Zwischen Plätzchen und Palmen: Weihnachtsbräuche rund um den Globus

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Weihnachten steht vor der Türe: Das heißt in Deutschland meistens Gans, Glühwein, Plätzchen und Geschenke. Doch wie ist das eigentlich in anderen Regionen der Erde, wo Schokoladen-Weihnachtsmänner in der Hitze schmelzen oder der 24. Dezember eigentlich ein Tag ist wie jeder andere? Wir zeigen Weihnachtsbräuche rund um den Globus – von besonderen Gerichten über den Flying Santa bis zu Weihnachten auf Dhivehi und mehr.

Tamales statt Braten

In Arizona gibt es Tamales statt Gans. Familien kommen jedoch nicht nur zusammen, um Tamales am Esstisch mit den Liebsten zu essen, sondern auch, um sie zuzubereiten! Tamales ist ein traditionelles zentralamerikanisches Gericht, bestehend aus Masa (Maisteig), der mit Fleisch, Käse oder anderen Zutaten gefüllt, und in Pflanzenblätter eingehüllt gedämpft wird. Bereits die Mayas und Azteken aßen Mitte des letzten Jahrtausends diese Delikatessen. In Tucson spielen Tamales sogar so große Rolle während der Feiertage, dass ihnen ein eigenes Festival gewidmet wird: Dieses wird in der Regel kurz vor Weihnachten im Casino del Sol ausgerichtet und feiert den reichen Geschmack sowie die Gerüchte und Variationen von Tamales aus dem Südwesten der USA und Mexiko, da viele Mexikaner in Arizona ihre Heimat gefunden haben. Ein weiterer Brauch, der auf die Azteken zurückzuführen ist und bis heute gefeiert wird, ist Las Posadas. Vom 16. bis zum 26. Dezember eines jeden Jahres wird die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli gefeiert. In mexikanischen Familien in Arizona ist es bis heute Tradition, während der neun Tage vor Weihnachten mit Liedern und Kerzen vor der Haustür von Freunden und Bekannten um eine Herberge zu bitten, um anschließend gemeinsam zu feiern.

Weihnachtsbräuche
(c) Boca Tacos

Paradiesische Feiertage auf Dhivehi

An Weihnachten den eisigen Temperaturen entschwinden und mitten in das Paradies eintauchen? Dies erwartet Besucher auf den Malediven. Statt Schnee und Wind prickelt hier die warme Sonne auf der Haut. Resorts verwandeln ihre Räumlichkeiten teilweise in ein Weihnachtswunderland und locken mit leckeren Menüs, Festivitäten, Tannenbäumen und Spa-Anwendungen. Da kommt sogar der Weihnachtsmann mit dem Boot angeschippert und zaubert den Kindern ein Lächeln ins Gesicht. Milaidhoo Island Maldives lädt dieses Jahr Gäste auf die Malediven ein, um auf andere Gedanken zu kommen und nach der schwierigen Zeit mit Familie und engen Freunden noch eine besondere Auszeit zu genießen. Dieses Jahr stehen die Festlichkeiten zum Jahresende unter dem Motto „Die Geschichte von Raajje“. Raajje bedeutet auf Dhivehi, der Sprache der Malediven, wörtlich übersetzt „das Land der Dhivehi-Völker“. Milaidhoo bringt den Urlaubern die typisch lokale Lebensweise und Traditionen näher: Etwa bei einem Ausflug auf eine lokale Insel, mit Eindrücken von Traditionen und Kochkunst aus einer Zeit, bevor die Malediven zum beliebten Urlaubsziel wurden. Über die Feiertage haben Gäste auch die Möglichkeit einen besonderen Tagesausflug mit einem typischen maledivischen Boot, einem sogenannten „Dhoni“ auf eine einheimische Insel zu unternehmen.  Zurück auf Milaidhoo, können Gäste mehr über die traditionelle maledivische Küche, ihre Geschmäcker und Aromen lernen und natürlich sie auch probieren. Etwa das Fisch- und Hummercurry mit Chapati oder die Thunfischspezialität Mashuni. Auf den Malediven erinnert noch vieles an die einstige Gewürzroute, die den Inselstaat schon vor hunderten von Jahren mit der Welt verband und die maledivische Kultur geprägt haben. Traditionelle Darbietungen, maledivische Spezialitäten und weitere Überraschungen runden das Festtagsgefühl ab. Feierliche Momente bei abendlichen Cocktail-Empfängen und Abendessen finden im lässig-luxuriösen Barfuß-Lifestyle von Milaidhoo statt. Genau der richtige Jahresabschluss, um dem Stress und der Winterdepression zu entfliehen und sternenerfüllte Nächte und sonnige Tage auf den Malediven zu verbringen.

