwickeln, würde dabei eingehalten.

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Fast 800 Mitarbeiter von SWISS eventuell betroffen

Die beabsichtigte Verkleinerung der Flotte und die Einleitung weiterer Massnahmen würden sich auch auf die Grösse des Personalbestands von SWISS auswirken. Bis Ende 2021 wird SWISS bereits mehr als 1.000 Vollzeitstellen durch natürliche Fluktuation und freiwillige Massnahmen abgebaut haben, ein weiterer Personalabbau ist aber voraussichtlich dennoch nicht zu vermeiden. Im Rahmen der beabsichtigten Redimensionierung könnten bis zu 780 Mitarbeitende betroffen sein, davon rund 200 beim Bodenpersonal, 60 in der Technik, 400 beim Kabinenpersonal und 120 im Cockpit.

Die allfällige Reduktion dieser insgesamt rund 1.700 Vollzeitstellen würde einem Minus von über 20 Prozent gegenüber 2019 entsprechen. Aufgrund der strukturellen Veränderung im Markt würde diese Massnahme unabhängig von einer allfälligen Verlängerung der Kurzarbeit getroffen werden müssen.

Fotos: (c) SWISS

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