Weihnachtsbräuche
(c) Milaidhoo Island

Flying Santa über Long Island

Weihnachten am Strand unterm Leuchtturm – Romantik pur! Wenn die Sonne im Dezember untergeht, erleuchten Long Islands Leuchttürme in prächtig geschmückter Kluft. So wird Weihnachtsfans auf der Insel vor den Toren New York Cities mit einem Mix aus maritimem Ambiente und festlicher Stimmung eine ganz besondere Atmosphäre geboten. Seit Jahrzehnten gibt es jedoch eine weitere Tradition, die die Menschen begeistert: 1934 begann der Pilot Snow, seinen Kollegen aus Maine namens William Wincapaw zu unterstützen. Dieser war vielen Menschen nur noch unter seinem Pseudonym bekannt: Flying Santa! Seit Jahren schon flogen er und sein Sohn Geschenke und Leckereien zu den Leuchtturmwärterfamilien, um sich für deren Arbeit zu bedanken. Seit 1934 übernahm Snow diese Aufgabe für Long Island und brachte Spielzeuge, Kaffee, Plätzchen und vieles mehr zu den zum Teil isolierten Familien auf der Insel. Bis zum heutigen Tag sind jedes Weihnachten diverse Flying Santas unterwegs, um diese Tradition fortzuführen und fliegen vollbepackt und in Weihnachtskostüm von Leuchtturm zu Leuchtturm.

(c) Discover Long Island

Weihnachten auf dem Wasser

Florida kann zum Fest der Liebe natürlich nicht mit Schnee aufwarten – dafür aber mit vielen anderen Erlebnissen! Anders als die eher dezenten Christbaumkugeln hierzulande, darf die Weihnachtsdekoration im Sunshine State gerne einmal etwas schriller ausfallen. So hängen am Baum auch mal der Miniatur-Helm des Lieblings Footballvereins oder der Weihnachtsmann in Badehose. Im ganzen Dezember gibt es außerdem in den Städten, die nahe am Wasser oder an Kanälen liegen, festliche Bootsparaden. Bei den sogenannten „Holiday Boat Parades“ fahren beleuchtete und schön geschmückte Boote durch die Kanäle und Häfen. Die Boote werden dabei von überdimensionalen Weihnachtsmännern, endlosen Lichterketten, Rentieren und Tannenbäumen geziert. So auch in St. Pete/Clearwater an der Golfküste: Jedes Jahr im Dezember leuchten die Wasserstraßen von St. Pete/Clearwater während der jährlichen Weihnachtsbootparaden. Flotten von Kanus, Segelbooten und Yachten zeigen sich in schillernden Gewändern und werden von Beobachtern bestaunt und bejubelt. Tagsüber wird in Florida in Santa Outfits gesurft, oder am Pool mit Eierlikör angestoßen.

Weihnachtsbräuche
(c) Visitstpeteclearwater.com

Warme Weihnachten in der Wüste

Auch wenn Scottsdale keinen tatsächlichen Wetterwechsel zur kalten Jahreszeit erlebt, so werden Stadt und Häuser dennoch festlich geschmückt und viel Wert auf saisonales Essen und viel Kürbiskuchengewürz gelegt! Das Restaurant FnB bietet seinen Gästen während der Vorweihnachtszeit beispielsweise mit Ziegenkäse gefüllte Chillies, gerösteten Kürbis mit Käse und diverse Gerichte mit Pilzen an. Eine Institution ist mittlerweile zudem der „Magical Christmas Journey“ der Verde Canyon Railroad. Dieser beginnt an deren sehr schön geschmückten Depot in Clarkdale, wo sich insbesondere kleine Gäste auf einen ein Mini-Weihnachtsdorf freuen können. Anschließend beginnt eine anderthalbstündige Zugrundfahrt zum „Nordpol“: Währenddessen wird an Bord des Zuges leckere Getränke angeboten, am Ziel angekommen ist es, als wäre man direkt in der Heimat von Santa Claus.

(c) VCRR

Die Silverstermänner kommen!

Ab dem ersten Dezember beginnt in der Türkei eine ganz besondere Zeit. Aber halt! Nicht etwa Heiligabend wird herbeigesehnt, sondern der Jahreswechsel! Und zwar mit fast allem, was man sonst so aus der Adventszeit kennt: Es gibt sogar Adventskalender – vom ersten bis zum 31. Dezember mit Türchen! Spätestens am Silvesterabend kann diese Weihnachts-Neujahr-Diffusion à la turca bei so manchem Europäer einen kleinen Kulturschock auslösen. Auf türkischen Straßen sind am dann nämlich die die Neujahrsmänner, auch „Noel Babas“ genannt, los – und die sehen genauso aus wie Weihnachtsmänner. Die Geschenke, die sie bringen, landen unterm Neujahrsbaum – die türkische Version des Weihnachtsbaumes. Man wünscht sich: Mutlu Yillar. Das bedeutet nicht etwa „Frohe Weihnachten“, sondern „Frohes Neues Jahr“. Dazu gibt es in der Türkei auch stilecht einen Tannenbaum. Der heißt allerdings Neujahrsbaum – ganz nach dem Motto: Andere Länder, anderes Weihnachten! Wer sich davon selbst überzeugen möchte, oder klassisch das gute Wetter genießen möchte, besucht am besten nächstes Jahr das hochkarätige ELA Quality Resort in Belek. Die wunderschöne Anlage direkt am Mittelmeer ist besonders für seine Familienfreundlichkeit bekannt.

Titelbild: (c) Experience Scottsdale

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